Quito entdecken: Historische Hauptstadt in den Anden
Quito, die Hauptstadt Ecuadors, liegt auf 2.850 Metern Höhe direkt in den Anden. Die Stadt verbindet ein tief verwurzeltes historisches Erbe mit einem modernen urbanen Lebensstil und bietet Reisenden einen vielseitigen Einblick in das kulturelle Herz Lateinamerikas. Beachte, dass Spanisch die Landessprache ist und nur wenige Einheimische Deutsch sprechen. Mit Englisch kommst du in touristischen Bereichen meist gut zurecht.
Ein bewahrtes historisches Zentrum
Die Altstadt von Quito zählt zu den am besten erhaltenen historischen Stadtkernen in ganz Südamerika. Der Mittelpunkt ist die Plaza de la Independencia, auch Plaza Grande genannt, die von bedeutenden Gebäuden wie dem Präsidentenpalast und der Kathedrale gesäumt wird.
Ganz in der Nähe befindet sich die Iglesia de la Compañía de Jesús, die für ihren prunkvollen Barockstil und den reich verzierten Innenraum bekannt ist. Auch die Plaza und Iglesia San Francisco aus dem 16. Jahrhundert sind architektonisch eindrucksvoll und zeugen von der kolonialen Vergangenheit der Stadt.
Panoramen und Aussichtspunkte
Wer Quito von oben sehen will, sollte auf den Panecillo fahren. Der Hügel mit der Statue der Jungfrau von Quito bietet einen 360-Grad-Blick über das Stadtgebiet und die umliegenden Berge. Alternativ bringt dich das TelefériQo, eine Seilbahn, auf über 4.000 Meter Höhe an die Flanken des Vulkans Pichincha. Dort oben warten spektakuläre Aussichten und Ausgangspunkte für Hochgebirgswanderungen.
Museen und Kultur
Quito beherbergt zahlreiche Museen, die das kulturelle Erbe des Landes bewahren. Das Museo de la Ciudad dokumentiert die Geschichte der Hauptstadt, während das Museo Guayasamín die Werke eines der bedeutendsten ecuadorianischen Künstler ausstellt, Oswaldo Guayasamín. Beide Institutionen bieten einen tiefen Einblick in die künstlerische und historische Identität Ecuadors.
Ausflüge in die Umgebung
Rund zwanzig Kilometer nördlich von Quito liegt die Mitad del Mundo. Hier markiert ein Denkmal die Äquatorlinie. Vor Ort kannst du mehr über die geophysikalischen Phänomene am Äquator erfahren und an interaktiven Experimenten teilnehmen.
Auch der Mercado de Otavalo, etwa zwei Stunden Fahrt entfernt, lohnt sich. Der Markt ist berühmt für sein traditionelles Kunsthandwerk und bietet einen hervorragenden Einblick in die indigene Kultur Ecuadors.
Gastronomie mit andinen Aromen
Die Küche in Quito basiert auf andinen Traditionen. Probiere den Locro de papas, eine herzhafte Suppe aus Kartoffeln und Käse, oder Ceviche de chochos, eine Variante mit marinierten Lupinenbohnen. Beliebt sind auch Empanadas de verde aus grünen Kochbananen. Zum Aufwärmen an kühlen Abenden trinken die Einheimischen gerne einen Canelazo, ein heißes Aufgussgetränk aus Zuckerrohrschnaps, Zimt und Zucker.
Wo essen?
- La Ronda (Viertel La Ronda): Traditionelle ecuadorianische Küche in gemütlicher Atmosphäre innerhalb einer historischen Gasse.
- Casa Gangotena (historisches Zentrum): Gehobene Gastronomie mit modern interpretierten lokalen Gerichten.
- Hasta La Vuelta, Señor (historisches Zentrum): Befindet sich im erzbischöflichen Palais und serviert lokale Spezialitäten in einem einzigartigen historischen Rahmen.
- Las Corvinas de Don Jimmy (Viertel San Roque): Bekannt für frischen Fisch, besonders den frittierten Corvina, zu Preisen ab 5 USD (ca. 5 Euro).
Wo übernachten?
- Hotel Plaza Grande (historisches Zentrum): Luxushotel mit eleganten Suiten und direktem Blick auf die Plaza de la Independencia.
- Hotel San Francisco de Quito (historisches Zentrum): Charmantes Hotel in einem restaurierten Kolonialhaus mit Zimmern zu moderaten Preisen.
- Community Hostel Quito (Viertel San Blas): Geselliges Hostel mit einer Mischung aus Schlafsälen und Privatzimmern für Reisende mit kleinerem Budget.
- Hotel Reina Isabel (Viertel La Mariscal): Modernes Hotel mit geräumigen Zimmern in einer belebten Gegend, die für ihre vielen Restaurants und Bars bekannt ist.
Wann ist die beste Reisezeit?
Quito hat ein ganzjähriges Frühlingsklima mit Temperaturen zwischen 10 und 20 °C. Die Monate von Juni bis September sind meist trockener und eignen sich daher besonders gut für Besichtigungen. Im August feiert die Stadt die Fiestas de Quito zur Erinnerung an ihre Gründung, begleitet von Paraden, Konzerten und kulturellen Veranstaltungen.
Anreise
Quito wird über den Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre angeflogen, der etwa 40 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums liegt. Es gibt Direktverbindungen aus verschiedenen Ländern, wobei die Preise stark saisonabhängig sind. Für den Transfer in die Innenstadt stehen Taxis, Busse und Shuttles zur Verfügung.
Unterwegs in der Stadt
Die Stadt verfügt über ein öffentliches Verkehrsnetz mit Bussen und Trolleybussen, die die wichtigsten Stadtteile anbinden. Taxis sind zahlreich vorhanden und vergleichsweise günstig. Für ein eher lokales Erlebnis kannst du die Stadtbusse nutzen oder auf private Fahrdienste zurückgreifen.
Quito ist eine Stadt mit 3,2 Millionen Einwohnern, die sich trotz ihres starken Wachstums ihren Charme von früher bewahrt hat. Quito ist vor allem als Kolonialstadt bekannt, mit ihrem wunderschönen historischen Stadtzentrum, das zum UNESCO-Welterbe gehört.
Was Quito außerdem so schön macht, ist die Lage inmitten zahlreicher Berggipfel. Sie bieten einen tollen Gesamtüberblick über die Stadt und sind der Ausgangspunkt für viele Wanderungen.
Zudem kann man von Quito aus viele Tagesausflüge unternehmen. Man kann zum Beispiel einen Abstecher in den herrlichen Nationalpark Cotopaxi machen oder die Straße der Vulkane erkunden.