Eine Akropolis ohne Wehrmauern, offen zur Ägäis
Auf dem Gipfel des Monte Smith stehen die dorischen Säulen des Tempels des pythischen Apollon teilweise aufgerichtet und blicken ins Weite. Von den Höhen des Geländes schweift der Blick über die moderne Stadt Rhodos, die mittelalterliche Altstadt und die Ägäis.
Etwas weiter unten erstreckt sich das antike Stadion mit seinen hufeisenförmigen, direkt aus dem Fels geschlagenen Rängen.
Warum sich ein Besuch der Akropolis von Rhodos lohnt
Das Auffällige hier ist das Fehlen von Befestigungsanlagen. Anders als die meisten griechischen Akropolen war jene von Rhodos nie als Zufluchtsort für die Verteidigung gedacht: Sie vereinte Kultstätten, ein Stadion und ein Odeon, die von vornherein darauf ausgelegt waren, gesehen und begangen zu werden, statt Schutz zu bieten.
Der Ort blickt auf eine bewegte jüngere Vergangenheit zurück. Der Tempel des pythischen Apollon wurde bei Bombenangriffen während des Zweiten Weltkriegs beschädigt, bevor in den 1960er und 1970er Jahren Restaurierungsarbeiten stattfanden. Die ersten Ausgrabungen wurden von der Scuola archeologica italiana di Atene (Italienische Archäologische Schule von Athen) durchgeführt, die bis 1945 auf dem Gelände tätig war.
Das Stadion, das Odeon und die laufenden Ausgrabungen
Das antike Stadion, das auf das 2. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, wurde komplett instand gesetzt. Direkt daneben bot das römische Odeon aus weißem Marmor Platz für rund 800 Zuschauer; auf den Rängen finden heute gelegentlich Aufführungen statt, und du kannst dich dort wie ein Besucher der Antike niederlassen.
Die Überreste des Tempels der Athena Polias und des Zeus Polieus ergänzen das Ensemble auf dezentere Weise. Eine geschützte archäologische Zone von 12.500 Quadratmetern ist von jeglicher Neubebauung ausgenommen: Die Ausgrabungen dauern bis heute an, weshalb das Gelände stellenweise nach wie vor neue Konturen preisgibt.
Geeignet für
- Liebhaber von Ausblicken auf die Altstadt und das Meer
Weniger geeignet für
- Alle, die intakte Bauwerke oder ein spektakuläres Monument wie die Akropolis von Athen suchen
- Die heißesten Stunden des Tages, da es auf dem Gelände kaum Schatten gibt
Ein Tipp unter Freunden: das Gelände liegt völlig im Freien und bietet nur wenig Schatten. Eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser machen bei einem Besuch, der meist weniger als eine Stunde dauert, besonders im Sommer einen großen Unterschied.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane 45 Minuten bis 1 Stunde ein, um das gesamte archäologische Gelände zu erkunden.
Die Akropolis von Rhodos ist interessant zu besuchen. Diese antike Stätte ist übrigens immer noch Gegenstand archäologischer Ausgrabungen. Das Beeindruckendste ist die Rekonstruktion des Stadions, die dort durchgeführt wurde. Auch wenn der Besuch recht schnell geht, lohnt es sich trotzdem.