Besuch im Affenwald von Ubud
Der Affenwald von Ubud ist ein Naturschutzgebiet im kleinen Dorf Padangtegal auf der Insel Bali in Indonesien. In der Landessprache ist der Ort als Wanara Wana bekannt. Das Waldgebiet beherbergt etwa 1260 Affen, die in zehn Clans unterteilt sind. Es handelt sich um Javaneraffen, auch Langschwanzmakaken genannt. Diese Tiere sind Allesfresser. Ihr Name leitet sich von ihrer Vorliebe für kleine Krebstiere ab, die neben anderen Dingen auf ihrem Speiseplan stehen.
Ein heiliger Ort des Hinduismus
Das Reservat beherbergt heilige Statuen, die hinduistische Gottheiten darstellen, wie etwa Sri, die Göttin der Fruchtbarkeit, oder Dhurga, die Mutter des Universums. Zudem befinden sich hier drei Tempel, die im 14. Jahrhundert errichtet wurden: der Pura Beji, der Pura Dalem Agung Padangtegal und schließlich der Pura Prajapati, der als Kremationstempel dient. Auf dem Gelände gibt es auch einen Friedhof. Der Zutritt zu den Tempeln ist ausschließlich Gläubigen vorbehalten, die dort beten oder Opfergaben darbringen möchten.
Die Flora des Reservats besteht aus einem tropischen Wald, der sehr alte Banyan-Feigen beherbergt, die an ihren dicken, herabhängenden Lianen leicht zu erkennen sind.
Umgang mit den Affen in Ubud
Die Javaneraffen leben in Clans. Jede Gruppe umfasst etwa einhundert Tiere und besetzt einen festen Bereich des Waldes. Während die Weibchen ihr Leben lang im selben Clan bleiben und eine feste Rangordnung einnehmen, wechseln die Männchen im Laufe ihres Lebens mehrfach die Gruppe.
Wenn du den Affenwald von Ubud besuchst, solltest du auf Schmuck verzichten und alle persönlichen Gegenstände sicher in einer Tasche verstauen, denn die Tiere sind geschickte Diebe. Es ist zudem nur gestattet, die Affen mit Bananen zu füttern. Vermeide ruckartige Bewegungen und starre die Tiere nicht direkt an, da sie sich sonst bedroht fühlen und aggressiv reagieren können.
Schöner Wald mit hübschen Bäumen, von denen einige eine beeindruckende Größe haben.
Die Besonderheit dieses Pflichtprogramms auf Bali sind natürlich die Affen, die dort in großer Zahl leben und in Gruppen oder sogar als Familie auf die Besucher zukommen.
Eigentlich nähern sie sich nur in der Hoffnung, etwas zu essen zu bekommen. Wenn ihr nicht bedrängt werden wollt, dann schaut sie euch einfach nur an, ohne ihnen etwas zu geben. Verschließt eure Taschen gut und lasst keine Lebensmittel aus euren Taschen oder Öffnungen hervorstehen. Sonst könntet ihr böse Überraschungen erleben.