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Was tun in Indonesien: Top 11 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Indonesien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Indonesien

#1 Ubud +14 Empf.

Als kulturelles Zentrum Indonesiens ist Ubud, berühmt für seine beeindruckenden Reisterrassen, Tempelanlagen und das lokale Kunsthandwerk, eine Gemeinde im Herzen der hinduistisch geprägten Insel Bali. Der Ort liegt am Zusammenfluss zweier Flüsse und dient als künstlerischer Mittelpunkt der Insel. Hier kannst du traditionelle legong-Tänze und gamelan-Musik erleben oder durch die zahlreichen Kunstgalerien schlendern. Naturfreunde kommen in der umliegenden tropischen Dschungellandschaft auf ihre Kosten. Der Name Ubud leitet sich vom Wort für Medizin ab, was die historische Verbindung der Region zu Heilpflanzen unterstreicht. Diese Tradition spiegelt sich heute in einem breiten Angebot an Yoga-Kursen, Spa-Anwendungen und Wanderungen wider. Nutze die Gelegenheit für eine balinesische 4-Hand-Massage oder probiere die lokale Küche: nasi goreng (gebratener Reis), bebek betutu (geschmorte Ente) oder babi guling (traditionelles Spanferkel).

Das Klima ist tropisch-äquatorial. Die Trockenzeit dauert von April bis Oktober, während die Regenzeit von November bis Februar reicht. Der meiste Niederschlag fällt in der Regel im Januar und Februar.

Dschungel mitten in der Stadt: Natur und Makaken

Dein erster Stopp sollte der Monkey Forest Sacred Sanctuary sein. Das Reservat liegt in einem Waldgebiet, das auch einen Tempel der Toten und bösen Geister beherbergt, der aus Aberglauben nicht betreten werden darf. Die Anlage besticht durch ihre fein gearbeiteten hinduistischen Skulpturen und eine entspannte Atmosphäre. Sei jedoch vorsichtig mit den rund tausend dort lebenden Affen. Sie sind neugierig auf glänzende Gegenstände und alles, was nach Futter aussieht. Wenn du die Tiere füttern möchtest, dann nur unter Aufsicht der monkey experts, die als Mitarbeiter des Schutzgebiets vor Ort sind.

Besuche anschließend das Museum für bildende Kunst, das Purilukisan Museum. Dort erhältst du Einblicke in den kamasan-Stil sowie in die Werke von Nyoman Lempad und Aries Smith. Am Abend bietet sich ein Besuch im Puri Salen Ubud an, dem Palast der Könige im Dorfzentrum. Dort finden regelmäßig beeindruckende Aufführungen statt.

Etwas weiter entfernt lohnt sich ein Abstecher zum Lempad’s House. Es ist das ehemalige Wohnhaus des berühmten balinesischen Künstlers Gusti Nyoman Lempad, der 116 Jahre alt wurde. Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist das Walter Spies House. Benannt nach dem aus Moskau stammenden Künstler, der dort einst Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin empfing, dient es heute als Hotel unter dem Namen Campuhan.

Kunst an jeder Ecke

Das Neka Art Museum ist eine private Institution, die die Geschichte der balinesischen Malerei und den Einfluss westlicher Kunstströmungen dokumentiert. Besucher schätzen besonders die didaktischen Erklärungen, die chronologische Anordnung und die Auswahl internationaler Werke.

Kunstliebhaber sollten zudem das Museum von Antonio Blanco besichtigen, der auch als der Dali von Bali bekannt ist. Das Museum ist in einer prächtigen, gepflegten Villa untergebracht. Leider wurden einige seiner oft erotischen Werke einst der Zensur zum Opfer und verbrannt. Gönn dir nach dem Museumsbesuch eine Erfrischung auf der Terrasse des Bridge Café. Der Blick auf den Fluss und die umliegenden Gärten ist sehr angenehm.

Unterhalb davon liegt der Tempel Pura Gunung Lebah, der mit seiner üppigen Umgebung eine Oase der Ruhe bietet.

Anreise

Fluggesellschaften wie Air France in Partnerschaft mit KLM, Cathay Pacific, Qatar Airways, Singapore Airlines und Thai Airways bieten Verbindungen von Paris nach Denpasar mit Zwischenstopps in Singapur, Hongkong, Doha oder Bangkok an.

Unterwegs vor Ort

Am Flughafen kannst du eine Fahrt mit einem Taxi von Blue Bird, dem nationalen Anbieter, zum Festpreis von etwa 300.000 Rp (ca. 18 Euro) buchen. Je nach Ankunftszeit solltest du mit einer Fahrzeit von 1,5 bis 2,5 Stunden rechnen. Der Verkehr auf Bali ist sehr dicht und Geschwindigkeiten über 30 km/h sind selten.

Ubud selbst ist überschaubar und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für Ausflüge zu den Reisterrassen bieten sich Fahrräder oder Motorroller an (ca. 30.000 bis 50.000 Rp pro Tag, ca. 2 bis 3 Euro).

#2 Gili Trawangan +8 Empf.

Zusammen mit Gili Meno und Gili Air bildet Gili Trawangan das kleine Archipel der Gili-Inseln, das nordwestlich von Lombok liegt. In der lokalen Sprache Sasak bedeutet Gili schlicht kleine Insel. Gili Trawangan ist mit einer Fläche von gerade einmal 3,4 km² die größte der drei. Auf diesen Eilanden sind motorisierte Fahrzeuge verboten. Du bewegst dich also ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pferdekutsche fort. Im Jahr 2018 wurde die Region von einem schweren Erdbeben der Stärke 7 getroffen, das erhebliche Schäden verursachte.

Tauchen und Schnorcheln auf Gili Trawangan

Die Hauptattraktion auf Gili Trawangan ist das Wasser, sei es beim Gerätetauchen oder beim Schnorcheln. Buche einen Bootsausflug zum Nest, das sich in unmittelbarer Nähe von Gili Meno befindet. Es handelt sich um eine Ansammlung von menschlichen Skulpturen, die von Jason deCaires Taylor entworfen wurden. 48 Figuren sind kreisförmig am Meeresgrund angeordnet und bilden ein riesiges Nest. Ziel dieser Installation ist es, das Korallenriff in diesem Teil des Indischen Ozeans wiederzubeleben. Ein weiteres Highlight in den Tiefen sind Meeresschildkröten, mit denen du mit etwas Glück gemeinsam schwimmen kannst.

Zudem sind die Strände auf Gili Trawangan idyllisch. Besonders an der Westküste lassen sich beeindruckende Sonnenuntergänge beobachten, etwa an der berühmten Schaukel im Wasser beim Hotel Ombak Sunset.

Was kann man auf Gili Trawangan unternehmen?

Die Insel eignet sich hervorragend für Spaziergänge, egal ob am Strand entlang oder im Inselinneren. Der Aufstieg auf den 73 Meter hohen Hügel bietet einen Panoramablick über die Gili-Inseln, die Insel Lombok und den Mount Rinjani. Wer Entspannung sucht, findet eine gute Mischung aus Yoga-Einheiten, Nichtstun und traditionellen indonesischen Massagen.

Gili Trawangan ist zudem für sein Nachtleben bekannt. Hier wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sei es direkt am Strand oder auf Partys an Bord von Booten.

Am Hafen findet jeden Abend ein Nachtmarkt statt, auf dem du lokale Spezialitäten probieren kannst. Dazu gehören zum Beispiel Nasi Goreng, ein gebratenes Reisgericht mit Gewürzen und Gemüse, oder Satés, kleine Fleisch- oder Fischspieße vom Grill. In der Nähe des Marktes stößt du vielleicht auf ein Turnier in einer traditionellen Kampfkunst, bei dem die Gegner mit Stöcken gegeneinander antreten.

Die beste Reisezeit

Für eine Reise nach Gili Trawangan in Indonesien empfiehlt sich die Trockenzeit zwischen Mai und September. Die Hochsaison in den Monaten Juli und August ist eine gute Wahl, um den Touristenmassen zu entgehen, die sich in dieser Zeit auf Bali konzentrieren.

Anreise

Die Anreise nach Gili Trawangan erfolgt per Boot von Bali aus, wobei die Häfen Amed, Sanur und Padangbai sowohl mit klassischen Booten als auch mit Speedbooten angefahren werden. Von Lombok aus starten die Boote am Hafen von Bangsal. Die Überfahrten zu den Nachbarinseln Gili Meno und Gili Air kannst du unkompliziert vor Ort bei lokalen Anbietern buchen.

#3 Borobudur +4 Empf.

Borobudur liegt auf der Insel Java in Indonesien. Die Stadt befindet sich in der Ebene von Kedu, direkt vor der Kulisse der Menoreh-Berge und des Vulkans Merapi. Diese Gipfel galten buddhistischen Mönchen lange Zeit als heiliger Rückzugsort. In der Region findet sich daher eine hohe Dichte an Tempelanlagen, allen voran das größte buddhistische Monument der Welt, der Tempel von Borobudur, der im 9. Jahrhundert unter der Sailendra-Dynastie errichtet wurde. Nach seiner Aufgabe um das Jahr 1100 und einer langen Zeit, in der er unter Asche und Vegetation verborgen blieb, wurde der Tempel Anfang des 19. Jahrhunderts vom Gouverneur von Java, Thomas Stamford Raffles, wiederentdeckt.

Der größte buddhistische Tempel der Welt

Ab den 1970er Jahren schlossen sich die indonesische Regierung und die Unesco zusammen, um das Bauwerk mit einem umfassenden Restaurierungsprogramm vor dem Verfall zu retten. 1991 wurde es zum Weltkulturerbe erklärt. Der Tempel ist als gigantischer Stupa konzipiert, ein glockenförmiges buddhistisches Symbol mit 123 Metern Länge und 43 Metern Höhe. Aus der Vogelperspektive betrachtet, gleicht der Grundriss einem Mandala, das die buddhistische Kosmologie widerspiegelt. Für den Bau mussten beinahe 1.600.000 Blöcke aus Vulkangestein bewegt werden.

Die Anlage besteht aus neun Plattformen, davon sechs quadratische und drei kreisförmige an der Spitze. Die oberste Plattform trägt einen großen Stupa, der von 72 kleineren Stupas umgeben ist. Der Tempel ist mit Reliefs übersät, die die Geschichte von Bouddha erzählen. Insgesamt gibt es 2.670 Reliefdarstellungen. 1.460 davon sind narrativ und schildern die Wandlung des Prinzen Siddharta zum Bouddha sowie den spirituellen Aufstieg seines Jüngers Sudhana zur ultimativen Wahrheit. Ursprünglich beherbergte Borobudur 504 Bouddha-Statuen, von denen 43 verschwunden und mindestens 300 beschädigt sind.

Das heilige Tal von Borobudur

Neben dem Tempel von Borobudur war die gesamte Ebene von Kedu Schauplatz religiöser Riten und Überzeugungen. Das fruchtbare und üppige Tal mit seinen Reisfeldern und Palmen sowie die umliegenden lebendigen Berge faszinierten die Menschen über Jahrhunderte. In der Nähe des Haupttempels liegen zwei weitere bedeutende Anlagen: der Tempel von Mendut und der Tempel von Pawon. Im Tempel von Mendut befinden sich drei gut erhaltene große Bouddha-Statuen, die für das Studium buddhistischer Lehren stehen. Der Tempel von Pawon erinnert an den Moment, in dem Prinz Siddharta die höchste Weisheit erlangte.

Jedes Jahr zwischen Mai und Juni ziehen zur Zeit des Vollmonds Prozessionen durch das Tal, um Vesak zu feiern. Dieser heilige Tag, der an Geburt und Tod im Buddhismus erinnert, ist in Indonesien ein gesetzlicher Feiertag. Die Gläubigen beginnen ihre Pilgerreise am Tempel von Mendut, ziehen weiter zum Pawon und beenden sie schließlich am Tempel von Borobudur.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die ideale Reisezeit für Borobudur ist die Trockenzeit, die von Mai/Juni bis Oktober andauert.

Wie kommt man hin?

Vom Busbahnhof in Yogyakarta aus kannst du einen Bus oder ein Taxi nach Borobudur nehmen. Alternativ bieten lokale Agenturen private Ausflüge direkt zur Tempelanlage an.

#4 Tegalalang +3 Empf.

Tegallalang ist ein Ort in der Provinz Gianyar auf der Insel Bali in Indonesien. Bekannt ist die Region vor allem für ihre Reisterrassen, die sich in traditioneller Anbauweise an die Hügelflanken auf 600 Meter Höhe schmiegen. Die Lage zwischen der Stadt Ubud und dem heiligen Batur-See macht den Ort zu einem festen Bestandteil vieler Routen auf Bali.

 

Beeindruckende Reisterrassen in Indonesien

Die Reisfelder von Tegallalang gehören zu den meistbesuchten Zielen auf der Insel Bali. Sie werden nach dem Subak-Prinzip bewirtschaftet, einem landwirtschaftlichen Organisationssystem, das im 9. Jahrhundert vom Heiligen Rsi Markandeya eingeführt wurde und typisch für Indonesien ist. In diesem komplexen System der Wasserverteilung liegt die Kontrolle über die Bewässerung und den Anbau in den Händen von Priestern. Gegen eine kleine Gebühr kannst du durch die Reisfelder von Tegallalang spazieren. In den letzten Jahren wurden für den wachsenden Tourismus in der Region zudem Schaukeln und eine Seilrutsche installiert.

Zur Entspannung nach der Erkundung der Reisfelder bietet sich ein Besuch der heiligen Quellen von Tirta Empul an, die 1957 vom ersten indonesischen Präsidenten Soekarno in der Region um Tegallalang ausgebaut wurden. Das Wasser in den Becken ist zwar eher kühl, gilt aber als reinigend, da der Tempel Vishnu, dem hinduistischen Gott des Wassers, gewidmet ist. Denke daran, dir vor dem Besuch einen Sarong umzubinden.


 

Kunsthandwerkliches Zentrum von Bali

Tegallalang und das benachbarte Dorf Pakudui sind für ihre Holzschnitzkunst bekannt. Diese lokalen Techniken werden von Generation zu Generation weitergegeben. Die handgefertigten Schalen, Geschirrteile und kleinen Dekorationsgegenstände werden weltweit exportiert. Auf dem Markt in der Stadt wirst du sicher fündig.

Auch kulturell hat die Umgebung viel zu bieten, da hier lange Zeit eine mächtige brahmanische Kaste ansässig war. In Manuaba, nur wenige Kilometer von Tegallalang entfernt, steht der Pura Griya Sakti Tempel aus dem 17. Jahrhundert. Zu den weiteren Zielen in diesem Teil der Insel gehört der Tempel am Batur-See, der auf 1.000 Meter Höhe inmitten der Caldera liegt. Ein weiteres Highlight ist der Tempel Gunung Kawi in Tampaksiring. Die Anlage stammt aus dem 10. Jahrhundert und umfasst rund zehn Mausoleen, die direkt aus dem Fels gehauen wurden und bis zu sieben Meter hoch sind. In diesen Gräbern ruhten einst Mitglieder der damaligen Königsfamilie. Um Gunung Kawi zu erreichen, musst du 230 Stufen aus Kieselsteinen hinabsteigen, die durch eine grüne Reisfeldlandschaft führen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Reisterrassen von Tegallalang zeigen sich kurz vor der Ernte von ihrer schönsten Seite, also im Mai und Juni oder zwischen September und November.

 

Anreise

Am flexibelsten erreichst du Tegallalang mit einem eigenen motorisierten Fahrzeug, wie einem Auto oder einem Motorroller. Alternativ bieten zahlreiche Agenturen organisierte Shuttle-Ausflüge direkt zu den Reisterrassen an.

#5 Karangasem +3 Empf.

 

Karangasem ist ein Kabupaten, ein Verwaltungsbezirk im Osten der Insel Bali in Indonesien. Die Region war einst das Zentrum eines mächtigen balinesischen Königreichs. Die Herrscher trugen den Titel Anak Agung, eine Anspielung auf den Mont Agung. Mit 3142 Metern ist er der höchste Vulkan auf Bali und galt den Königen als Mittelpunkt der Welt. Im 19. Jahrhundert kamen die neun balinesischen Königreiche schrittweise unter niederländische Verwaltung. Der Tempel Besakih, der bedeutendste der Insel, sowie die Überreste von Semarapura zeugen noch heute von der prachtvollen Geschichte der Herrscher von Karangasem.

 

Die Umgebung von Karangasem: Spuren eines alten Königreichs

Auf dem Weg nach Karangasem lohnt ein Stopp in der historischen Stätte Klungkung oder Semarapura, wo sich die Überreste der alten Königshauptstadt befinden. Das Justizgebäude aus dem Jahr 1710 ist reich mit typisch balinesischen Fresken, Verzierungen und Malereien geschmückt. Der Ort bewahrt zudem ein bedeutendes kulturelles Erbe der Dynastie Anung. Näher an Karangasem liegt Tirtagangga, ein Muss für jeden Besucher. Dieser Wasserpalast wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom Rajah von Tampalura angelegt. Nach der Zerstörung durch den Ausbruch des Mont Agung im Jahr 1963 wurden die Badeanlagen und Gärten originalgetreu wieder aufgebaut. Ähnlich sehenswert ist der Wasserpalast Soekasada Ujung. Er wurde direkt an der Küste errichtet und diente früher auch dazu, den Schiffsverkehr von der Nachbarinsel Lombok zu überwachen.

Die Region um Karangasem ist zudem von zahlreichen Tempeln geprägt. Der Lempuyang Luhur, ein Shiva gewidmeter Komplex, besteht aus sieben einzelnen Tempelanlagen. Um den Gipfel zu erreichen, musst du allerdings 1700 Stufen bewältigen. Nicht weit entfernt, an den Hängen des alles überragenden Mont Agung, liegt mit dem Besakih der heiligste Tempel Balis. Das Areal umfasst fast 80 Einzelheiligtümer, die den drei großen hinduistischen Gottheiten Brahma, Vishnu und Shiva gewidmet sind.

 

Der Osten Balis: Zwischen Reisfeldern und Küste

Die Landschaft rund um Karangasem lässt sich am besten bei einer Wanderung durch Sidemen erkunden, ein wunderschönes Tal mit sattgrünen Reisterrassen. Wer es sportlicher mag, kann eine Trekkingtour zur Besteigung des Mont Agung buchen.

Auch die Küste von Karangasem ist beeindruckend. Das kleine Dorf Amed mit seinen Stränden aus schwarzem Vulkansand bietet ein besonders authentisches Erlebnis. Neben den Bademöglichkeiten ist Tulamben ein Anziehungspunkt für Taucher, die hier eine außergewöhnliche Unterwasserwelt vorfinden. In den Riffen liegt das Wrack des amerikanischen Frachters Liberty, der 1942 während des Zweiten Weltkriegs von einem japanischen U-Boot versenkt wurde.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Für eine Reise nach Bali empfiehlt sich die Trockenzeit zwischen April und September.

 

Wie kommst du hin?

Vom internationalen Flughafen in Denpasar aus erreichst du Karangasem am besten mit dem Taxi oder einem Shuttlebus. Alternativ kannst du dir einen Mietwagen nehmen, um die Insel flexibel auf eigene Faust zu erkunden.

Ranking der 6 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Indonesien

#1 Affenwald von Ubud (Ubud) +3 Empf. 5/5

Der Affenwald von Ubud ist ein heiliges hinduistisches Reservat im Dorf Padangtegai in Indonesien. Die lokale Gemeinschaft pflegt das Gebiet, das drei bedeutende Tempel umfasst. Zeremonien wie Ngebejiang, Ngelawang oder Tumpek Kandang führen gelegentlich zu Sperrungen. Heute leben hier 1260 Javaneraffen, die im Hinduismus als heilig gelten.

#2 Nationalpark Manusela (Amahai) +3 Empf. 5/5

Der Nationalpark Manusela erstreckt sich über 189 Hektar auf der Insel Seram in Indonesien. Dieser tropische Dschungel bietet zahlreichen endemischen und bedrohten Arten, darunter seltene Kakadu-Arten, einen wichtigen Rückzugsort. Mit fast 200 Vogelarten gilt das Gebiet als bedeutendes ornithologisches Reservat. Der Name Manusela bedeutet in der lokalen Sprache Vogel der Freiheit. Vier Dörfer im Park engagieren sich aktiv für den Schutz der Region. Touren in den Dschungel sind nur mit einem Guide möglich.

#3 Wassergarten von Tirtagangga (Karangasem) +3 Empf. 5/5

Der Wassergarten von Tirtagangga liegt im Osten Balis, im Regierungsbezirk Karangasem, der einst eines der neun Königreiche der Insel bildete. Die 1946 errichtete Anlage wurde beim Ausbruch des Vulkans Agung 1963 weitgehend zerstört. Heute lädt die weitläufige Nachbildung mit ihren Brunnen, Teichen und natürlichen Badebecken zu einem ruhigen und entspannten Rundgang ein.

#4 Tanah Lot (Tabanan) +3 Empf. 5/5

Der Tempel von Tanah Lot thront auf einer Felsformation vor der Küste von Bali in Indonesien. Er ist den Meeresgottheiten gewidmet und nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Während Touristen die Anlage besuchen können, bleiben viele Bereiche den Gläubigen vorbehalten. Einheimische kommen hier für den Odalan, ein Tempelfest, alle 210 Tage zusammen.

#5 Prambanan-Tempel (Prambanan) +2 Empf. 5/5

Der Prambanan-Tempel nahe Yogyakarta ist ein bedeutender hinduistischer Komplex, der der Trimurti aus Brahma, Vishnu und Shiva gewidmet ist. Die UNESCO-Welterbestätte beeindruckt durch ihre Architektur und feinen Reliefs. Am Abend erwacht das Epos Ramayana bei traditionellen Tanzaufführungen zum Leben. Ein Besuch auf Java, den Geschichts- und Kunstinteressierte nicht auslassen sollten.

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#6 Borobudur-Tempel (Borobudur) +2 Empf. 4/5

Der im 9. Jahrhundert errichtete Borobudur-Tempel auf Java ist das größte buddhistische Denkmal der Welt. Er besteht aus neun Plattformen voller detailreicher Reliefs und Buddha-Statuen. Der Ort bietet einen weiten Blick auf die Umgebung und ist besonders zum Sonnenaufgang beliebt. Als Pilgerstätte, etwa zum Vesak-Fest, verbindet Borobudur historische Tiefe mit einer beeindruckenden Naturkulisse.

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Indonesien: 17.000 Inseln und unzählige Möglichkeiten, sich zu verlieren

Ein Archipel so groß wie Europa, das sich über 5.000 Kilometer durch den Ozean zieht. Vulkane, die mitten in der Nacht blaue Flammen spucken. Orang-Utans, die dich aus den Baumkronen von Sumatra beobachten. Und überall dieser Duft von Weihrauch, der sich mit den Gewürzen mischt, die in den Warungs braten. Die meisten Reisenden kommen wegen Bali, doch wer sich Zeit nimmt, entdeckt ein Land, in dem jede Insel ihre eigene Geschichte erzählt.

Indonesien: Ein riesiger Spielplatz, aber nicht für jeden

Dieses Land ist für Entdecker gemacht, die das Unvorhersehbare mögen. Abseits der Touristenpfade ist die Infrastruktur oft rudimentär, Fahrten können dreimal länger dauern als geplant und westlicher Komfort ist nicht garantiert. Wenn du von einsamen Stränden träumst, die du mit dem Roller erreichst, von Treks auf aktive Vulkane und Begegnungen mit unberührten Kulturen, dann bist du hier richtig. Suchst du hingegen einen Pauschalurlaub mit Pool und makellosem Service, bleibst du besser im Süden von Bali oder auf Lombok.

Das Land ist mehrheitlich muslimisch geprägt, mit Ausnahme von Bali, wo der Hinduismus den Alltag bestimmt. Die Indonesier sind unglaublich gastfreundlich und oft neugierig auf Fremde, aber stell dich darauf ein, dass man dich besonders abseits der klassischen Routen häufig um ein Foto bitten wird. Die tropische Hitze und die ständige Luftfeuchtigkeit können zudem anstrengend sein, wenn man nicht daran gewöhnt ist.

Ein günstigeres Reiseziel als der Rest Südostasiens

Für Backpacker liegen die Kosten bei etwa 20 bis 30 Euro pro Tag: Das reicht für Schlafsaalplätze in Hostels, Mahlzeiten in lokalen Warungs und Fahrten mit Bus oder Fähre. Mit einem Budget von 50 bis 80 Euro pro Tag leistest du dir komfortable Privatzimmer mit Klimaanlage, einige Ausflüge und touristisch orientierte Restaurants. Aktivitäten wie Tauchen, geführte Treks oder Kreuzfahrten nach Komodo treiben die Ausgaben jedoch schnell in die Höhe.

Die Vulkane, die Java zum Beben bringen

Die Insel Java bietet einige der intensivsten Erlebnisse des Landes. Der Mont Bromo ist bei Sonnenaufgang eine Mondlandschaft: eine rauchende Caldera, Aschenwüsten und ein grollender Krater. Die Anreise von Malang oder Probolinggo beginnt mitten in der Nacht, aber angesichts dieses Panoramas verfliegt jede Müdigkeit.

Weiter östlich hütet der Kawah Ijen ein Geheimnis, das nur wenige Vulkane teilen. Zwischen 2:00 und 4:00 Uhr morgens lodern dort blaue Flammen aus dem Schwefel, ein geradezu unwirklicher Anblick. Die Schwefelträger, die dort unter extrem harten Bedingungen arbeiten, erinnern einen jedoch daran, dass dieser Ort weit mehr als nur eine Touristenattraktion ist.

Ein kleiner Tipp: Buche ab Yogyakarta eine dreitägige Kombi-Tour, die den Bromo, den Ijen und einen Wasserfall einschließt. Das spart Zeit und erspart dir logistische Herausforderungen zwischen den beiden Zielen.

Yogyakarta, die kulturelle Hauptstadt

Für Yogyakarta solltest du mindestens zwei Tage einplanen. Der buddhistische Tempel von Borobudur, das größte buddhistische Monument der Welt, lässt sich am besten im Morgengrauen besuchen, um den Menschenmassen zu entgehen und die Morgenstimmung zu genießen. Nur 45 Minuten entfernt ragen die Türme des hinduistischen Tempelkomplexes Prambanan in den Himmel. Die Stadt selbst ist voller Kunstgalerien, traditioneller Tanzvorführungen und Straßen, in denen Street-Art auf lebhafte Märkte trifft.

Sumatra: Das Reich der Menschenaffen

Sumatra zieht alle an, die Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum sehen wollen. Das Dorf Bukit Lawang dient als Ausgangspunkt für mehrtägige Treks durch den Gunung Leuser Nationalpark. Die Primaten, denen du dort begegnest, sind oft halbwild und wurden nach ihrer Rettung aus Gefangenschaft wieder ausgewildert. Der Blickkontakt mit einem Orang-Utan ist ein ganz besonderer Moment, den man nicht so schnell vergisst.

Weiter nördlich liegt der Toba-See, der vor 75.000 Jahren in einer vulkanischen Caldera entstand. Dieser Kratersee ist der größte der Welt und beherbergt in seiner Mitte die Insel Samosir, auf der das Volk der Batak seine Traditionen bewahrt. Die Atmosphäre ist dort friedlich und wirkt fast zeitlos. Viele Reisende bleiben dort deutlich länger als ursprünglich geplant.

Bali und seine Nachbarn: Abseits der Klischees

An Bali kommt man nicht vorbei, aber der Süden ist überlaufen mit Hotels, Verkehrsstaus und Souvenirverkäufern. Um den Kern der balinesischen Kultur zu finden, solltest du nach Norden oder ins Landesinnere fahren. Die Reisterrassen von Jatiluwih, die zum UNESCO-Welterbe gehören, bieten leuchtend grüne Landschaften. Das Dorf Sebatu, nur 20 Kilometer von Ubud entfernt, ist vom Massentourismus bislang überraschend unberührt geblieben.

Die Nusa-Inseln locken mit spektakulären Klippen. Nusa Penida bietet atemberaubende Aussichtspunkte, aber die schlechten Straßen erfordern Vorsicht, wenn du mit dem Roller unterwegs bist. Nusa Ceningan und Nusa Lembongan sind eher etwas für Reisende, die Ruhe und gute Schnorchelplätze suchen.

Die Gili-Inseln und Lombok

Die drei Gili-Inseln haben ihre Rollen klar verteilt: Gili Trawangan für Partys, Gili Air als ausgewogene Mischung aus Lebendigkeit und Ruhe, Gili Meno für Stille und Meeresschildkröten. Autos sind auf allen drei Inseln verboten. Lombok ist die weniger entwickelte Alternative zu Bali, mit weißen Sandstränden im Süden und dem Mont Rinjani für erfahrene Wanderer.

Flores und Komodo: Abenteuer am Ende des Archipels

Die Insel Flores liegt abseits der Touristenpfade, obwohl sie landschaftlich beeindruckend ist. Die kurvenreiche Straße, die die Insel durchquert, führt an kunstvollen Reisfeldern, traditionellen Dörfern und Seen mit wechselnden Farben vorbei. Labuan Bajo ist das Tor zum Komodo-Nationalpark, wo bis zu drei Meter lange Warane die Herrscher sind.

Bei einer zweitägigen Kreuzfahrt kannst du die Beobachtung der Warane mit Schnorcheltrips an unberührten Riffen und Übernachtungen unter freiem Sternenhimmel an Deck verbinden. Die Unterwasserwelt in dieser Region zählt zu den artenreichsten der Welt. Mantarochen und Schildkröten lassen sich hier regelmäßig blicken.

Ein kleiner Tipp: Die Togian-Inseln, die du von Sulawesi aus nach drei Tagen Reise erreichst, bieten Weltklasse-Tauchreviere fernab der Menschenmassen. Plane dafür Zeit und Geduld ein.

Sulawesi: Die Insel der Rituale

Das Land der Toraja in den Bergen im Süden von Sulawesi fasziniert durch seine einzigartigen Bestattungsriten. Die Verstorbenen werden dort oft monate- oder sogar jahrelang in den Familienhäusern aufbewahrt, bevor sie in aufwendigen Zeremonien beigesetzt werden, bei denen Wasserbüffel und Schweine geopfert werden. Die in die Felswände gehauenen Gräber und die hölzernen Totenfiguren prägen die Landschaft auf bizarre Weise.

Im Norden der Insel liegt Bunaken, ein Meerespark mit einer Sichtweite von oft bis zu 30 Metern. Taucher finden hier Haie, Schildkröten, Rochen und eine außergewöhnliche marine Artenvielfalt.

Indonesien auf dem Teller: Das Reich von Sambal und gebratenem Reis

Nasi Goreng, gebratener Reis, verfeinert mit Kecap Manis (süßer Sojasauce) und serviert mit einem Spiegelei, ist das Standardgericht zu jeder Tageszeit. Satay, gegrillte Spieße mit einer cremigen Erdnusssauce, gibt es an jeder Straßenecke. Rendang, das ursprünglich aus Sumatra stammt, ist ein stundenlang in Kokosmilch und Gewürzen geschmortes Rindfleischcurry, das regelmäßig zu einem der besten Gerichte der Welt gekürt wird.

Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. In Padang servieren Restaurants eine Vielzahl von Gerichten direkt auf deinem Tisch, und du zahlst nur das, was du tatsächlich gegessen hast. Auf Bali ist Babi Guling (gewürztes Spanferkel) ein Highlight. In den Warungs, kleinen Familienbetrieben, bekommst du komplette Mahlzeiten schon für weniger als 2 Euro.

Auch der indonesische Kaffee ist einen Versuch wert. Die Bohnen aus Toraja, Sumatra oder Java ergeben kräftige, erdige Kaffeesorten. Der Kopi Tubruk, bei dem das Kaffeepulver direkt in der Tasse mit heißem Wasser aufgegossen wird, bleibt die traditionelle Zubereitungsmethode.

Wann ist die beste Reisezeit für Indonesien?

Die Trockenzeit erstreckt sich auf dem Großteil des Archipels von Mai bis Oktober. Die Monate Juni bis September sind ideal für Vulkantouren und Treks. Die Regenzeit von November bis März bringt zwar tägliche Schauer, die aber nicht unbedingt dauerhaft sein müssen. Manche Reisende schätzen diese Zeit wegen der günstigeren Preise und der weniger überlaufenen Orte.

Das Klima unterscheidet sich je nach Insel. Bali und Lombok haben ausgeprägte Jahreszeiten, während es auf Sumatra und Kalimantan das ganze Jahr über feucht ist. Zum Tauchen bietet die Zeit von April bis September die beste Sicht. Vermeide die indonesischen Schulferien im Dezember und Januar, wenn du ruhige Strände suchst.

Wie kommt man nach Indonesien?

Es gibt keine Direktflüge von Deutschland nach Indonesien. Rechne mit einer Reisezeit von 15 bis 18 Stunden mit einem Zwischenstopp in Amsterdam, Singapur, Kuala Lumpur, Doha oder Dubai. Die Ticketpreise schwanken je nach Saison zwischen 600 und 900 Euro. Garuda Indonesia, Singapore Airlines, Emirates und Qatar Airways bieten die komfortabelsten Verbindungen.

Die meisten internationalen Flüge landen in Jakarta oder Denpasar. Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tagen ein Visum, das meist unkompliziert bei der Einreise oder vorab online erhältlich ist. Reisende aus Österreich oder der Schweiz prüfen am besten die Bestimmungen für ihre eigene Staatsangehörigkeit. Für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich, das etwa 35 Euro kostet und vor Ort verlängert werden kann.

Wie bewegt man sich in Indonesien fort?

Inlandsflüge sind das schnellste Mittel, um zwischen den Hauptinseln zu reisen. Lion Air, Citilink und Batik Air bieten günstige Tarife, wenn du im Voraus buchst. Sei bei kleinen Propellermaschinen auf Nebenstrecken vorsichtig, da deren Sicherheitsbilanz oft zu wünschen übrig lässt.

Auf Java bietet das Schienennetz der Kereta Api Indonesia eine komfortable Verbindung zwischen Jakarta, Yogyakarta und Surabaya. Fähren verbinden die Nachbarinseln, doch die Überfahrten können lang und einfach ausgestattet sein. Lokale Busse sind kostengünstig, aber auf langen Strecken oft langsam und unbequem.

Auf den Inseln ist der Roller das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Die Miete kostet zwischen 4 und 8 Euro pro Tag. Es herrscht Linksverkehr und der Verkehr kann chaotisch sein. Die Apps Grab und Gojek funktionieren in den Städten hervorragend für Fahrten mit dem Motorrad-Taxi oder einem Auto mit Fahrer.

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