Bercy Village im Überblick
Das im 12. Arrondissement von Paris gelegene Einkaufszentrum Bercy Village wurde 2002 eröffnet und ist ein gelungenes Beispiel für eine Umnutzung historischer Bausubstanz. Auffällig sind die eleganten Häuschen aus weißem Stein, bei denen es sich um ehemalige, heute unter Denkmalschutz stehende Weinkeller handelt. Zusammen mit den alten Bahngleisen und den gepflasterten Gassen zeugen sie von der Zeit, als Bercy, noch bevor es Sitz des Ministère des Finances (französisches Finanzministerium) wurde, das Zentrum des Weinhandels in der französischen Hauptstadt war. Die Lagerhäuser entlang der Seine dienten als Umschlagplatz für Alkoholika, die so der sogenannten Octroi entgingen. Dabei handelte es sich um eine Steuer, die im 19. Jahrhundert beim Eintritt in Städte auf Waren erhoben wurde, um den Warenfluss zu kontrollieren und den Schmuggel zu bekämpfen. Bevor die eigenständige Gemeinde Bercy nach Paris eingemeindet wurde, erstreckte sich das Areal in seiner Blütezeit über 42 Hektar.
In unmittelbarer Nähe zum Parc de Bercy und der Cinémathèque française (französisches Filmmuseum) beherbergt Bercy Village 45 Geschäfte, bei denen der Schwerpunkt auf Gastronomie und Mode liegt. Zu den bekannten Adressen gehören Marken wie Fnac, Sephora und Nicolas sowie ein großes Kino, das UGC Ciné Cité Bercy, und ein Fitnessstudio.
Die zentrale Flaniermeile, die cour Saint-Emilion, ist nach den berühmten Weinen benannt und lädt zum Verweilen ein. Die Atmosphäre ist entspannt und familiär. Das Areal ist bei Touristen ebenso beliebt wie bei Parisern, die hier eine Auszeit vom hektischen Stadtleben suchen.
Bercy Village ist ein angenehmer Ort für einen Spaziergang in Paris. Hier wechseln die Dekorationen je nach Jahreszeit und sind immer wieder originell. Man findet dort alles: Restaurants, Geschäfte und sogar ein Kino. Ich empfehle euch, auch in der Nähe spazieren zu gehen, wo sehr schöne Grünflächen wie der Parc de Bercy zum Entspannen einladen.