Désert d'Atacama

Was tun in Chile: Top 11 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Chile, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 4 schönsten Städte in Chile

#1 Valparaíso +32 Empf.

Als wichtigster Hafen von Chile ist Valparaíso eine Stadt der Kontraste, die sich an eine weite Bucht am Pazifik schmiegt und von 45 Hügeln, den Cerros, umgeben ist. Die 1544 von Pedro de Valdivia gegründete Stadt erlebte im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit und zog Goldsucher, maritime Industrien und große Bankhäuser an. Ein schweres Erdbeben und die Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914 beendeten diese Vormachtstellung nach und nach. Heute ist Valparaíso ein lebendiger Ort für Studierende und Kulturschaffende, der mit Street-Art, Museen, Cafés und kleinen Läden überzeugt. Die historische Altstadt gehört zudem zum Weltkulturerbe der Unesco.

Das maritime Erbe von Valparaíso

Direkt am Hafen gelegen, ist das Barrio Puerto das älteste Viertel der Stadt. Zwischen der Ebene und den Bergen finden sich hier historische Gebäude wie die Iglesia de la Matriz. Die Plaza Sotomayor, gesäumt von zahlreichen offiziellen Gebäuden, ist das institutionelle Herz von Valparaíso. Dort steht das Monumento a los Héroes de Iquique, das an die Seeschlacht vom 21. Mai 1879 erinnert. Ein weiteres Highlight ist das Museo de Bellas Artes, das im Palais Baburizza untergebracht ist, einer für die Bourgeoisie des frühen 20. Jahrhunderts typischen Residenz. Spaziere anschließend zum Muelle Prat, einem kleinen Hafenbereich, von dem aus Bootstouren durch die Bucht von Valparaíso starten.

Ein Labyrinth aus bunten Hügeln

Was die Atmosphäre von Valparaíso so einzigartig macht, ist das Gewirr der Hügel, die über dem Hafen thronen und jedes für sich ein Viertel mit eigener Identität bilden. Diese Cerros sind größtenteils Wohngebiete und werden von fünfzehn historischen Standseilbahnen erschlossen. Um die versteckten Winkel der farbenfrohen Viertel zu entdecken, empfiehlt es sich, die Hügel zu Fuß zu erklimmen, was dir zudem einen guten Blick auf die zahlreichen Street-Art-Werke ermöglicht. Zu den wichtigsten Cerros zählen der Cerro Concepción und der Cerro Alegre. Sie sind voller kleiner Plätze, Promenaden und Aussichtspunkte wie dem Mirador Yugoslavo oder dem Paseo Gervasoni. Verpasse nicht das Museo a Cielo Abierto auf dem Cerro Bellavista, eine Sammlung von Wandmalereien, die 1992 eingeweiht wurde. Ein weiterer Klassiker ist der Paseo 21 de Mayo auf dem Cerro Artillería, der einen der besten Panoramablicke bietet. Auf dem Cerro Cárcel lohnt sich ein Besuch des Parque Cultural de Valparaíso mit seinen Ausstellungen und Grünflächen, das auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses errichtet wurde.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Valparaíso

Fans des chilenischen Dichters Pablo Neruda sollten unbedingt sein Haus auf dem Cerro Bellavista besichtigen: La Sebastiana. Dort gibt es eine schöne Kunstsammlung und historisches Mobiliar zu sehen. In der Ebene lädt die Plaza Victoria mit ihren großen Bäumen, Brunnen und der angrenzenden Kathedrale zum Verweilen ein. Richtung Hafen bietet der Mercado El Cardonal eine authentische Atmosphäre. In der Nähe befindet sich zudem der Paseo Muelle Barón, wo du mit etwas Glück Seelöwen im Wasser beobachten kannst.

Wann ist die beste Reisezeit?

Valparaíso ist besonders während des Südsommers angenehm zu besuchen, also zwischen Dezember und April.

Wie kommst du hin?

Die Stadt ist mit dem Bus von Santiago aus leicht zu erreichen. Die Fahrt zum Terminal de buses Rodovario dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten.

#2 Santiago de Chile +32 Empf.

Die Hauptstadt von Chile zählt heute rund 5 Millionen Einwohner. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1541 während der Kolonialzeit von Pedro de Valdivia auf dem Gelände der heutigen Plaza de Armas, die noch immer das institutionelle Herz der Metropole bildet. Ende des 20. Jahrhunderts erlebte Santiago einen massiven Bevölkerungszuwachs, ausgelöst durch eine Landflucht vieler Chilenen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Durch das Stadtgebiet fließt der Fluss Mapocho, gesäumt von schönen Grünanlagen wie dem Parque Forestal oder dem Parque de las Esculturas, in dem 40 Skulpturen namhafter chilenischer Künstler stehen.

Die zentralen Viertel von Santiago

Dein Rundgang beginnt am besten auf dem Hauptplatz, der Plaza de Armas. Hier befindet sich die Metropolitankathedrale von Santiago im neoklassizistischen Stil sowie zahlreiche Museen wie das Museo Histórico Nacional, das die koloniale und republikanische Geschichte Chiles beleuchtet. Nicht weit entfernt ist das Museo de Arte Precolombino ein Pflichtbesuch, um die beeindruckenden Sammlungen von Keramiken, Skulpturen und Textilien aus verschiedenen präkolumbianischen Kulturen zu sehen. Ebenfalls in der Nähe liegt der Palacio de la Moneda, der offizielle Sitz der chilenischen Regierung.

Das Viertel Lastarria, auch bekannt als Künstlerviertel, ist ein weiterer Fixpunkt in der Hauptstadt. Nach einem Besuch im Musée des Beaux-Arts kannst du die lebendige Atmosphäre rund um den Cerro Santa Lucia genießen, wo regelmäßig kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden.

Der Cerro San Cristobal und seine Umgebung

Wer Santiago von oben betrachten möchte, kommt am Cerro San Cristobal nicht vorbei. Er beherbergt mit 722 Hektar den größten Stadtpark Chiles. Der Hügel ist für alle zugänglich und kann zu Fuß oder bequem mit der Standseilbahn bezwungen werden. Auf dem Gipfel steht eine Statue der Jungfrau Maria, die 1908 von Mathurin Moreau geschaffen wurde. Papst Johannes Paul II. hielt hier 1987 eine Messe. Am Fuße des Hügels findest du zudem einen Tierpark und einen botanischen Garten.

Direkt am Fuß des Berges liegt das Bohème-Viertel Bellavista. Es ist ein Treffpunkt für Künstler, geprägt von Street-Art, zahlreichen Bars und schicken Boutiquen. Hier befindet sich auch La Chascona, eines der Häuser des chilenischen Dichters Pablo Neruda, in dem Möbel und Dekorationsgegenstände aus seiner Zeit bewahrt wurden.

Für den ultimativen Ausblick steuerst du die östlichen Stadtteile an, um die Stufen des Gran Torre de Santiago zu erklimmen. Mit 300 Metern Höhe ist der Wolkenkratzer das höchste Gebäude Südamerikas und bietet einen beeindruckenden Blick über die gesamte Umgebung.

Das schmerzhafte Erbe der Pinochet-Diktatur

Wer mehr über die Zeit der chilenischen Diktatur zwischen 1973 und 1990 erfahren möchte, sollte das Museum für Erinnerung und Menschenrechte besuchen. Es gedenkt der 40.000 Opfer des Pinochet-Regimes und arbeitet die wesentlichen politischen und militärischen Etappen dieser Ära auf.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die beste Zeit für eine Reise nach Santiago liegt zwischen November und April.

Wie kommt man hin?

Der Flug führt zum Santiago de Chile Airport.

Wie bewegt man sich fort?

Vor Ort ist das Netz aus U-Bahnen und Bussen der Hauptstadt sehr effizient und bringt dich zuverlässig an jeden Punkt der Stadt.

#3 San Pedro de Atacama +8 Empf.

San Pedro de Atacama liegt mitten in einer der trockensten Wüsten der Erde. Das Dorf ist von durch Erosion geformten Tälern, aktiven Geysiren und archäologischen Stätten aus der Zeit vor der Inka-Herrschaft umgeben. Der klare Himmel macht die Region zu einem der besten Orte für astronomische Beobachtungen weltweit. Die ruhige Atmosphäre des Ortes und die extremen Landschaften bilden einen idealen Ausgangspunkt für eine Reise in eine völlig andere Umgebung.

#4 Punta Arenas +2 Empf.

Das Ende der Welt ist ein Ort, der die Fantasie beflügelt. Wer die Abgeschiedenheit sucht, findet in Punta Arenas genau das richtige Ziel. Die Stadt liegt ganz im Süden Chiles auf der Brunswick-Halbinsel und dient als idealer Ausgangspunkt, um die Magellanstraße zu erkunden.

Architektur mit Geschichte

Punta Arenas gilt als die Hauptstadt der chilenischen Patagonien-Region. Lange Zeit war die Stadt vom Rest der Welt isoliert, bevor der Panamakanal den Schiffsverkehr zwischen Atlantik und Pazifik revolutionierte. Ursprünglich lebten hier indigene Gruppen wie die Yagan, Ona, Tehuelche und Alakaluf unter rauen Bedingungen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich Europäer in der Hoffnung auf Wohlstand und Goldfunde in der Region nieder.

Heute zeugen geschichtsträchtige Monumente von dieser Zeit. Der Plaza de Armas ist das Herz der Stadt. Er ist von prachtvollen Gebäuden aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gesäumt und beherbergt eine Statue des Entdeckers Ferdinand Magellan. Die Kathedrale des Heiligen Herzens aus dem Jahr 1901 ist ein beeindruckender Anblick. Sehenswert ist zudem das Palais Sara Braun mit seiner neoklassizistischen Architektur und der originalen Inneneinrichtung. Wer tiefer in die Lokalgeschichte eintauchen möchte, besucht die Residencia Blanchard, in der das Chilenische Antarktis-Institut untergebracht ist, oder das Regionalmuseum Braun Menéndez. Ein besonders atmosphärischer Ort ist der Friedhof von Punta Arenas, auf dem die aufwendigen Mausoleen wohlhabender Familien und das Grab des unbekannten Indigenen zu sehen sind.

Landschaften am Ende der Welt

Nach dem Stadtbummel ruft die unberührte Natur. Von der Costanera am Hafen aus blickt man auf das offene Meer, das schon Entdecker vergangener Jahrhunderte faszinierte. Es werden Bootsausflüge angeboten, bei denen man die Magellanstraße hautnah erleben und mit etwas Glück Buckelwale beobachten kann. Etwa 30 Kilometer nordöstlich liegt der Nationalpark Isla Magdalena, den man nach einer zweistündigen Bootsfahrt erreicht. Hier trifft man auf die berühmten Magellan-Pinguine, die die Insel in riesigen Kolonien bewohnen. Weitere Ziele für Tagesausflüge ab Punta Arenas sind der Kurukinka-Park, Kap Hoorn, die Nationalparks Alberto de Agostini und Cabo de Hornos sowie das Naturschutzgebiet Laguna Parrillar.

Beste Reisezeit

Sonnengarantie gibt es in Punta Arenas nicht. Die geografische Lage sorgt für häufige Regenschauer und oft heftige Windböen. Die Monate Mai bis September sind weniger empfehlenswert, da die Temperaturen dann meist zwischen 0 und 5 Grad liegen. Im restlichen Jahr klettert das Thermometer auf milde 15 bis maximal 20 Grad.

Anreise

Punta Arenas ist am einfachsten mit dem Flugzeug von Santiago aus zu erreichen (Flugzeit ca. 4 Stunden). Alternativ ist die Anreise mit dem Bus oder dem Auto über die Ruta 9 möglich, wobei man für die Strecke von über 3.000 Kilometern ab der Hauptstadt viel Zeit einplanen sollte.

Ranking der 7 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Chile

#1 Palacio de la Moneda in Santiago (Santiago de Chile) +6 Empf. 5/5

Der Palacio de la Moneda, einst Münzprägeanstalt und heute Amtssitz des Präsidenten, bildet das geschichtliche Herz von Santiago de Chile. Das neoklassizistische Gebäude zeugt von der bewegten Vergangenheit des Landes. Ein besonderes Erlebnis ist die feierliche Wachablösung. Darunter präsentiert das Centro Cultural Palacio La Moneda (Kulturzentrum) wechselnde Ausstellungen sowie Kunst und Handwerk.

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#2 San-Cristobal-Hügel (Santiago de Chile) +6 Empf. 5/5

Der San-Cristobal-Hügel ist mit 722 Hektar die grüne Lunge von Santiago de Chile und bietet einen weiten Blick auf die Stadt und die Anden. Die monumentale Marienstatue auf dem Gipfel ist das Wahrzeichen der Hauptstadt. Ob mit der Seilbahn, dem Funicular oder zu Fuß, der Park mit japanischem Garten, Zoo und Schwimmbädern ist der ideale Rückzugsort.

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#3 Nationalpark Torres del Paine (Torres del Paine) +3 Empf. 5/5

Der chilenische Nationalpark Torres del Paine erstreckt sich zwischen patagonischer Steppe und den Anden. Seit seiner Gründung im Jahr 1959 schützt er vier Biome und eine beachtliche Artenvielfalt, weshalb er 1978 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Kristallklare Seen und gewaltige Gipfel prägen die Landschaft. Mit etwas Glück kreist ein Andenkondor über dir.

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#4 Salar de Atacama (San Pedro de Atacama) +3 Empf. 5/5

Der Salar de Atacama in der chilenischen Atacama-Wüste zählt zu den größten Salzseen der Erde. Die Region beeindruckt mit glitzernden Salzflächen, leuchtenden Lagunen und einem der klarsten Sternenhimmel weltweit. Von den Tatio-Geysiren bis zu astronomischen Observatorien bietet diese geologisch faszinierende Landschaft Reisenden ein einzigartiges Abenteuer inmitten der rauen Natur Südamerikas.

#5 Nationalpark Lauca (Putre) +2 Empf. 4/5

Der Nationalpark Lauca in Chile liegt unmittelbar an der peruanischen Grenze. Auf 1378 km² erstreckt sich eine Vulkanlandschaft auf Höhen zwischen 3100 m und 6300 m. Neben den höchstgelegenen Seen der Welt findest du heiße Quellen und Geysire. Seit 1981 ist das Gebiet Biosphärenreservat der Unesco. Zwischen 130 Vogelarten begegnen dir hier Lamas und Pumas.

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#6 Nationalpark Villarrica (Pucón) +2 Empf. 5/5

Der Nationalpark Villarrica in Chile beeindruckt mit einer vielfältigen Naturlandschaft. Seit 1940 geschützt, umfasst er den aktiven Vulkan Villarrica, dichte Wälder, Gletscherseen und klare Flüsse. Ob Wanderungen, Vulkangipfel-Besteigungen oder Wassersport, hier kommt jeder auf seine Kosten. In den Araukarienwäldern lassen sich mit etwas Glück Pumas, Füchse und Kondore beobachten. Ein ideales Ziel für Naturfreunde und Abenteurer.

#7 Plaza de Armas von Santiago (Santiago de Chile)

Die Plaza de Armas ist das historische Herz von Santiago de Chile und markiert den Ort, an dem die Stadt einst gegründet wurde. Umgeben von Wahrzeichen wie der Kathedrale und dem Museo Histórico Nacional (Nationales Historisches Museum), zeigt sie die chilenische Geschichte. Zwischen Künstlern und Einheimischen startest du hier perfekt deine Entdeckungstour durch das Stadtzentrum.

Chile besuchen: Zwischen mystischen Wüsten und ewigen Gletschern

Stell dir ein Land vor, in dem du morgens über den Mond spazierst und nachmittags zwischen Eisbergen navigierst. Chile sprengt mit seinen 4.300 Kilometern Länge jede Vorstellungskraft. Wie eine lange Narbe aus Schönheit zieht es sich zwischen dem Pazifischen Ozean und der Andenkordillere entlang. Dieses Land der Extreme bietet eine Reise durch vier verschiedene Klimazonen, von den dampfenden Geysiren der Atacama bis hin zu den eisigen Fjorden Patagoniens.

Chile: Ist das Ziel das Richtige für dich?

Bevor du dich entscheidest, ein offenes Wort. Chile ist etwas für Reisende, die bereit sind, Bequemlichkeit gegen das Außergewöhnliche zu tauschen. Hier sind die Distanzen gigantisch, das Preisniveau vergleichbar mit Europa und das Wetter unberechenbarer als die Launen eines Teenagers. Wenn du nach Postkartenstränden und Cocktails am Pool suchst, bist du hier falsch.

Wenn dich jedoch die Vorstellung reizt, Flamingos in farbenprächtigen Lagunen auf 4.000 Metern Höhe zu beobachten, wenn du davon träumst, auf den Spuren von Magellan zu wandeln oder die Geheimnisse der Osterinsel zu entschlüsseln, dann pack deine Koffer. Chile belohnt Neugierige, Liebhaber unberührter Natur und alle, die keine Angst davor haben, ihre Komfortzone zu verlassen.

Die Atacama und der Norden: Wie auf einem anderen Planeten

Die Atacama-Wüste ist nicht nur die trockenste Wüste der Welt, sie ist ein Freiluftlabor, in dem die NASA ihre Mars-Rover testet. Von San Pedro de Atacama, einem Oasendorf, das zum Basislager für Abenteurer wurde, startest du in Landschaften, die jede Logik herausfordern.

Das Valle de la Luna versetzt dich in eine Science-Fiction-Kulisse, in der der Sonnenuntergang die Dünen in eine Palette aus Kupfer und Gold verwandelt. Weiter nördlich speien die Tatio-Geysire am frühen Morgen ihre Dampfsäulen in die Höhe, ein ursprüngliches Spektakel, das dich daran erinnert, dass die Erde atmet.

Ein kleiner Tipp: Steh um 4:00 Uhr morgens auf, um die Tatio-Geysire auf ihrem Höhepunkt zu erleben. Die Höhe (4.300 m) kann anstrengend sein, steige also langsam auf und trinke viel mehr Wasser als gewöhnlich.

Die Atacama birgt noch weitere Wunder: die Altiplano-Lagunen mit ihren Flamingos vor schneebedeckten Vulkanen oder der Salar de Atacama, wo das Salz perfekte geometrische Muster zeichnet. Wenn die Nacht hereinbricht, verstehst du, warum diese Region Astronomen aus der ganzen Welt anzieht: Ohne Lichtverschmutzung erstreckt sich die Milchstraße wie ein Fluss aus Sternen über dir.

Santiago und das Zentrum: Zwischen Tradition und Moderne

Santiago lässt niemanden unberührt. Diese Metropole mit 7 Millionen Einwohnern erstreckt sich in einem Andenbecken und wird vom Cerro San Cristóbal überragt, der atemberaubende Panoramaansichten bietet. Der Kontrast zwischen den glänzenden Wolkenkratzern von Las Condes und den farbenfrohen Gassen im Viertel Bellavista ist beeindruckend.

Der Palacio de La Moneda erzählt die bewegte Geschichte des Landes, während Märkte wie der Mercado Central die Seele der Chilenen offenbaren. Verpasse nicht einen Abstecher nach Valparaíso, eine Freiluft-Museumsstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die bunten Häuser an den Hängen, die jahrhundertealten Standseilbahnen und die Wandmalereien wirken wie eine permanente Filmkulisse.

Die Weinstraße

Das Zentrum Chiles birgt einen weiteren Schatz: seine Weingüter. Die Täler von Casablanca, Maipo und Colchagua produzieren Weine, die mit den besten der Welt konkurrieren. Zwischen den Reben, mit den Anden im Hintergrund, bekommt eine Verkostung fast eine mystische Dimension.

Chilenisch-Patagonien: Am Ende der Welt

Im Süden empfängt dich Patagonien mit Landschaften, die das Ende der Welt markieren. Der Parque Nacional Torres del Paine ist das Juwel dieser Region mit seinen drei Granittürmen, die wie riesige Nadeln in den Himmel ragen. Der Grey-Gletscher kalbt dort seine bläulichen Eisberge in einen See von unwirklichem Türkis.

Noch weiter südlich öffnet dir Punta Arenas die Tore zur Magellanstraße. Hier weht der Wind unaufhörlich und Magellan-Pinguine watscheln über die Strände. Puerto Natales dient als Basis, um dieses mythische Patagonien zu erkunden, wo jeder Sonnenaufgang seine eigenen Überraschungen bereithält.

Ein kleiner Tipp: In Patagonien solltest du auf vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag vorbereitet sein. Pack selbst im Sommer Mütze und Handschuhe ein, der eisige Wind kann einen eiskalt erwischen.

Der Chiloé-Archipel

Die Insel Chiloé lohnt einen Besuch für ihre farbenfrohen Holzkirchen, die Palafitos (Häuser auf Stelzen) und ihre Mythologie voller Meereswesen. Der Curanto, ein traditionelles Gericht, das in einem Erdloch gegart wird, symbolisiert die Lebensart der Inselbewohner.

Die Osterinsel: Rätsel des Pazifiks

3.700 Kilometer vom Festland entfernt schwebt Rapa Nui (Osterinsel) wie ein Traum inmitten des Pazifiks. Ihre Moais, die riesigen Statuen mit ihrem rätselhaften Blick, beschäftigen bis heute Archäologen. Ein Sonnenaufgang am Ahu Tongariki oder ein Sonnenuntergang am Ahu Vai Uri sind Momente, die die Reise allein schon rechtfertigen.

Die Insel bietet zudem weiße Sandstrände wie Anakena, mit Schilf bewachsene Vulkankrater am Rano Raraku und eine bewahrte polynesische Kultur, die dich an die Antipoden Lateinamerikas entführt.

Chile auf dem Teller: Zwischen Meer und Bergen

Die chilenische Gastronomie wird vielleicht nicht deine Geschmacksknospen revolutionieren, aber sie überrascht durch ihre Frische und Vielfalt. Mit 4.300 Kilometern Küste ist das Land ein Meister bei Meeresfrüchten. Ein Ceviche von Corvina, mariniert in Limettensaft, kann es mit den besten peruanischen Versionen aufnehmen.

  • Die Empanada de pino ist der unangefochtene König unter den nationalen Snacks. Der goldene Teig verbirgt eine herzhafte Mischung aus Rindfleisch, Zwiebeln, hartgekochtem Ei und Oliven. Auf dem Zentralmarkt von Santiago quellen die Stände vor diesen kleinen Taschen über, die das lokale Fast-Food schlechthin sind.
  • Die Cazuela wärmt die Herzen im ganzen Land. Diese großzügige Suppe vereint Fleisch (Rind oder Huhn), Kartoffeln, Mais und Gemüse zu einer wohltuenden Symphonie.
  • Weniger bekannt, aber unverzichtbar ist die Paila marina, die Meeresfrüchte und Fisch in einem aromatischen Sud vereint, der nach Jod und Abenteuer duftet.
  • Der Pastel de choclo lohnt den Versuch: Dieser süß-salzige Auflauf aus Hackfleisch und Maispüree bietet eine überraschende Harmonie.
  • In Patagonien solltest du das am Kreuz gegrillte patagonische Lamm nicht verpassen, eine Gaucho-Tradition, die jede Mahlzeit zu einer Zeremonie macht.

Bei den Getränken kämpft der Pisco Sour in einem köstlichen Bruderkrieg gegen die peruanische Version. Die chilenischen Weine, vom Sauvignon Blanc aus Casablanca bis zum Carmenère aus Colchagua, begleiten diese charaktervolle Küche perfekt. Abenteurer sollten das Mote con huesillo probieren, ein Sommergetränk aus gekeimtem Weizen und getrockneten Pfirsichen, das die Nachmittage in Santiago erfrischt.

Wann ist die beste Reisezeit für Chile?

Chile stellt mit seinen umgekehrten Jahreszeiten und mehreren Klimazonen den Kalender auf den Kopf. Die Antwort auf die Frage nach der besten Reisezeit hängt ganz von deinen Wünschen und deiner Route ab.

Für eine umfassende Entdeckung des Landes empfiehlt sich der australische Frühling (September bis Dezember) und der Herbst (März bis Mai). Diese Zeiten bieten den besten klimatischen Kompromiss für alle Regionen mit angenehmen Temperaturen und weniger Touristenansturm.

Der australische Sommer (Dezember bis März) ist die Hochsaison. Während die Bedingungen in Patagonien und im Süden ideal sind, kann Santiago unter Temperaturen von 35°C ächzen. Die Atacama ist zwar zugänglich, aber Vorsicht vor den Gewittern in der Höhe, die Straßen für 2-3 Tage unpassierbar machen können.

Der australische Winter (Juni bis August) verwandelt das Zentrum in eine regnerische, aber milde mediterrane Region. Es ist die perfekte Jahreszeit, um die Atacama bei konstantem Sonnenschein zu erkunden, aber Patagonien schließt seine Pforten, im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Unterkünfte und Wanderwege werden unzugänglich.

Die Osterinsel besucht man idealerweise von Oktober bis März, während der Trockenzeit. Der März bleibt der magische Monat: weniger Touristen, perfektes Klima und mildere Preise als mitten im Sommer.

Wie kommt man nach Chile?

Der Flughafen Santiago de Chile ist das wichtigste Tor zum Land. Von Europa aus solltest du mit 13 bis 15 Flugstunden inklusive Zwischenstopp rechnen (meist über Madrid mit Iberia oder LATAM, oder über Amsterdam mit KLM). Direktflüge gibt es ab Madrid und manchmal ab Paris, sie sind jedoch teurer.

Budgetmäßig solltest du je nach Saison und Fluggesellschaft mit 700 bis 1.300 Euro rechnen. Buche 2-3 Monate im Voraus, um die besten Preise zu erhalten, besonders für Reisen während des australischen Sommers (Hochsaison).

Von Südamerika aus ist Chile leicht auf dem Landweg erreichbar. Die Busverbindungen mit Argentinien sind zahlreich und komfortabel, besonders zwischen Santiago und Mendoza (7 Stunden) oder Buenos Aires (20 Stunden). Von Bolivien aus erfolgt die Einreise über Arica im Norden oder über die Andenpässe von Uyuni nach San Pedro de Atacama.

Peru bietet eine natürliche Verbindung über Tacna-Arica, die bei Backpackern beliebt ist, die die Pazifikküste hinunterreisen. Kreuzfahrten verbinden zudem Ushuaia in Argentinien mit Punta Arenas über Kap Hoorn, für Liebhaber der Navigation durch die patagonischen Kanäle.

Wie bewegt man sich in Chile fort?

Der Bus ist das Verkehrsmittel Nummer eins in Chile. Das dichte und zuverlässige Netz verbindet alle Städte des Landes mit europäischem Komfort. Die Unternehmen Tur Bus und Pullman Bus dominieren den Markt mit ihren "Cama"-Bussen (Schlafsitze) für lange Strecken. Plane für die Strecke Santiago nach La Serena etwa 8 Stunden ein, bis Puerto Montt sind es 12 Stunden.

Das Flugzeug ist unverzichtbar, um auf diesem riesigen Gebiet Zeit zu sparen. LATAM und Sky Airlines verbinden Santiago täglich mit den wichtigsten Zielen: Calama (Tor zur Atacama), Puerto Montt (Seenregion), Punta Arenas (Patagonien) und der Osterinsel. Buche im Voraus, die Preise bleiben moderat und du gewinnst wertvolle Reisetage.

Ein Mietwagen bietet völlige Freiheit, ist aber mit mindestens 30.000 Pesos (ca. 35 Euro) pro Tag zuzüglich Versicherung und Benzin recht teuer. Er ist unerlässlich, um die Atacama eigenständig zu erkunden oder die Umgebung von Santiago zu entdecken. Achte auf die Entfernungen: Santiago bis San Pedro de Atacama sind 1.600 Kilometer, also etwa 20 Stunden Fahrt.

Trampen funktioniert gut, besonders im Süden, wo die Chilenen gastfreundlich sind. In Patagonien, wo Fahrzeuge seltener werden, solltest du dich auf lange Wartezeiten mit ausreichend Nahrung und Wasser vorbereiten. Fähren sind unerlässlich, um Chiloé zu erreichen oder durch die patagonischen Fjorde zu fahren. Schließlich existieren noch Züge zwischen Santiago und einigen Städten im Zentrum, eher wegen des nostalgischen Charmes als wegen der Effizienz.

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