Besuch der Neue Galerie
In der Upper East Side von New York verbirgt sich ein besonderes Kunstmuseum, das sich ausschließlich Werken aus Deutschland und Österreich aus dem frühen 20. Jahrhundert widmet.
Geschichte
Das Gebäude der Neue Galerie wurde 1914 von den Architekten Carrère & Hastings entworfen. Es liegt auf der Insel Manhattan in unmittelbarer Nähe zum Central Park und profitiert von einer erstklassigen Lage in einem kulturell geprägten Viertel. Es befindet sich direkt an der Museum Mile, eingebettet zwischen dem Solomon R. Guggenheim Museum und dem Metropolitan Museum of Art. Das Bauwerk steht unter dem Schutz der New York Landmarks Commission (New Yorker Denkmalschutzbehörde) und gilt als eines der schönsten Häuser an der Fifth Avenue.
Als der Milliardär Ronald S. Lauder, Sohn von Estée Lauder, und sein Freund, der Galerist Serge Sabarsky, das Gebäude 1994 erwarben, ließen sie es von der deutschen Architektin Annabelle Selldorf umfassend restaurieren. Trotz des Todes von Serge Sabarsky im Jahr 1996 setzte Lauder ihr gemeinsames Ziel fort, bedeutende deutsche und österreichische Werke des Expressionismus zusammenzutragen. Dabei investierte er unter anderem 135 Millionen USD (ca. 125 Millionen Euro) in ein einziges Gemälde von Gustav Klimt. Im Jahr 2001 öffnete die Galerie schließlich ihre Türen für die Öffentlichkeit.
Die Neue Galerie
Die Sammlung der Neuen Galerie umfasst zahlreiche Exponate aus der Zeit von 1890 bis 1940. Sie beinhaltet Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Fotografien sowie verschiedene kunstgewerbliche Objekte aus Deutschland und Österreich.
Im Zentrum der österreichischen Abteilung ist das Portrait d’Adèle Bloch-Bauer von Gustav Klimt das unbestrittene Highlight. Das Werk ist ein Paradebeispiel für diese Epoche und besticht durch die Kombination von Ölmalerei und Blattgold.
Insgesamt sind Arbeiten von mehr als 40 Künstlern ausgestellt, die die künstlerische Vielfalt dieser Zeit illustrieren.
Der Besuch lässt sich ideal mit einem Aufenthalt im Café Sabarsky oder im Café Fledermaus abrunden, die das Ambiente der Wiener Kaffeehauskultur des frühen 20. Jahrhunderts authentisch nachempfinden.
Eine Galerie abseits der üblichen Pfade in einem außergewöhnlichen Gebäude, die für Kunstinteressierte ein lohnendes Ziel darstellt.
Das ist ein kleines Herrenhaus, eingezwängt zwischen beeindruckenderen Gebäuden. Sobald man eintritt, fühlt man sich in das frühe 20. Jahrhundert zurückversetzt, denn das Dekor hat sich seit 1911 kaum verändert.
Hier werden Abendessen, Aufführungen und Zeremonien veranstaltet, was dem Ort einen nützlichen Charme verleiht.
Zudem findet man dort zahlreiche Zeugnisse des irischen Erbes der Stadt New York.
Eine exzellente Überraschung.