Besuch im Thabor-Park
Der Thabor-Park, dessen Name auf einen Berg in Israel zurückgeht, ist für die Bewohner von Rennes ein fester Ankerpunkt im Alltag. Auf einer Fläche von mehr als 10 Hektar vereint die Anlage verschiedene Gartenstile und Pflanzenarten und bietet eine abwechslungsreiche Kulisse mitten in der bretonischen Hauptstadt.
Geschichte
Ursprünglich war das Gelände lediglich ein kleiner Hügel, der einen Teil der Stadt überragte. Die Bezeichnung geht auf die Benediktinermönche zurück, die dem Ort seinen biblischen Namen gaben.
Da Rennes eine befestigte Stadt war, bot die Stadtmauer innerhalb der Grenzen kaum Raum für landwirtschaftliche Flächen oder Gärten. Das Areal des heutigen Parks gehörte damals zur abbaye Sainte-Melaine (Abtei Sainte-Melaine) und lag außerhalb dieses Schutzwalls.
Das Land wurde damals für Gemüsebeete, Obstgärten und Ziergärten genutzt. Im 17. Jahrhundert öffneten die Mönche das Gelände für die Öffentlichkeit. Nach dem Stadtbrand von 1720, der das Zentrum von Rennes verwüstete, wurde der Thabor zum Sitz des Bistums und man errichtete das palais de l'évêché (Bischofspalast).
Nach der Französischen Revolution gingen die Ländereien in den Besitz der Gemeinde über. Man richtete eine botanische Schule und einen botanischen Garten ein. Zwar erhielt die Kirche 1801 den Bischofspalast zurück, doch die Gärten blieben städtisches Eigentum.
Während des gesamten 19. Jahrhunderts führten aufeinanderfolgende Erweiterungen zu einer vollständigen Neugestaltung des Parks. Im 20. Jahrhundert nahmen verschiedene Architekten und Landschaftsplaner weitere Anpassungen vor, bis die letzten Arbeiten im Jahr 2013 abgeschlossen wurden.
Der Thabor-Park heute
Der Thabor-Park beherbergt mehrere ikonische Orte der Stadt. Dazu zählt das sogenannte enfer (Hölle), ein Bereich, in dem nach der Revolution Duelle ausgetragen wurden und der später als Freilichtbühne diente. Heute ist dieses Gelände Teil eines Projekts für eine Konzertfläche.
Besonders sehenswert sind die jardins à la française (französische Gärten), der jardin botanique (botanische Garten) und die eindrucksvolle roseraie (Rosengarten). Auch wenn die Gewächshäuser größtenteils geschlossen sind, bilden sie zusammen mit der orangerie (Orangerie) ein architektonisch sehenswertes Ensemble.
Ein Park, der bei einem Besuch in der Stadt nicht fehlen sollte.
Der Thabor-Park ist der perfekte Ort, um im Sommer mit der Familie oder Freunden zu bummeln :) Die Rosenanlage ist im Sommer ein Muss, genauso wie die Voliere, die sich perfekt eignet, um mit euren Kindern Vögel zu beobachten. Ich persönlich mag auch die vielen Baumarten, die wirklich interessant zu entdecken sind! Eine kleine Entdeckung am Rande, der Park beherbergt auch eine Statue von Glenmor, einer legendären Figur für den Erhalt der bretonischen Folklore! Sehr empfehlenswert :)