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Was tun in Saudi-Arabien: die schönsten Sehenswürdigkeiten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Saudi-Arabien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die schönste Stadt in Saudi-Arabien

#1 Riad

Riad sprengt alle Erwartungen. Hinter den futuristischen Wolkenkratzern des King Abdullah Financial District verbergen sich die ockerfarbenen Gassen von Diriyah, dem historischen Ursprung der saudischen Dynastie und UNESCO-Welterbe. Die Hauptstadt fasziniert durch ihre Gegensätze, von Kamelmärkten bis hin zu gigantischen Einkaufszentren, zwischen gelebtem Konservatismus und enormen Ambitionen. Eine Metropole im Umbruch, die neugierige Reisende belohnt, die bereit sind, hinter die Kulissen zu blicken.

Die von der Redaktion ausgewählte Aktivität in Saudi-Arabien

#1 Al-Haram-Moschee (Mekka) +1 Empf. 5/5

Die Al-Haram-Moschee in Mekka ist das heiligste Heiligtum des Islam und umschließt die Kaaba, den zentralen Gebetspunkt für Muslime weltweit. Millionen Gläubige besuchen diesen Ort, besonders während des Hajj und Ramadan. Die Architektur vereint Tradition mit Moderne. Wichtig für Reisende: Die Stadt Mekka und die Moschee sind ausschließlich Muslimen vorbehalten.

Saudi-Arabien, der Riese, der aus dem Schatten tritt

Der rote Sand von AlUla knirscht unter deinen Füßen. Vor dir ragen nabatäische Gräber auf, die vor zwei Jahrtausenden direkt in den Fels gehauen wurden. Sie sind ebenso beeindruckend wie die von Petra, doch hier bleibst du von den Menschenmassen verschont. Willkommen in Saudi-Arabien, einem Land, das viermal so groß ist wie Deutschland und sich seit 2019 für den Tourismus öffnet. Hier stehen die futuristischen Wolkenkratzer von Riyad neben jahrtausendealten Oasen. Die unberührten Korallenriffe am Roten Meer konkurrieren mit denen der Malediven, und die lokale Gastfreundschaft wird dich durch ihre Großzügigkeit überraschen.

Ein Königreich, das nicht für jeden geeignet ist

Dieses Land fasziniert und wirft gleichermaßen Fragen auf. Wenn du von archäologischen Stätten ohne Massentourismus, Tauchgängen in kristallklarem Wasser oder spektakulären Wüstenrouten träumst, wirst du hier fündig. Wer Lust auf Abenteuer, Roadtrips und den authentischen Kontakt zur Bevölkerung hat, findet hier ein außergewöhnliches Terrain. Die Saudis begegnen ausländischen Besuchern mit einer wohlwollenden Neugier und praktizieren eine aufrichtige Gastfreundschaft, bei der dir spontan arabischer Kaffee und Datteln angeboten werden. Diese Reise ist jedoch nicht für jeden das Richtige. Alkohol ist im gesamten Land streng verboten, dies gilt auch für internationale Hotels. Öffentliche Zuneigungsbekundungen sind untersagt. Die LGBTQ+ Community muss wissen, dass Homosexualität schwer bestraft wird. Das Land bleibt trotz der jüngsten Reformen konservativ, und die touristische Infrastruktur ist außerhalb der großen Städte noch begrenzt. Wenn du ein Partyziel suchst oder die extreme Hitze schlecht verträgst, solltest du dich für ein anderes Reiseziel entscheiden.

Können Frauen alleine durch Saudi-Arabien reisen?

Die Antwort lautet ja. Seit 2019 benötigen Frauen keinen männlichen Vormund mehr, um im Land zu reisen. Die schwarze Abaya ist für ausländische Touristinnen nicht mehr vorgeschrieben. Eine dezente Kleidung wird jedoch erwartet: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und die Kleidung sollte nicht zu eng anliegen. In Großstädten wie Jeddah oder in AlUla wandeln sich die Gewohnheiten rasch. Alleinreisende Frauen berichten meist von positiven Erlebnissen, bei denen Respekt und Neugier der Einheimischen im Vordergrund stehen, nicht Belästigung. Bei religiösen Stätten wie den für Besucher zugänglichen Moscheen ist ein Kopftuch erforderlich.

Mekka und Medina: Für Nicht-Muslime gesperrt

Das ist ein nicht verhandelbarer Punkt. Mekka und Medina, die beiden heiligen Städte des Islam, bleiben für Nicht-Muslime streng verboten. An den Stadteingängen finden Kontrollen statt. Plane deine Route dementsprechend.

Ein Budget, das ernsthaft geplant werden muss

Saudi-Arabien ist kein günstiges Reiseland. Rechne mit 50 bis 80 Euro pro Tag bei einem moderaten Budget: Unterkünfte in vernünftigen Hotels kosten zwischen 40 und 100 Euro pro Nacht, lokale Mahlzeiten 3 bis 10 Euro und Eintritte für Sehenswürdigkeiten 5 bis 25 Euro. Das E-Visum kostet rund 120 Euro und beinhaltet eine Basisversicherung. Die Entfernungen machen oft Inlandsflüge oder einen Mietwagen erforderlich, was die Reisekosten in die Höhe treibt.

Archäologische Schätze, die mit Petra wetteifern

AlUla ist das touristische Juwel des Landes. In diesem Tal im Nordwesten liegt Hegra, die erste saudische UNESCO-Welterbestätte. Mehr als 110 monumentale Gräber, die von den Nabatäern im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in den Sandstein gemeißelt wurden, erheben sich in der Wüste. Dieselben Handwerker bauten auch Petra in Jordanien, doch Hegra empfängt nur einen Bruchteil der Besucher. Die mit Säulen und Grabfriesen verzierten Fassaden erzählen die Geschichte einer Handelszivilisation, die die Weihrauchstraßen kontrollierte. Die Besichtigung von Hegra ist nur im Rahmen einer geführten Tour möglich, entweder im klimatisierten Bus oder für ein intensiveres Erlebnis im Oldtimer-Land-Rover. Die Preise starten bei 95 SAR (ca. 24 Euro). Heißluftballonfahrten über das Gelände bei Sonnenaufgang sind ein unvergesslicher, wenn auch kostspieliger Moment. Neben Hegra bietet AlUla eine verlassene Altstadt aus Lehmziegeln, den Elephant Rock, der wie ein riesiger Dickhäuter geformt ist, und Jabal Ikmah, eine Bibliothek unter freiem Himmel mit tausenden antiken Inschriften.

Geheimtipp: Buche deine Besichtigungen über die offizielle Website Experience AlUla mehrere Wochen im Voraus, besonders für den Zeitraum zwischen Dezember und März. Die Plätze sind schnell vergeben.

Diriyah und die Wiege des Königreichs

Vor den Toren von Riyad zeugt das Viertel At-Turaif in Diriyah von der Entstehung des modernen Saudi-Arabiens. Diese UNESCO-Stätte präsentiert die restaurierten Ruinen der ersten saudischen Hauptstadt mit Palästen und Moscheen aus Lehmziegeln. Das Areal ist Teil eines großen Sanierungsprojekts und beherbergt auf der Terrasse von Bujairi mittlerweile gehobene Restaurants und Kulturflächen.

Die Küsten des Roten Meeres, das bestgehütete Geheimnis des Nahen Ostens

Vergiss Sharm el-Sheikh und die Touristenmassen. Die saudische Küste am Roten Meer ist weitgehend unberührt, mit intakten Korallenriffen und einer Unterwassersicht von bis zu 40 Metern. Umluj, oft als die Malediven Arabiens bezeichnet, bietet einen Archipel aus über 100 Inseln mit türkisfarbenem Wasser und weißem Sand. Taucher und Schnorchler entdecken hier über 300 Korallenarten und 1200 Fischarten, von denen einige nur im Roten Meer vorkommen. Die Infrastruktur ist im Vergleich zu etablierten Badeorten noch einfach. Genau das macht den Charme aus. Touristische Fähren sind im Gebiet des Red Sea Project verboten, was den Stränden eine absolute Ruhe verleiht. Bootsausflüge zu Inseln wie Jabal Hassan ermöglichen es, mit Schildkröten zu schwimmen, Seekühe zu beobachten und manchmal sogar Delfine zu sehen. Erfahrene Taucher werden die Wracks und Steilwände bei Al Wajh zu schätzen wissen. Yanbu und Jeddah verfügen über etablierte Tauchzentren für alle, die eine besser organisierte Struktur bevorzugen. Die Corniche in Jeddah bietet am Abend, wenn die Hitze nachlässt, einen angenehmen Spaziergang.

Jeddah, das Tor zum Meer

Kosmopolitischer und entspannter als Riyad, überzeugt Jeddah durch eine weniger starre Atmosphäre. Das historische Viertel Al-Balad ist einen halben Tag zum Flanieren wert. Die Korallenhäuser mit ihren geschnitzten Holzbalkonen, bekannt als Mashrabiyas, bilden ein fotogenes Labyrinth, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Gewürz- und Stoffhändler führen hier eine jahrhundertealte Handelstradition fort. Die moderne Stadt präsentiert sich mit Wolkenkratzern, klimatisierten Einkaufszentren und Restaurants aus aller Welt. Hier sind die Kleidungsvorschriften am lockersten. Saudi-arabische Frauen genießen hier im Vergleich zum Rest des Landes eine relative Freiheit. Die neugestaltete Uferpromenade lädt dazu ein, am späten Nachmittag die Meeresbrise zu genießen.

Die Wüste und ihre schwindelerregenden Klippen

Nur eine Autostunde von Riyad entfernt bietet die Stätte Jebel Fihrayn, besser bekannt als Edge of the World, ein beeindruckendes Panorama. Diese 300 Meter hohe Klippe überblickt einen Canyon, der sich bis zum Horizont erstreckt und ein Überbleibsel eines alten Meeresbodens ist. Der Zugang erfordert einen Allradantrieb und idealerweise einen lokalen Guide. Der Sonnenuntergang sorgt dort für unwirkliche Lichtstimmungen. Die Wüste Rub al-Khali, das Leere Viertel, ist das größte zusammenhängende Sandgebiet der Welt. Ihre roten und orangen Dünen erstrecken sich über hunderte Kilometer. Einige Camps bieten Übernachtungen unter dem Sternenhimmel nach beduinischer Tradition an. Das Erlebnis ist rustikal, aber unvergesslich für alle, die die totale Isolation suchen. Im Süden bilden die Region Asir und ihre grünen Berge einen Kontrast zum Wüstenimage des Landes. Abha und Taif bieten selbst im Sommer milde Temperaturen, Dörfer mit bunter Architektur und eine überraschende Vegetation. Wilde Paviane kreuzen dort gelegentlich den Weg der Besucher.

Saudi-Arabien auf dem Teller: Großzügigkeit und Gewürze

Kabsa regiert als unangefochtener König auf saudischen Tischen. Dieses Nationalgericht kombiniert Langkornreis mit Kardamom, Zimt, Kreuzkümmel und getrockneter Zitrone, garniert mit geschmortem Fleisch. Ob Huhn oder Lamm, die Portionen sind großzügig und werden auf riesigen Platten zum Teilen serviert. In traditionellen Restaurants sitzt man auf Bodenkissen und isst mit der rechten Hand. Die Saudis sind die größten Geflügelkonsumenten der Welt, und das Kabsa erklärt diese Statistik zum Teil. Mandi, der jemenitische Cousin des Kabsa, zeichnet sich durch die langsame Garung in einem Erdofen aus, die dem Fleisch eine unvergleichliche Zartheit verleiht. Mezze begleiten oft die Mahlzeiten: Hummus, Falafel und gefüllte Weinblätter. Datteln sind allgegenwärtig und in dutzenden Sorten erhältlich. Der arabische Kaffee, mit Kardamom gewürzt und in kleinen Tassen ohne Henkel serviert, gehört zu jeder Begegnung dazu. Ihn abzulehnen gilt als unhöflich. Für den kleinen Geldbeutel servieren einfache Restaurants Reis mit Huhn für 8 bis 15 SAR (ca. 2 bis 4 Euro). Streetfood gibt es zwar, ist aber weniger verbreitet als anderswo im Nahen Osten.

Wann ist die beste Reisezeit für Saudi-Arabien?

Das ideale Zeitfenster reicht von November bis März. Die Temperaturen liegen in den meisten Regionen zwischen 20 und 28 Grad, was die Erkundung sehr angenehm macht. Die Nächte in der Wüste können jedoch kühl sein, also pack eine Jacke ein. Dies ist auch die touristische Hochsaison mit kulturellen Veranstaltungen wie Winter at Tantora in AlUla oder den Festivals in Riyad. Der Sommer, von Mai bis September, bringt eine erdrückende Hitze mit sich, die regelmäßig die 45-Grad-Marke überschreitet. Nur die Bergregionen im Südwesten wie Abha bleiben erträglich. Der Ramadan, dessen Daten sich jedes Jahr verschieben, erschwert das Reisen: Restaurants schließen tagsüber und der Lebensrhythmus kehrt sich um. Wenn du diese spirituelle Erfahrung nicht bewusst suchen willst, solltest du diese Zeit meiden.

Wie kommt man nach Saudi-Arabien?

Saudia, die nationale Fluggesellschaft, bietet Direktflüge von Paris nach Riyad und Jeddah an. Die Flugzeit beträgt etwa 6 Stunden. Air France bedient diese Ziele ebenfalls. Die Golf-Airlines wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad bieten Verbindungen über ihre jeweiligen Drehkreuze an, oft zu wettbewerbsfähigen Preisen. Im Winter gibt es zudem Direktflüge von Paris nach AlUla. Rechne mit 400 bis 800 Euro für einen Hin- und Rückflug, je nach Saison und Buchungszeitpunkt. Billigflieger wie Wizz Air fliegen Jeddah und Riyad von einigen europäischen Städten aus an, ihre Zuverlässigkeit lässt jedoch manchmal zu wünschen übrig. Das E-Visum erhältst du online auf der offiziellen Website Visit Saudi innerhalb weniger Tage. Es kostet etwa 120 Euro, beinhaltet eine Versicherung und ermöglicht mehrmalige Einreisen für ein Jahr bei einer maximalen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen. Deutsche Staatsangehörige gehören zu den anspruchsberechtigten Nationalitäten.

Wie bewegt man sich in Saudi-Arabien fort?

Die riesigen Entfernungen machen Inlandsflüge notwendig, um die großen Regionen miteinander zu verbinden. Saudia, Flynas und Flyadeal decken das Gebiet mit vernünftigen Tarifen ab. Die Strecke Riyad-AlUla dauert 1,5 Stunden mit dem Flugzeug, während man mit dem Auto 12 Stunden unterwegs wäre. Ein Mietwagen bietet die Freiheit, das Land im eigenen Tempo zu erkunden. Die Hauptstraßen sind exzellent und gut ausgeschildert. Kraftstoff kostet nur einen Bruchteil des europäischen Preises. Budget, Lumi und internationale Agenturen sind an den Flughäfen vertreten. Achtung: Die Kilometerzahl ist in den Mietverträgen oft begrenzt, verhandle dies vor der Unterschrift. Der saudische Fahrstil kann durch seine Kühnheit überraschen. SAPTCO-Busse verbinden die großen Städte kostengünstig, mit der Möglichkeit zur Online-Reservierung. Das Schienennetz steckt noch in den Kinderschuhen. In den Städten funktionieren Careem und Uber einwandfrei und ersparen Preisverhandlungen mit traditionellen Taxis. Die öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten entwickeln sich nur langsam, insbesondere die Metro in Riyad, die sich noch im Bau befindet.

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