Besuch der Kathedrale von São Paulo
Die Kathedrale von São Paulo, im Volksmund als Catedral da Sé bekannt, zählt zu den größten neugotischen Sakralbauten weltweit. Sie bietet Platz für bis zu 8.000 Menschen. Das heutige Bauwerk ist bereits die dritte Version einer Kirche an dieser Stelle, deren Geschichte bis ins Jahr 1589 zurückreicht. Als São Paulo 1745 zum Bistum erhoben wurde, erhielt das Gebäude den Status einer Kathedrale. Besonders markant ist die über 30 Meter hohe Kuppel, die mit ihrem italienischen Klassizismus einen bewussten Kontrast zum restlichen Baustil bildet.
Ein modernes Bauwerk im Herzen von São Paulo
Der Bau der aktuellen Kathedrale begann 1913 nach den Entwürfen des deutschen Architekten Maximilian Emil Hehl. Fast alle Bauelemente, von den Mosaiken bis hin zu den kunstvollen Glasfenstern, wurden aus Italien importiert. Die beiden Weltkriege verzögerten die Materiallieferungen im Laufe des 20. Jahrhunderts erheblich. Obwohl die Kathedrale bereits 1954 anlässlich des 400. Stadtjubiläums eingeweiht wurde, konnten die beiden Haupttürme erst 1967 fertiggestellt werden.
Die Kathedrale erstreckt sich über eine Länge von 111 Metern und eine Breite von 46 Metern. Für ihre Errichtung wurden insgesamt 800 Tonnen Marmor verbaut. Bei einer umfassenden Restaurierung zwischen 2000 und 2002 erhielt das Gebäude zudem 14 neue Türmchen, um exakt den ursprünglichen Plänen von Maximilian Emil Hehl zu entsprechen.
Brasilianische Einflüsse in der Architektur
Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich an den Kapitellen der Säulen zahlreiche Details, die tief in der brasilianischen Natur verwurzelt sind. Dort finden sich kunstvolle Darstellungen von Gürteltieren, Passionsfrüchten, Ananas und Kaffeezweigen. In der Krypta der Kathedrale findet sich zudem eine historische Besonderheit: Hier ruhen die sterblichen Überreste des Häuptlings Tibiriçá, der als erster indigener Bewohner der Region zum Katholizismus konvertierte.
Eine wirklich schöne Kathedrale, die größte in Südamerika und eine der 5 größten weltweit (111m auf 46m). Sie ist sehr beeindruckend anzusehen. Sie wurde 1954 eingeweiht und der Architekt ist Maximilian Emil Hehl. Allerdings liegt sie in einer zwielichtigen Gegend, trotz der nahegelegenen U-Bahn.