Das Museum der Schönen Künste in Rennes: Fünf Jahrhunderte Kunst unter einem Dach
Wenn du vor der klassischen Fassade an der place Hoche stehst, ahnst du noch nicht, welche Schätze sich hinter der Eingangstür verbergen. Einmal drinnen, begibst du dich auf eine Zeitreise durch die europäische Malerei, die von der ägyptischen Antike bis in die Avantgarde des 20. Jahrhunderts reicht. Die Räume sind hell und durchdacht gestaltet, was den Besuch besonders angenehm macht. Das Museum zählt zu den bedeutendsten seiner Art in den französischen Provinzen und ist ein Ziel, für das du dir ohne Weiteres einen halben Tag Zeit nehmen solltest.
Warum ein Besuch im Museum der Schönen Künste in Rennes lohnt
Für eine Stadt dieser Größe ist die Sammlung beeindruckend breit gefächert. Auf zwei Etagen sind mehr als 5 000 Werke zu sehen. Der Bestand umfasst ägyptische und griechische Altertümer, Gemälde des 16. und 17. Jahrhunderts sowie eine beachtliche Abteilung für Zeichnungen und Grafiken. Was das Haus in eine eigene Liga hebt, sind die hochkarätigen Einzelstücke wie ein Gemälde von Rubens, Arbeiten von Chardin und Gauguin sowie ein monumentales Werk von Georges de La Tour.
Das Haus ist zudem ein wichtiger Akteur im kulturellen Leben der Bretagne. Die regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen locken internationale Leihgaben an und bieten selbst für Einheimische immer wieder einen Grund für einen erneuten Besuch.
Die Highlights der Sammlung
Einige Werke solltest du bei deinem Rundgang auf keinen Fall verpassen:
- Das Nouveau-né von Georges de La Tour: Eine nächtliche Szene im Kerzenschein von fast greifbarer Intensität. Es gilt als eines der schönsten Darstellungen von Mutterschaft in der abendländischen Malerei.
- Die Sektion Pont-Aven, die Gauguin und seine Zeitgenossen in den bretonischen Kontext einbettet, bevor es sie weiter nach Tahiti zog.
- Die ägyptischen Altertümer im Erdgeschoss, die von eiligen Besuchern oft übersehen werden, aber definitiv einen Blick verdienen.
- Das Kabinett der Grafischen Künste, das für Forscher auf Anfrage zugänglich ist und zudem in wechselnden Ausstellungen Teilbereiche zeigt.
Tipp vom Experten: Der Saal mit den Werken von Georges de La Tour ist unter der Woche am frühen Vormittag oft angenehm leer. Das ist der beste Moment, um in Ruhe vor dem Nouveau-né zu verweilen, bevor gegen Ende des Vormittags die Schulklassen eintreffen.
Sonderausstellungen und Museumsalltag
Das Museum organisiert jedes Jahr zwei bis drei große Sonderausstellungen. Die aktuellen Informationen und Buchungsmöglichkeiten findest du auf der offiziellen Website des Museums. Für besonders gefragte Ausstellungen empfiehlt es sich, das Zeitfenster vorab online zu reservieren, vor allem in den Schulferien.
Das gefällt uns
- Herausragende Dauerausstellung für eine Stadt mittlerer Größe
- Übersichtliche Hängung in hellen, nicht überladenen Räumen
- Freier Eintritt für unter 18-Jährige sowie am ersten Sonntag im Monat
- Sonderausstellungen auf nationalem Niveau
Einschränkungen
- Einzelne Räume können gelegentlich wegen Umbau oder neuer Hängung geschlossen sein
- Kaum gastronomisches Angebot vor Ort: Plane dein Mittagessen besser davor oder danach ein
- Hoher Besucherandrang an Wochenenden und in den Schulferien
Eintrittspreise
| Besuchergruppe | Preis |
|---|---|
| Regulärer Eintritt | 8 Euro |
| Ermäßigter Eintritt | 4 Euro |
| Unter 18 Jahren | Kostenlos |
| Erster Sonntag im Monat | Kostenlos |
Die angegebenen Preise können sich ändern. Bitte prüfe die aktuellen Tarife vor deinem Besuch auf der offiziellen Website.
Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 bis 20:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Montag: geschlossen
An Feiertagen sind kurzfristige Schließungen möglich. Überprüfe die aktuellen Öffnungszeiten vor deinem Besuch auf der offiziellen Website.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane 1,5 bis 2,5 Stunden ein, je nach deinem Tempo und der aktuellen Sonderausstellung. Wer sich intensiv für Grafik oder Antiquitäten interessiert, verbringt hier leicht mehr als 3 Stunden.
Das Gebäude ist wunderschön und der Ticketpreis ist sehr erschwinglich. Die Wechselausstellungen kosten in der Regel Eintritt, die ständige Sammlung hingegen ist kostenlos zugänglich, genau wie die ägyptischen Altertümer und das Kuriositätenkabinett. Ich mag das Kuriositätenkabinett und seine Überraschungen sehr! Ich war schon oft mit meinem Sohn dort, wegen der ägyptischen Altertümer und der ständigen Sammlung, und das waren großartige Gelegenheiten, um seine Fähigkeiten zur Bildanalyse zu entwickeln ☺️