Pulteney Bridge à Bath

Was tun in Bath: die schönsten Aktivitäten & Highlights 2026

Bath, wo schon die Römer entspannten

Es ist 8:00 Uhr morgens und die ersten Dampfschwaden steigen aus den Thermalquellen auf. In dieser Stadt im Südwesten von England sprudelt das Wasser bereits seit Jahrtausenden aus der Erde. Jeden Tag gelangen eine Million Liter heißes Wasser mit einer Temperatur von 46°C an die Oberfläche.

Schon die Kelten verehrten diese Quellen und weihten sie der Göttin Sulis. Die pragmatischen Römer errichteten um das Jahr 70 ein prachtvolles Thermenareal darum. Der heutige Name der Stadt ist für einen englischen Kurort wohl kaum treffender zu wählen.

Bath: Liebe auf den ersten Blick

Wenn du einen Kurztrip ab London suchst, der überschaubar ist, elegante Architektur bietet und ein echtes Gespür für Geschichte vermittelt, dann ist Bath genau richtig. Die gesamte Stadt gehört zum UNESCO-Welterbe, eine seltene Auszeichnung für einen britischen Ort. Man ist hier entspannt zu Fuß unterwegs, trifft an jeder Straßenecke auf honigfarbene georgianische Fassaden und genießt eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Lebensart und diskreter Eleganz pendelt.

Dieses Ziel begeistert Geschichtsfans, Verehrer von Jane Austen, die hier fünf Jahre lebte, und Anhänger der Serie Bridgerton, für die viele Szenen in den Straßen der Stadt gedreht wurden. Paare auf der Suche nach Romantik und Familien kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Wer allerdings ein aufregendes Nachtleben oder Strände sucht, ist hier falsch. Bath ist ein Ort der Kontemplation, keine Party-Destination.

Ein angemessenes Budget

Plane mit etwa 100 bis 150 GBP (ca. 120-180 Euro) pro Tag für zwei Personen, inklusive einer soliden Unterkunft, Verpflegung und einer Hauptaktivität. Der Eintritt zu den Thermes romaines kostet wochentags etwa 20 GBP (ca. 24 Euro) und ein zweistündiger Aufenthalt im modernen Thermae Bath Spa schlägt mit 42 bis 48 GBP (ca. 50-58 Euro) zu Buche. In den Pubs lässt es sich für 15-20 GBP (ca. 18-24 Euro) pro Person ordentlich essen.

Das historische Zentrum: Zwischen römischen Spuren und georgianischer Eleganz

Das Stadtzentrum konzentriert sich rund um die Abbaye de Bath und die römischen Bäder. Diese antiken Anlagen zählen zu den am besten erhaltenen römischen Überresten im Vereinigten Königreich. Ein Audioguide ist in der Eintrittskarte enthalten und führt durch die verschiedenen Becken, den Minerva-Sulis-Tempel und zu zahlreichen Fundstücken der Ausgrabungen. Plane mindestens zwei Stunden Zeit ein.

Direkt daneben diente die Pump Room als Treffpunkt der georgianischen High Society. Hier trank man das Thermalwasser, dem Heilkräfte für alle Leiden nachgesagt wurden. Du kannst das eisenhaltige Wasser heute noch selbst probieren. Der Teesalon serviert zudem einen klassischen Afternoon Tea in prunkvollem Ambiente mit Live-Musik.

Tipp vom Experten: Komm am besten direkt um 9:00 Uhr zur Öffnung zu den römischen Bädern, um den Andrang zu vermeiden. Im Sommer gibt es abendliche Führungen bei Fackelschein, eine unvergleichliche Stimmung.

Der georgianische Bogen: Vom Circus zum Royal Crescent

Gehe in Richtung Norden, um die architektonischen Meisterwerke des 18. Jahrhunderts zu entdecken. Der Circus ist ein perfekter Kreis aus Reihenhäusern, inspiriert vom Kolosseum in Rom. John Wood der Ältere entwarf diesen beeindruckenden Komplex, den sein Sohn vollendete. Die drei konzentrischen Arkadenreihen erzeugen eine bemerkenswerte theatralische Wirkung.

Nur wenige Schritte entfernt breitet sich der Royal Crescent mit seiner majestätischen Kurve aus dreißig georgianischen Häusern vor einer weitläufigen Rasenfläche aus. Die Fassaden aus Bath-Stone, einem lokalen Kalkstein in Goldtönen, wirken je nach Lichteinfall völlig anders. Das n°1 Royal Crescent kann besichtigt werden und zeigt den Alltag einer wohlhabenden Familie jener Zeit. Der angrenzende Victoria Park ist ideal für eine kurze Pause im Grünen.

Die Ufer der Avon und das Handwerkerviertel

Die Pulteney Bridge überspannt den Fluss Avon seit 1774. Ihre Architektur ist vom Ponte Vecchio in Florenz inspiriert und noch immer befinden sich Läden auf beiden Seiten der Brücke. Viele Besucher merken gar nicht, dass sie eine Brücke überqueren, weil die Geschäfte so sehr die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Geh hinunter zum Wasser, um das hufeisenförmige Wehr zu bewundern und das klassische Postkartenfoto von Bath zu machen.

Das Viertel um die Walcot Street wird auch als Handwerkerviertel bezeichnet und beherbergt Antiquitätenläden, unabhängige Boutiquen und moderne Cafés. Am Samstagmorgen lockt der Flohmarkt der Green Park Station Schnäppchenjäger unter die Gewölbe des ehemaligen viktorianischen Bahnhofs. Halte entlang der The Paragon zudem Ausschau nach den grotesken Steinfratzen, einer Reihe mythologischer Figuren und lokaler Charaktere.

Tipp vom Experten: Das Beazer Garden Maze versteckt sich direkt unterhalb der Pulteney Bridge. Dieses Mosaik-Labyrinth erzählt die Geschichte von Bath mit 92.000 Marmorstücken. Nur wenige Besucher verirren sich hierher.

Baden im 21. Jahrhundert

In den römischen Bädern darf man nicht baden. Wer in den heißen Quellen entspannen will, besucht das Thermae Bath Spa, das einzige natürliche Thermalbad im Vereinigten Königreich. Der Pool auf dem Dach bietet einen Panoramablick über die Dächer von Bath, Dampf inklusive. Die zweistündige Basis-Session umfasst den Zugang zum Minerva-Becken, den aromatischen Dampfbädern und dem berühmten Außenpool.

Das Wasser sprudelt mit 45°C aus der Quelle und wird auf angenehme 33 bis 35°C abgekühlt. Bei kühlem oder regnerischem Wetter ist der Kontrast zwischen der frischen Luft und dem warmen Wasser fast irreal. Reserviere für das Wochenende unbedingt im Voraus. Das intimere Cross Bath bietet private Sitzungen in einem historischen Becken auf einer einst heiligen keltischen Stätte.

Wo kann man in Bath essen und trinken?

Die lokale Gastronomieszene hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. The Olive Tree, das einzige Michelin-Sterne-Restaurant der Stadt, bietet raffinierte zeitgenössische britische Küche. Für ein besonderes Erlebnis serviert das Menu Gordon Jones ein Überraschungsmenü, bei dem der Küchenchef alles entscheidet. Reservierungen sind hier mehrere Wochen im Voraus notwendig.

Bei den Klassikern darf das Sally Lunn Bun bei Sally Lunn's nicht fehlen, einem der ältesten Häuser von Bath aus dem Jahr 1482. Das lokale Brioche-Brot wird süß oder herzhaft serviert. The Scallop Shell verwöhnt Fischliebhaber mit absolut frischer Ware. Vegetarier steuern OAK an, ein vegetarisches Restaurant in einem der ältesten Gebäude der Stadt. Die Green Park Brasserie in der alten Bahnhofshalle bietet an vier Abenden pro Woche kostenlose Jazzkonzerte.

Wo übernachtet man in Bath und Umgebung?

Das Stadtzentrum ist das Herz der Hotelszene, von charmanten Unterkünften bis hin zu Luxushäusern. Das Viertel um die Great Pulteney Street ist ein guter Kompromiss zwischen Ruhe und Nähe zu den Sehenswürdigkeiten. Wer ein kleineres Budget hat, findet in den B&B-Pensionen rund um die Wells Road oder im Oldfield Park etwas außerhalb gute Optionen, die dennoch gut angebunden sind.

Für ein unvergessliches Erlebnis belegt das Royal Crescent Hotel zwei Häuser des berühmten Crescent. The Pig near Bath kombiniert nur wenige Kilometer entfernt ländlichen Charme mit einer regionalen Küche aus dem eigenen Garten. Bei längeren Aufenthalten ist die Stadt zudem ein idealer Ausgangspunkt, um die nahegelegenen Cotswolds zu erkunden.

Anreise und Fortbewegung in Bath

Von Londres Paddington erreicht der Great Western Railway den Bahnhof Bath Spa in etwa 1:30 Stunden. Tickets im Voraus kosten ab etwa 20 GBP (ca. 24 Euro). Der Bahnhof liegt zehn Gehminuten vom Zentrum entfernt. Mit dem Auto aus der Hauptstadt dauert die Fahrt über die M4 und A46 rund 2:30 Stunden. Parkplätze im Zentrum sind kostenpflichtig und begrenzt. Die drei Park & Ride-Plätze am Stadtrand sind eine günstige Alternative.

Der Flughafen Bristol liegt 30 km entfernt. Der Air Decker-Bus verbindet den Flughafen in 45 Minuten für etwa 14 GBP (ca. 17 Euro) mit Bath. Von Paris aus ist l'Eurostar bis London und der anschließende Zug nach Bath die praktischste Wahl, mit einer gesamten Reisezeit von etwa 4:30 Stunden. Vor Ort ist alles zu Fuß erreichbar. Da Bath in einer hügeligen Gegend liegt, solltest du bequeme Schuhe einpacken.

Wann ist die beste Reisezeit?

Frühling und Herbst bieten den besten Kompromiss zwischen angenehmem Wetter und moderaten Besucherzahlen. Besonders Mai, Juni und September sind empfehlenswert. Im Sommer ist es voll und die Preise ziehen an. Der Bath Christmas Market verwandelt die Stadt im Dezember mit über 200 Ständen rund um die Abtei in eine magische Kulisse, wenn auch der Trubel groß ist. Das Jane Austen Festival belebt die Stadt jeden September mit historischen Kostümparaden und literarischen Veranstaltungen.

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Auf den Spuren von Jane Austen

Ich habe ein sehr schönes Wochenende in Bath verbracht, nachdem ich den Zug von London genommen hatte. Die Stadt ist berühmt für ihre Abtei und die römischen Bäder, die beide sehr gut erhalten sind. Aber ich habe es auch sehr genossen, durch die Innenstadt zu schlendern. Man findet dort viele hübsche Läden, Märkte, wie den erstaunlichen Bath Guildhall Market, und köstliche Teesalons. Als großer Fan von Jane Austen durfte ich natürlich nicht versäumen, das The Jane Austen Centre zu besuchen, das einen guten Einblick in das Werk der Autorin bietet, mit Kostümen, Objekten und Gemälden. Allerdings war ich von dem Inhalt ein wenig enttäuscht, da er doch recht spärlich ausfällt. Ich empfehle euch, mit vorheriger Reservierung während des Jane Austen Festivals vorbeizuschauen, das Mitte September stattfindet. Englische Regency-Stimmung garantiert!

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Bezaubernde Stadt

Ich fand die Stadt Bath ziemlich charmant und angenehm. Sie beherbergt sehr gut erhaltene antike Überreste. Ich kann euch einen Besuch nur wärmstens empfehlen, besonders wenn ihr wie ich diese Geschichtsepoche liebt. Das Stadtzentrum ist lebendig und quirlig. Es gibt dort zahlreiche Geschäfte und Restaurants.

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