Den Grand-Canyon-Nationalpark besuchen
Landschaften, die im Gedächtnis bleiben
Der gigantische Grand-Canyon-Nationalpark wurde 1919 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 500.000 Hektar. Die als UNESCO-Welterbe gelisteten, trockenen Wildnisgebiete ziehen jährlich 6 Millionen Besucher an. Die Erosion der Gesteinsformationen in ihren leuchtenden Farben und die vielfältige Flora hinterlassen bleibenden Eindruck. Als Symbol der Eroberung des Westens und Kulisse zahlreicher Westernfilme hält der Park für Reisende einige Besonderheiten bereit.
Ein Canyon von gewaltigen Ausmaßen
Mit einer Länge von 446 km und einer Tiefe von bis zu 1.800 Metern beherbergt der Grand Canyon das Bett des mächtigen Colorado, dessen Durchflussrate im Mittel bei etwa 650 Kubikmetern pro Sekunde liegt. Entdeckt von Konquistadoren im 16. Jahrhundert, begannen amerikanische Forscher erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, sich intensiv mit dem Gebiet zu befassen. Die geologische Entstehung ist komplex: Die Erosion durch den Colorado, kombiniert mit anderen natürlichen Prozessen, hat dieses einzigartige Landschaftsbild über Millionen von Jahren geformt. Etwa 40 Gesteinsschichten, darunter Sandstein, Kalkstein und Schiefer, die bis zu 1,8 Milliarden Jahre zurückreichen, verleihen ihm den Ruf einer geologischen Zeitmaschine.
Die beiden Ränder des Grand Canyon: South Rim und North Rim
Du kannst die beiden Hauptplateaus erkunden, die etwa 350 km voneinander entfernt liegen: den South Rim, der am stärksten frequentiert wird, und den North Rim, der deutlich wilder und schwerer zugänglich ist. Bei deiner Ankunft erhältst du eine kostenlose Karte im Grand Canyon Visitor Center (Besucherzentrum des Grand Canyon). Wanderer können sich zudem eine Übersicht der Routen für die wichtigsten Pfade besorgen.
Am South Rim erleichtern vier kostenlose Shuttlebuslinien die Fortbewegung. Die Village Route (blau) verbindet die wichtigsten Unterkünfte und das Informationszentrum, während die Tusayan Route (violett) nur im Sommer verkehrt und den Park mit dem Flughafen des Grand-Canyon-Nationalparks verbindet.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich war völlig atemlos, als ich die Unermesslichkeit des Grand-Canyon-Nationalpark entdeckt habe. Die Landschaft, die Gesteinsschichten und die Farben von Beige bis hin zu roter Erde sind einfach wunderschön. Ich bin einen kurzen Tag lang am Rand des Canyons gewandert, um die verschiedenen Aussichtspunkte zu entdecken.
Es ist zwar schön, aber nicht der beste Park zum Wandern, da alles asphaltiert ist. Ich wäre sehr gerne bis auf den Grund des Canyons abgestiegen, aber leider muss man für diese Strecke mindestens zwei Tage einplanen. Es gibt auch Shuttlebusse, mit denen man um den Canyon herumfahren kann. Das ist praktisch, um entlegenere Perspektiven zu sehen, ohne zu viel zu laufen, falls man nur wenig Zeit hat.
Von Tusayan aus habe ich meinen Tag mit einem Helikopterflug (Papillon) beendet. Man muss mit etwa 250 Dollar für 30 Minuten Flug rechnen, aber das Erlebnis ist den Preis wirklich wert!