Besuch auf der Rennstrecke von Interlagos
Die Rennstrecke von Interlagos in São Paulo wurde 1972 für den Großen Preis von in der errichtet. Ursprünglich erwarb eine Immobiliengesellschaft das Gelände bereits 1926, um dort Wohnraum und eine Sportanlage zu realisieren, doch das Projekt scheiterte nach der Wirtschaftskrise von 1929. 1936 trafen die lokalen Behörden die Entscheidung, eine Motorsportstrecke anzulegen. Der erste internationale Formel-1-Wettbewerb fand dort 1947 statt.
Eine beeindruckende Formel-1-Piste
Die ursprüngliche Streckenführung erstreckte sich über eine Länge von fast 8 Kilometern, exakt waren es 7960 Meter. Um den aktuellen Standards der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA, internationaler Automobil-Verband) zu entsprechen, wurde der Kurs auf 4325 Meter verkürzt. Die Strecke umfasst 15 Kurven und zeichnet sich durch die Besonderheit aus, entgegen dem Uhrzeigersinn befahren zu werden. Der Kurs in gilt weltweit als anspruchsvoll, da das Gelände stark hügelig ist und die Strecke zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt einen Höhenunterschied von fast 45 Metern aufweist.
Der Name leitet sich von der geografischen Lage zwischen zwei künstlich angelegten Seen in der Region von ab. Offiziell heißt die Anlage Autodromo José Carlos Pace, benannt nach einem ehemaligen Formel-1-Piloten, der 1975 gewann und zwei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Eine Rennstrecke in der Diskussion
Obwohl dort seit 1990 jährlich internationale Wettbewerbe ausgetragen werden, steht Interlagos aufgrund der Sicherheitsbedingungen rund um das Gelände immer wieder in der Kritik. Viele Sportler bevorzugen es, direkt per Hubschrauber anzureisen. Zudem sind die Entwässerungssysteme bei starken Regenfällen nicht optimal, was regelmäßig zu Schäden am Fahrbahnbelag führt.
Ich war bei der Formel 1 in Interlagos und es war (abgesehen von der erdrückenden Hitze) unglaublich. Man sollte zwar Motorsport mögen, aber die Stimmung der Paulistas ist so mitreißend, dass man bei jeder Runde der Autos (oder Lastwagen oder Motorräder) einfach mitfiebern muss. Und bei meinem ersten GP dort standen ein Mercedes, ein Red Bull und ein Ferrari auf dem Podium (Hamilton, Verstappen und Raikkonen), also die drei großen Rennställe der damaligen Zeit, 2018.