Das MET, zwei Millionen Werke und 5.000 Jahre Menschheitsgeschichte an der Fifth Avenue
Im Grand Hall empfangen fünf riesige Blumenarrangements, die jede Woche vom Team des Cheffloristen frisch zusammengestellt werden, die Besucher unter den steinernen Gewölben. Der Duft von Lilien mischt sich mit dem gedämpften Geräusch von Schritten auf dem Marmor.
Das Metropolitan Museum of Art wurde 1870 von einer Gruppe aus Finanzleuten, Industriellen und Künstlern gegründet, die den Amerikanern ein Museum bieten wollten, das mit den großen europäischen Institutionen konkurrieren konnte. Es öffnete 1872 seine Tore und ist seitdem stetig gewachsen.
Warum lohnt sich ein Besuch im Metropolitan Museum of Art?
Mit über zwei Millionen Werken, die auf 280 Säle und 17 Abteilungen verteilt sind, deckt dieses Museum eine schwindelerregende Zeitspanne ab. Drei Jahrtausende alte ägyptische Sarkophage stehen hier neben Gemälden von Pollock und Samurai-Rüstungen. Das MET beherbergt zudem die umfangreichste Sammlung griechisch-römischer Antiquitäten außerhalb von Griechenland und Italien, was europäische Besucher häufig überrascht.
Das Eintrittsticket gilt am selben Tag sowohl für das Hauptgebäude an der Fifth Avenue als auch für die Met Cloisters, einen Komplex aus fünf mittelalterlichen europäischen Kreuzgängen, die im Fort Tryon Park im äußersten Norden von Manhattan wiederaufgebaut wurden. Dieser zweite Standort mit Blick auf den Hudson ist für alle, die sich für mittelalterliche Kunst interessieren, allein schon die Reise wert.
Säle und Werke, die man nicht verpassen sollte
Der Tempel von Dendur und die ägyptische Abteilung
Dieser nubische Tempel wurde um 15 v. Chr. unter der Herrschaft von Auguste erbaut und den Vereinigten Staaten 1965 als Dank für die Hilfe bei der Rettung von Monumenten überlassen, die durch den Bau des Assuan-Staudamms bedroht waren. Die 600 Tonnen Sandstein wurden Stück für Stück in einem eigens von den Architekten Kevin Roche und John Dinkeloo entworfenen Flügel wieder aufgebaut, der über eine Glasfront mit Blick auf Central Park und ein lichtreflektierendes Becken verfügt.
Es ist der einzige vollständige ägyptische Tempel der westlichen Hemisphäre. Für eine ungewöhnliche Perspektive empfiehlt sich ein Aufstieg in den zweiten Stock der Abteilung für asiatische Kunst, Saal 232: Von dort aus erscheint der Tempel unter einem, gebadet in natürlichem Licht.
Die Impressionisten und europäische Malerei
Die Säle 800 bis 826 erzählen die Geschichte des Impressionismus mit einer Dichte, die man außerhalb von Frankreich kaum findet. Die Heuschober von Monet, die Tänzerinnen von Degas, das Selbstbildnis mit Strohhut von Van Gogh: Selbst Besucher, die mit Kunstgeschichte weniger vertraut sind, werden diese Bilder wiedererkennen. Etwas weiter entfernt beherbergt Saal 632 mehrere Vermeer-Gemälde, und in Saal 621 hängt die Leugnung des Petrus von Caravaggio.
Der amerikanische Flügel und die Period Rooms
Der Charles Engelhard Court, ein riesiges Atrium mit Oberlicht, präsentiert monumentale Skulpturen. Ringsherum wurden ganze Räume originalgetreu wieder aufgebaut: ein Wohnzimmer, das Frank Lloyd Wright für die Familie Little entwarf, ein Interieur aus der Kolonialzeit oder ein Schlafzimmer aus der Ära der frühen Republik. Die Sammlung von Buntglasfenstern von Louis Comfort Tiffany ist sehenswert, insbesondere das große Paneel Autumn Landscape.
Weniger bekannte Orte für ein besonderes Erlebnis
Der Astor Court im zweiten Stock bildet einen chinesischen Gelehrtengarten der Ming-Dynastie nach. Mit seinen Wasserbecken, skulptierten Felsen und durchbrochenen Holzwänden bietet er eine wohltuende Stille nach dem Trubel der großen Galerien. In den Sälen für islamische Kunst beeindruckt das Damaskus-Zimmer mit seinen bemalten Holztäfelungen aus dem osmanischen 18. Jahrhundert, die den Salon eines wohlhabenden syrischen Kaufmanns nachbilden.
Auch die Abteilung für Waffen und Rüstungen fasziniert Besucher, die sonst wenig mit Kunst am Hut haben. Komplette Turnierrüstungen, mit Gold verzierte Musketen und japanische Katanas stehen hier beieinander. Bei Kindern ist dieser Bereich besonders beliebt.
Tipp vom Experten: Kommen Sie unter der Woche direkt zur Öffnung um 10:00 Uhr. Am Vormittag sind die großen Säle fast leer. Lassen Sie Rucksäcke am besten im Hotel, um die Schlange an der Garderobe zu umgehen, und markieren Sie sich die gewünschten Werke vorab auf der offiziellen Website: Dort ist jedes Objekt mit einer Saalnummer verzeichnet.
Die Nocturnes am Freitag und Samstag
Freitags und samstags bleibt das Museum bis 21:00 Uhr geöffnet. Die Atmosphäre wandelt sich am späten Abend grundlegend. Das Licht in den verglasten Galerien nimmt ab, die Menschenmengen schrumpfen und die Balcony Bar mit Blick auf den Grand Hall serviert Wein und Cocktails mit Aussicht auf die Säulen und das Treiben unter einem. Es ist die beste Zeit, um die Säle der europäischen Malerei in einer seltenen Ruhe zu durchschreiten.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich habe den Besuch dieses Museums wirklich geliebt, es ist sehr umfassend. Ihr findet dort sehr alte Werke aus der ägyptischen Zeit bis hin zu zeitgenössischen Exponaten. Künstler aus der ganzen Welt sind vertreten, darunter auch französische Maler wie Monet. Das Museum kam mir riesig vor. Ihr werdet mindestens 3 bis 4 Stunden brauchen, um es zu erkunden. Als Bonus ist die Aussicht wirklich top mit einem schönen Panorama auf den Central Park.