Besuch im Zoo von Vincennes
Zwischen dem 12. Arrondissement von Paris und dem Bois de Vincennes erstreckt sich der 14,5 Hektar große Parc Zoologique de Paris. Er ist vielen Einheimischen besser als Zoo von Vincennes bekannt und gehört zum Muséum national d'histoire naturelle (Nationalmuseum für Naturgeschichte).
Eine Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht
Ursprünglich unterhielt das Naturkundemuseum eine Menagerie im Jardin des plantes. Doch Isidore Geoffroy de Saint-Hilaire, der damalige Museumsdirektor, schlug bereits 1860 vor, eine Außenstelle zu errichten, um das Verhalten der Tiere besser erforschen zu können. Die Krone überließ der Stadt Paris 16 Hektar des Bois de Vincennes, die daraufhin dem Museum zugewiesen wurden.
Das Gelände diente zunächst als Reserve für Pflanzen und Tiere. Da jedoch die finanziellen Mittel fehlten, dauerte es bis 1931, als anlässlich einer Kolonialausstellung ein temporärer Zoo für exotische Tiere eröffnet wurde. Die Ausstellung zählte innerhalb von 6 Monaten 5 Millionen Besucher. Angesichts dieses Erfolgs wurde beschlossen, dort dauerhaft einen zoologischen Garten einzurichten.
Der Park wurde 1932 von dem Geologen Paul Lemoine entworfen. Der Architekt Charles Letrosne ließ sich dabei vom Tierpark Hagenbeck in Hamburg inspirieren, um einen modernen Zoo ohne Käfige zu schaffen. Die offizielle Eröffnung fand am 2. Juni 1934 durch Präsident Albert Lebrun statt.
Ein Neuanfang im Jahr 2014
Im Jahr 2004 sanken die Besucherzahlen rapide und der Park befand sich in einem bedauernswerten Zustand. Nach langwierigen Verhandlungen wurden schließlich die notwendigen Mittel aufgebracht und der Zoo für etwas mehr als 5 Jahre geschlossen. Die Sanierungsarbeiten kosteten 167 Millionen Euro, bevor der Park im April 2014 wieder seine Tore öffnete.
Die 5 Biozonen des Zoo von Vincennes
Der Zoo von Vincennes ist in 5 verschiedene Biozonen unterteilt, die insgesamt 2500 Tiere aus 234 Arten beherbergen.
Bei den Biozonen handelt es sich um Sahel-Sudan, Madagaskar, Europa, Amazonien und Patagonien. Zusätzlich verfügt der Park über eine Voliere mit 2000 m² und ein Tropenhaus mit 4000 m².
Weitere Zonen für Äquatorialafrika und Australien sind bereits in Planung, während Asien und Ozeanien bereits in der Menagerie des Jardin des plantes vertreten sind.
Das Versprechen dieses Tierparks: unberührte Natur direkt vor den Toren der Hauptstadt. Ein ideales Ziel für einen Familienausflug in Paris.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Das ist einer der Zoos, die am nächsten an Paris liegen, und er ist auch der allererste, den ich als Kind entdeckt habe. Ich war seitdem mehrmals dort, und ich muss sagen, dass mein Eindruck gemischt ist. Verglichen mit anderen Parks, vor allem dem Katzenpark in Nesles, ist der Zoo von Vincennes nicht sehr groß. Vor allem haben die Tiere wirklich sehr kleine Gehege, was den Besuch nicht immer angenehm macht. Es gibt jedoch eine schöne Vielfalt an Arten, daher empfehle ich ihn trotzdem.