Den Hafen von Heraklion besuchen
Der Hafen von Heraklion ist der größte und zugleich dynamischste Knotenpunkt Kretas. Hier legen die Fähren aus Athen an, und von hier aus starten die Verbindungen zu den Kykladen und dem Dodekanes. Er bildet das Herz der Stadt. Manche Besucher schätzen ihn für seine Authentizität, andere für die Aussicht, und die Atmosphäre dort weiß jeder zu genießen. Bereits in der hellenistischen Zeit war der Hafen von strategischer Bedeutung und zog aufgrund seiner idealen Lage für den Handel zahlreiche Angreifer an. Seit 961 sicherte er den Austausch im Mittelmeerraum und eine florierende Wirtschaft. Seine heutige Form erhielt er im 17. Jahrhundert durch die Venezianer. Er liegt ganz in der Nähe des Stadtzentrums und ist über eine Fußgängerzone leicht erreichbar. Ein Spaziergang dorthin ist nicht nur unkompliziert, sondern auch einer der malerischsten der Stadt.
Venezianische Architektur als Kulisse
Der Hafen spiegelt das für Heraklion so typische Stadtbild wider, das mit einem Fuß in der Vergangenheit und mit dem anderen in der Moderne steht. Er ist in zwei Bereiche unterteilt: den alten venezianischen Hafen und das moderne Transportterminal. Während Letzteres mit seiner modernen Infrastruktur für den Fährverkehr und den Frachtumschlag sehr geschäftig ist, bietet der alte Bereich ein völlig anderes Bild. Hier legen kleine Fischerboote an und ab oder Freizeitkapitäne machen ihre Boote fest. Diese Marina hat Charakter, und ihre Kulisse wird durch imposante Bauwerke aufgewertet. Der Schutz des Hafens war zu jeder Zeit das wichtigste Anliegen. Etwa 300 Meter entfernt thront die Festung Koules, ein venezianischer Bau aus dem Jahr 1540, über den Riffen. Auch das Arsenal mit seinen markanten Bögen und die alten Stadtmauern prägen das Bild. Die dort ansässigen Restaurants könnten sich keinen schöneren Rahmen wünschen und servieren in dieser beeindruckenden Umgebung oft den Fang des Tages.
Ich fand diesen Hafen viel besser organisiert als den auf Santorin. Er ist sehr praktisch und man findet sich ziemlich leicht zurecht. Es gibt jeden Tag zahlreiche Verbindungen zu anderen Inseln, was es einem ermöglicht, ohne große Schwierigkeiten herumzukommen.