Rangun besuchen
Als wirtschaftliches Zentrum von Myanmar, das auch als Birma bekannt ist, beherbergt Rangun rund 4,5 Millionen Einwohner. Im Jahr 2005 verlegte die damals regierende Militärjunta die politische Hauptstadt landeinwärts nach Naypyidaw, doch Rangun blieb das wichtigste Reiseziel des Landes. Die Stadt wurde im 6. Jahrhundert von den Môns unter dem Namen Dagon gegründet. Im Jahr 1755 eroberte der birmanische König Alaungpaya, der maßgeblich an der Wiedervereinigung weiter Teile Birmas im 18. Jahrhundert beteiligt war, das Gebiet. Im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Metropolen wirkt Rangun fast kleinstädtisch und ist von der oft chaotischen Stadterweiterung weitgehend verschont geblieben, auch wenn die Entwicklung, insbesondere durch chinesische Einflüsse, derzeit stark an Tempo zunimmt.
Buddhistische Kultstätten in Rangun
Die Shwedagon-Pagode ist das unbestrittene Wahrzeichen von Rangun. Auf dem Hügel Singuttara gelegen, prägt ihre imposante, mit Gold und Silber überzogene Silhouette das Stadtbild. Sie gilt als heiligste buddhistische Stätte des ganzen Landes; der Legende nach werden hier Reliquien von vier früheren Buddhas aufbewahrt. Über die Jahrhunderte wurde das Heiligtum von verschiedenen birmanischen Monarchen immer wieder erweitert und prächtig ausgestattet. Der höchste Stupa erreicht heute eine Höhe von 100 Metern.
Die Sule-Pagode ist eine weitere ikonische Kultstätte in Rangun. Sie ist etwa 2000 Jahre alt und fällt durch ihren charakteristischen oktogonalen Grundriss auf. Da sie mitten im Stadtzentrum auf einem Kreisverkehr thront, wird sie oft als das Bauwerk bezeichnet, das man ständig umrundet, und dient zudem als offizieller Nullpunkt für Entfernungsangaben im Norden des Landes.
Buddha-Statuen prägen das Bild in vielen Vierteln Ranguns. Die eindrucksvollste ist zweifellos die im Paya Chaukhtatgyi, ein 66 Meter langer, mit Blattgold verzierter liegender Buddha. In unmittelbarer Nähe lohnt sich zudem ein Besuch der Ngarhtatgyi-Pagode mit ihrer 14 Meter hohen sitzenden Buddha-Statue.
Koloniales Erbe und erhaltene Architektur
Ein Spaziergang durch das Stadtzentrum offenbart einige der am besten erhaltenen Kolonialbauten in ganz Südostasien. Leg einen Stopp am Bogyoke-Markt ein, der in einem 1926 von den Briten errichteten Gebäude untergebracht ist und als einer der schönsten und größten überdachten Märkte der Stadt gilt.
Nicht weit vom Zentrum entfernt bietet der Kandawgyi-See ein völlig anderes Bild. Auf dem 8 Kilometer langen Uferweg lässt es sich wunderbar flanieren, während man immer wieder den Blick auf die Shwedagon-Pagode genießen kann.
Traditionen und die birmanische Kultur entdecken
Tauche im Nationalmuseum von Myanmar in die Geschichte und Kunst des Landes ein, um ein besseres Verständnis für die lokale Kultur zu bekommen. Eine Fahrt mit dem kreisförmigen Zug, der die Stadt umrundet, bringt dich zudem direkt in den Alltag der Einwohner. Verpasse nicht die Buchhändlergasse in der 37. Straße und besuche eine Vorstellung im Htwe Oo Theater, wo traditionelle birmanische Marionetten zum Leben erweckt werden.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die ideale Zeit für eine Reise nach Rangun liegt zwischen November und März. In diesen Monaten ist es warm und es fällt so gut wie kein Regen.
Anreise
Es gibt verschiedene Fluggesellschaften, die Verbindungen zwischen Europa und Rangun anbieten.
Das historische Zentrum von Rangun, oder auch Yangon, ist interessant. Ich denke da an die Ufer des Inya-Sees oder die Shwedagon-Pagode. In 2 Tagen hat man das alles gesehen. Danach ist es meiner Meinung nach besser, weiterzuziehen, um noch etwas anderes zu sehen.