Miyazu besuchen: Eine ruhige Auszeit zwischen Meer und Bergen
Amanohashidate: Eine der schönsten Landschaften Japans
Miyazu ist vor allem für Amanohashidate bekannt, eine von Kiefern bewachsene Sandbank, die sich auf etwa 3,6 km durch die Bucht zieht. Diese Landschaft wird regelmäßig zu den drei berühmtesten Aussichtspunkten Japans gezählt und besticht durch ihre natürliche Schönheit, die man besonders gut von Aussichtspunkten wie dem Kasamatsu Park bewundern kann.
Eine lokale Tradition besteht darin, die Aussicht verkehrt herum zu betrachten, indem man sich nach vorne beugt und durch die eigenen Beine schaut. Dadurch soll der Eindruck entstehen, dass eine Himmelsbrücke zwischen Himmel und Meer schwebt.
Tempel und Schreine: Spirituelle Atmosphäre
Zahlreiche Tempel und Schreine prägen das Stadtbild und die Umgebung. Der Chion-ji, ein buddhistischer Tempel am südlichen Ende von Amanohashidate, ist für seine große Statue von Monju Bosatsu bekannt, dem Bodhisattva der Weisheit.
Auch der Schrein Motoise Kono, der älter als der bekannte Ise-Schrein ist, ist aufgrund seiner Geschichte und traditionellen Architektur einen Besuch wert. Diese Orte laden zur Ruhe ein und bieten einen Einblick in die japanische Spiritualität.
Die Thermalbäder von Miyazu
Wer Entspannung sucht, wird die onsen (heißen Quellen) in der Region schätzen. Das Thermalbad Amanohashidate Onsen bietet Bäder mit Meerblick, die ideal sind, um nach einem Tag voller Besichtigungen abzuschalten. Einige Ryokans in Miyazu bieten zudem private Bäder für Gäste an, die sich mehr Privatsphäre wünschen.
Lokale Gastronomie: Meeresfrüchte im Fokus
Da Miyazu direkt am Japanischen Meer liegt, ist die Stadt für ihre frischen Meeresfrüchte bekannt. Die Winterkrabbe, bekannt als Matsuba-gani, ist eine lokale Spezialität, die besonders während der Saison von November bis März geschätzt wird. Auch gegrillter Wolfsbarsch und Sashimi vom Fisch aus der Bucht sind unverzichtbar. Für ein authentisches kulinarisches Erlebnis lassen sich diese Gerichte am besten in einem Ryokan oder einem traditionellen Restaurant direkt am Meer genießen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Der Frühling (April bis Mai) und der Herbst (Oktober bis November) sind die besten Reisezeiten für Miyazu. Die Temperaturen sind angenehm und die Kirschblüte oder das leuchtende Laub der Ahornbäume setzen die Landschaft perfekt in Szene. Im Sommer zieht der Strand von Amanohashidate viele Besucher an, wobei die Luftfeuchtigkeit zeitweise hoch sein kann. Der Winter ist trotz der Kälte ideal, um die berühmte Matsuba-Krabbe zu genießen.
Anreise
Von Kyoto aus ist Miyazu bequem mit dem Hashidate Limited Express in etwa 2 Stunden erreichbar (ca. 4000 JPY / 24 Euro). Mit dem Auto dauert die Fahrt über die Autobahn rund 1,5 Stunden.
Von Tokyo aus dauert die Reise etwa 5 Stunden, wenn man den Shinkansen bis Kyoto und anschließend den Expresszug nimmt. Fernbusse stellen eine günstigere Alternative dar, benötigen jedoch deutlich mehr Zeit.
Außerdem ist sie vom Bahnhof in Kyoto aus leicht zu erreichen! Man denkt oft nur an die alte Hauptstadt, aber es gibt viele hübsche kleine Städte in der Nähe. Ich habe diese hier sehr für ihre Ruhe geschätzt. Keine hektischen Attraktionen, einfach nur herrliche Aussichten, das Meer und der Sand. Was das Essen angeht, plant lieber voraus, falls ihr nicht so auf Meeresfrüchte steht!