Lacs de Plitvice

Was tun in Kroatien: Top 20 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten 2026

Entdecke die Lieblingsziele unserer Mitglieder in Kroatien, dazu Bewertungen, praktische Infos und Fotos von Reisenden...

Die 5 schönsten Städte in Kroatien

#1 Zagreb +138 Empf.

Zagreb überzeugt mit einem unaufdringlichen Charme, der sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Zwischen der mittelalterlichen Oberstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen, den grünen Parks vor prachtvollen österreich-ungarischen Fassaden und der entspannten Café-Kultur bietet die kroatische Hauptstadt eine in Europa selten gewordene Authentizität. Wer abseits der großen Touristenströme unterwegs ist, schätzt zudem die kuriosen Museen, die deftige Küche und das moderate Preisniveau.

#2 Dubrovnik +102 Empf.

Die von mächtigen Stadtmauern umschlossene ehemalige Seerepublik beeindruckt mit einer UNESCO-geschützten Altstadt, deren Steine von einer stolzen Unabhängigkeit zeugen. Zwischen dem türkisfarbenen Wasser der Adria und den orangefarbenen Ziegeldächern zieht die kroatische Perle Reisende in ihren Bann, auch wenn der Andrang und die Preise, etwa ein Kaffee für 5-7 Euro, oft abschreckend wirken. Versteckte Badebuchten, ruhige Inseln und der Ausblick vom Berg Srđ bei Sonnenuntergang machen diese Hürden jedoch mehr als wett.

#3 Cavtat +31 Empf.

Cavtat liegt 20 km südlich von Dubrovnik und ist ein ruhiger Küstenort, der für seine Geschichte und entspannte Atmosphäre bekannt ist. Die Stadt wurde von den Griechen gegründet und von den Römern geprägt. Heute besticht sie durch einen historischen Ortskern mit gepflasterten Gassen und Sehenswürdigkeiten wie dem Račić-Mausoleum. Mit ihrer Lage zwischen Stränden, Buchten und Naturpfaden ist die Umgebung perfekt für Spaziergänge und Wanderungen. Das Vlaho Bukovac Museum unterstreicht zudem die enge kulturelle Verbindung der Stadt zur kroatischen Kunst.

#4 Mljet +27 Empf.

Ein grünes und blaues Paradies: Die Insel Mljet, die südlichste der Inseln in Kroatien, ist in ihrer Art absolut einzigartig. Seit 1960 steht mehr als ein Drittel der Fläche unter Naturschutz. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ist bemerkenswert und umfasst fünf unterschiedliche Waldökosysteme. Der Odyssee zufolge lebte auf dieser Insel die Nymphe Calypso, die Ulysses dort sieben lange Jahre festgehalten haben soll.

Eine Insel der Sagen und Legenden

Der Urlaub beginnt nach der Ankunft in den Dörfern Pomena und Polače. Hier finden sich noch Überreste illyrischer Befestigungsanlagen sowie die Ruinen eines der größten römischen Paläste Kroatiens. Von diesen Orten aus starten zahlreiche Wanderwege durch den Nationalpark Mljet. In der Hochsaison kostet der Eintritt in das Schutzgebiet 17 Euro. Mitten in den üppigen Wäldern hat die Natur ihre eigenen Gesetze außer Kraft gesetzt und zwei Salzwasserseen geschaffen: Veliko Jezero (der größere) und Malo Jezero (der kleinere), die untereinander und mit dem Meer durch schmale Durchlässe verbunden sind.

Auf dem größeren See lässt sich ein Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert bewundern, das auf der kleinen Insel Sveta Marija thront. Die Bootsüberfahrt dorthin ist im Eintrittspreis für den Park bereits enthalten. Man sagt, dass es die Mönche waren, die sich für den Erhalt des natürlichen Erbes auf der Insel einsetzten. Die Seen lassen sich wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden, und wer möchte, kann sich auch ins Wasser wagen, denn das Baden ist ausdrücklich erlaubt.

In der Nähe des Dorfes Babino Polje solltest du unbedingt die Odysseus-Höhle besuchen. Es handelt sich um eine faszinierende Karstformation, deren Decke eingestürzt ist, sodass heute ein großer Schacht mit Meerwasser am Boden zu sehen ist. Der Legende nach ist dies genau der Ort, an dem Odysseus Zuflucht fand, nachdem er gegen die stürmischen Strömungen der Adria gekämpft hatte.

Natur pur erleben

Mljet eignet sich hervorragend für ausgiebige Spaziergänge. Vom kleinen Ort Pristaniste führt ein Wanderweg in etwa 40 Minuten hinauf zum Aussichtspunkt Montokuc. Von dort bietet sich ein weiter Blick über die Insel, die Küste und das tiefblaue Meer.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte den östlichen Teil der Insel erkunden. Die dortigen Sandstrände sind eine Seltenheit in Kroatien und definitiv einen Besuch wert. Der Strand von Sablunara bietet eine gute Infrastruktur, während der Strand von Blace für Ruhesuchende der ideale Ort zum Entspannen ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Auf Mljet herrscht ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und viel Sonnenschein von März bis Oktober. Im Juli kann es zu Hitzewellen kommen. Die Winter können zudem regenreich ausfallen.

Anreise

Zahlreiche Ausflugsboote und Katamarane steuern Mljet an und legen in den Dörfern Pomena und Polače an. Die Überfahrt ist von Dubrovnik, der Halbinsel Pelješac sowie den benachbarten Inseln Hvar und Korčula möglich.

Mit der Fährgesellschaft Jadrolinija bestehen zudem Fährverbindungen von Dubrovnik zum größten Ort der Insel, Sobra. Die Überfahrt dauert etwa zwei Stunden und bietet die Möglichkeit, das eigene Auto mit auf die Insel zu nehmen.

#5 Split +25 Empf.

Split ist mitten in einem römischen Palast aus dem 4. Jahrhundert entstanden und macht Geschichte zum Alltag. Du speist in kaiserlichen Gewölben, erklimmst die Gassen des alten Viertels Varoš bis hinauf zum Pinienwald auf dem Marjan-Hügel und legst morgens direkt zu den Inseln Hvar, Brač oder Vis ab. Hier beginnt Dalmatien.

Ranking der 15 von der Redaktion ausgewählten Aktivitäten in Kroatien

#1 Berg Srđ (Dubrovnik) +24 Empf. 4.8/5

Der Berg Srđ ragt 412 Meter über Dubrovnik auf und bietet einen weiten Blick auf die Stadtmauern und die Adria. Ob zu Fuß, mit der Seilbahn oder dem Auto, der Gipfel ist leicht erreichbar. Oben erwartet dich das Fort Imperial, dessen Geschichte eng mit dem kroatischen Unabhängigkeitskrieg verknüpft ist. Eine ideale Mischung aus Aussicht, Museum und Natur.

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#2 Stadtmauern von Dubrovnik (Dubrovnik) +23 Empf. 5/5

Die Stadtmauern von Dubrovnik umschließen die Altstadt auf knapp zwei Kilometern Länge. Die hervorragend erhaltenen Befestigungen bieten spektakuläre Ausblicke auf rote Ziegeldächer und die Adria. Der historische Rundgang führt an Bastionen und Türmen wie dem Turm Minceta vorbei. Fans der Serie Game of Thrones erkennen hier sofort Königsmund. Ein Erlebnis, das Geschichte und Küstenlandschaft verbindet.

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#3 Nationalpark Mljet (Mljet) +19 Empf. 4.8/5

Die Insel Mljet ist so dicht bewaldet, dass sie den Beinamen die grüne Insel trägt. Über ein Drittel ihrer Fläche nimmt der Nationalpark Mljet ein, eines der ältesten Naturschutzgebiete im Mittelmeer. Das Areal begeistert mit zwei Salzwasserseen, die durch schmale Kanäle mit dem Meer verbunden sind, sowie dem malerischen Kloster Sveta Marija auf einer kleinen Insel.

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#4 Museum der Stadt Zagreb (Zagreb) +17 Empf. 4.3/5

Das Muzej grada Zagreba (Museum der Stadt Zagreb) zählt zu den bedeutendsten Museen in Kroatien. Es erstreckt sich über drei Etagen und das Untergeschoss des ehemaligen Klarissenklosters in der Oberstadt. Das massive Gebäude besticht durch eine Besonderheit: seine Fassade ist mit täuschend echten Trompe-l-oeil-Fenstern verziert. Die umfangreichen Sammlungen zeigen tausende Exponate und archäologische Funde, die kroatische Bräuche von der Urgeschichte bis heute dokumentieren. Detailreiche Modelle veranschaulichen zudem die städtebauliche Entwicklung von Zagreb im Wandel der Zeit.

#5 Maksimir-Park (Zagreb) +16 Empf. 4.7/5

Der Maksimir-Park ist der älteste und größte öffentliche Park in Zagreb. Als grüne Lunge der Stadt erstreckt er sich über 316 Hektar mit Eichenwäldern, Wiesen und Seen im englischen Landschaftsstil. Mit historischen Denkmälern, Spazierwegen und dem beliebten Zoo Zagreb ist er ein ideales Ziel für Naturliebhaber, Familien und Sportler.

#6 Zrinjevac Park (Zagreb) +16 Empf. 3.7/5

Mitten in der Unterstadt von Zagreb liegt der Zrinjevac Park, das Herzstück des sogenannten Grünen Hufeisens. Mit seinem Musikpavillon aus dem Jahr 1891, historischen Brunnen und prachtvollen Gebäuden ist er ein Zentrum für Kultur und Entspannung. Ob beim Weihnachtsmarkt oder an lauen Tagen, der Park bietet eine elegante Atmosphäre für Einheimische und Gäste.

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#7 Kathedrale von Zagreb (Zagreb) +15 Empf. 4/5

Die höchste Kathedrale von Kroatien prägt das Stadtbild von Zagreb seit dem 11. Jahrhundert. Nach dem Erdbeben von 2020 öffnete sie Ende 2025 teilweise wieder ihre Tore für Besucher. Die neugotischen Türme von Hermann Bollé, eine der weltbesten Orgeln und das Triptychon von Albrecht Dürer machen dieses Bauwerk zu einem zentralen Anlaufpunkt in Zagreb.

#8 Goldenes Horn (Bol) +10 Empf. 4/5

Der als geomorphologisches Denkmal geschützte Strand Zlatni Rat erstreckt sich auf 500 Metern Länge von der Insel Brač aus in die Adria. Seine V-förmige Spitze richtet sich je nach Strömung neu aus und bietet ein seltenes Naturschauspiel. Feiner Kies, kristallklares Wasser, Wassersport und schattige Pinienwälder prägen das Bild. Der Zugang ist kostenlos und liegt 20 Gehminuten von Bol entfernt.

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#9 Diokletianpalast (Split) +9 Empf. 5/5

Der Diokletianpalast diente einst als Altersruhesitz des römischen Kaisers und bildet heute das historische Herz von Split. Der UNESCO-Welterbe-Komplex aus dem 4. Jahrhundert umfasst die halbe Altstadt, in der 3.000 Menschen zwischen antiken Mauern und Straßencafés leben. Der Zugang zum Palastareal ist kostenlos, für Highlights wie die Kathedrale oder die unterirdischen Gewölbe fallen Eintrittspreise an.

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#10 Naturpark Medvednica (Zagreb) +8 Empf. 5/5

Der Naturpark Medvednica überragt den Norden der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Das Gebirgsmassiv bietet Wanderwege für jedes Niveau und weite Ausblicke vom Gipfel Sljeme. Die Grotte Veternica beeindruckt mit ihren Felsformationen und prähistorischen Funden. Die mittelalterliche Festung Medvedgrad mit ihren restaurierten Mauern gewährt einen Blick über Zagreb und einen Einblick in die Geschichte. Die ideale Verbindung aus Natur und Kultur.

#11 Dolac-Markt (Zagreb) +8 Empf. 5/5

Der Dolac-Markt ist seit 1930 die zentrale Anlaufstelle für Lebensmittel in Zagreb und liegt auf einer erhöhten Terrasse direkt an der place Ban-Jelačić (Ban-Jelačić-Platz). Das Angebot verteilt sich auf zwei Ebenen: Obst, Gemüse und Blumen unter roten Sonnenschirmen im Freien sowie Käse und Wurstwaren in der Markthalle. Am besten unter der Woche am frühen Morgen besuchen.

#12 Festung Lovrijenac (Dubrovnik) +7 Empf. 4/5

Die Festung Lovrijenac thront auf einer 37 Meter hohen Klippe und ist ein historisches Juwel von Dubrovnik. Seit dem 11. Jahrhundert schützt sie die Stadt und bietet heute einen weiten Blick auf die Stadtmauern, die Altstadt und die Adria. Die Bastion dient als Kulisse für Kulturveranstaltungen und Game of Thrones.

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#13 Rektorenpalast von Dubrovnik (Dubrovnik) +6 Empf. 4/5

Der Rektorenpalast von Dubrovnik ist ein architektonisches Juwel der Altstadt und war einst Regierungssitz der Republik Ragusa. Das Gebäude vereint Gotik, Renaissance und Barock. Heute beherbergt es das Kulturhistorische Museum. Entdecke die Rektorengemächer, Ratssäle und alten Gefängnisse dieses ehemaligen Stadtstaates. Das Atrium ist für seine exzellente Akustik bekannt und dient im Sommer als Konzertbühne.

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#14 Museum der zerbrochenen Beziehungen (Zagreb) +6 Empf. 3/5

Die ersten Sammlungen des Museum der zerbrochenen Beziehungen tourten als Wanderausstellungen um die Welt, etwa 2007 nach Berlin oder an das Centquatre in Paris. Seit 2010 hat das Museum seinen festen Sitz im Zentrum von Zagreb. Jährlich wächst die Sammlung durch anonyme Spenden weltweit. Die zentrale Frage bleibt universell: Was lässt eine Liebe enden und wie bewahren wir die greifbaren Überreste unserer Beziehungen?

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#15 Nationalpark Plitvicer Seen (Jezerce) +5 Empf. 4.7/5

Sechzehn türkisfarbene Seen, verbunden durch mehr als 90 Wasserfälle, führen dich über Holzstege direkt über das Wasser. Das lebendige Karstsystem gehört zum UNESCO-Welterbe. Du kannst aus 8 markierten Routen zwischen 2 und 8 Stunden wählen, bei denen Elektroboote und Panoramazüge im Ticketpreis enthalten sind. Online-Reservierungen sind in der Hochsaison dringend empfohlen.

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Kroatien, ein Land, das über seine Küste hinauswächst

Mehr als 1.200 Inseln. Eine dalmatinische Küste, die aus dem Weltraum betrachtet wie eine feine Spitzenborte auf der Adria wirkt. Und doch beschränken sich die meisten Besucher auf Dubrovnik, Hvar und die Seen von Plitvice. Trotz des massiven touristischen Erfolgs ist Kroatien ein Land, in dem man immer noch abtauchen kann, sofern man weiß, wo man suchen muss.

Wunderschön, aber ehrlich: Vorsicht vor der Hochsaison

Kroatien ist ein Opfer seines eigenen Erfolgs. Im Juli und August gleicht Dubrovnik einem Freiluft-Freizeitpark, in den jeden Morgen Hunderte Kreuzfahrtpassagiere strömen. Die Preise ziehen an, und ohne Reservierung ist ein Tisch im Restaurant kaum zu bekommen. Doch abseits dieser Spitzenzeiten zeigt das Land ein völlig anderes Gesicht.

Ideal für:

  • Liebhaber von Badeurlaub und kristallklarem Wasser (Adria)
  • Reisende, die Strandtage mit mittelalterlichem Kulturerbe kombinieren möchten
  • Wanderer und Liebhaber von Nationalparks
  • Familien: Das Land ist sicher, gut ausgestattet und leicht zu bereisen
  • Segler und Fans der Küstenschifffahrt
  • Reisende auf der Suche nach erschwinglicher mediterraner Küche
  • Städtetrips, bei denen Meer und Kultur verbunden werden sollen

Weniger geeignet für:

  • Menschen, die Menschenmassen meiden: Im Juli und August sind die Hauptattraktionen überlaufen
  • Reisende mit sehr kleinem Budget: Dubrovnik erreicht in der Hochsaison westeuropäisches Preisniveau
  • Fans von feinen Sandstränden: Die kroatische Küste ist überwiegend felsig oder kiesig
  • Suchende nach einem Geheimtipp: Kroatien gehört zu den meistbesuchten Zielen im Mittelmeerraum

Europäisches Preisniveau mit großen regionalen Unterschieden

Die Lebenshaltungskosten in Kroatien liegen im Schnitt etwa 16 % unter denen in Deutschland, doch dieser Wert täuscht über große Unterschiede hinweg. Dubrovnik verlangt mitten im Sommer Preise, die mit Westeuropa vergleichbar sind oder diese in touristischen Hotspots sogar übertreffen. Split, Zadar und das Landesinnere bleiben deutlich preiswerter.

Beispiele für typische Aufenthalte in Kroatien und geschätzte Budgets ohne Anreise
Art Ort Dauer Budget (ohne Flüge)
Badeurlaub an der dalmatinischen Küste Split, Inseln Brač oder Vis 1 Woche 600 € bis 1.200 € / Pers.
Roadtrip entlang der Küste Zagreb, Plitvice, Split, Dubrovnik 10 bis 14 Tage 900 € bis 1.800 € / Pers.
Inselhüpfen Hvar, Korčula, Mljet, Vis 10 Tage 800 € bis 1.500 € / Pers.
Kultur-Städtetrip Zagreb 3-4 Tage 300 € bis 600 € / Pers.
Natur und Wandern Plitvice, Krka, Velebit-Gebirge 1 Woche 500 € bis 900 € / Pers.
Gastronomie und Trüffel Istrien (Rovinj, Motovun, Pula) 4-5 Tage 450 € bis 900 € / Pers.

Logistik, Sprache und praktische Hinweise

Kroatien hat im Januar 2023 den Euro eingeführt, was die Planung deutlich vereinfacht. In den touristischen Zonen kommst du mit Englisch sehr weit. In den Dörfern im Landesinneren oder auf kleinen Inseln sind ein paar Worte Kroatisch jedoch gern gesehen. Das Fährnetz ist dicht und gut organisiert, die Küstenstraßen sind in gutem Zustand und die allgemeine Sicherheit ist sehr hoch.

Ein wichtiger Hinweis für Wanderungen abseits der markierten Pfade: In einigen Gebieten des Landes, insbesondere in der Umgebung des Velebit-Massivs und in Teilen Slawoniens, gibt es noch Landminen aus den Kriegen der 1990er Jahre. Dies betrifft nicht die touristischen Zonen, sollte aber beachtet werden, wenn man abenteuerliche Routen abseits der Wege plant.

Dubrovnik, Split, Zadar: Städte mit Charakter

  • Dubrovnik hat seinen Ruf zu Recht. Die mittelalterliche Stadtmauer, die sich entlang des Meeres zieht, die mit weißem Kalkstein gepflasterten Gassen und der winzige alte Hafen sind beeindruckend. Was weniger oft erwähnt wird: Zwischen Mai und September gehen jeden Morgen Tausende Kreuzfahrtgäste an Land. Die Lösung: Spät am Abend ankommen oder die Stadtmauer direkt bei Öffnung beziehungsweise am späten Nachmittag besuchen, wenn die Schiffe abgelegt haben. Der Eintritt zu den Befestigungsanlagen kostet etwa 35 €.
  • Split ist ein Unikat. Der Diokletianpalast, der im 4. Jahrhundert erbaut wurde, ist kein museales Relikt, sondern ein lebendiges Viertel, in dem Menschen wohnen, schlafen und ihre Einkäufe erledigen. Eine der faszinierendsten städtischen Kuriositäten im Mittelmeerraum.

Zadar wird von Reisenden, die es eilig haben, oft unterschätzt. Die Meeresorgel, eine Klanginstallation, die Wellen in Musik verwandelt, und die Lichtinstallation "Sonnengruß" an der Promenade machen die Stadt zu einem besonderen, weniger überlaufenen und überraschenden Zwischenstopp.

Insider-Tipp: In Dubrovnik solltest du das Viertel Lapad erkunden, das nur wenige Kilometer vom historischen Zentrum entfernt liegt. Es ist weniger touristisch, eher wohnlich und bietet Restaurants, in denen Einheimische essen, mit Preisen, die bis zu 40 % unter denen der Altstadt liegen.

Inseln: Die eigene Wahl treffen statt der Masse folgen

Hvar ist schön, wurde aber auch zum Ziel für britische Junggesellenabschiede und Luxusyachten. Wenn du bis zum Morgengrauen feiern willst, bist du hier richtig. Für alles andere lohnt sich ein Blick auf die Alternativen.

Brač ist einen Abstecher für den Strand Zlatni Rat wert, dessen Form sich mit den Meeresströmungen verändert. Mljet, im Süden gelegen, beherbergt einen Nationalpark mit zwei Salzseen und einem Kloster aus dem 14. Jahrhundert auf einer Insel im See. Ein Ort von seltener Ruhe.

Vis, eine ehemalige jugoslawische Militärbasis, die bis 1989 für Ausländer geschlossen war, hat sich eine bewahrte Inselatmosphäre bewahrt. Wenig Beton, Buchten, die nur per Boot erreichbar sind, und ein lokaler Weinbau, den die Bewohner über Jahrzehnte fernab des Massentourismus gepflegt haben.

  • Insel Cres: Eine der größten kroatischen Inseln und eine der am wenigsten entwickelten. Wilde Strände, Bergdörfer und frei lebende Gänsegeier.
  • Insel Korčula: Oft als Mini-Dubrovnik bezeichnet, jedoch mit deutlich weniger Andrang und einer von Mauern umgebenen Altstadt.
  • Insel Lastovo: Am weitesten vom Festland entfernt, ein Naturschutzgebiet, kaum Massentourismus.

Nationalparks: Mehr als nur Plitvice

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist spektakulär: 16 türkisfarbene Seen, die durch Wasserfälle in einer dichten Waldlandschaft verbunden sind. Der Eintritt kostet je nach Saison zwischen 10 und 40 €. Im Hochsommer besuchen den Park täglich Tausende Menschen. Starte direkt zur Öffnung, um noch etwas von der Stille zu spüren, die den Ort ausmacht.

Der Nationalpark Krka mit seinen Wasserfällen, die man zu Fuß vom Dorf Skradin erreichen kann, ist von Split aus leichter zu erreichen. Er ist weniger stark frequentiert als Plitvice, auch wenn das Baden am Fuß der Wasserfälle, das lange erlaubt war, mittlerweile reglementiert ist. Plane einen kompletten Tag vor Ort ein.

Für Wanderer bietet das Velebit-Massiv Panoramen zwischen Meer und Bergen, die zu den schönsten des Landes gehören. Nur wenige Reiseführer erwähnen es. Genau deshalb lohnt sich der Besuch.

Istrien und Zagreb: Österreich und Italien in einem Land

Rovinj auf der istrischen Halbinsel war jahrhundertelang venezianisch. Das hört man in den Straßennamen, schmeckt es in der Küche mit Trüffeln und Olivenöl und sieht es an den Glockentürmen, die die Altstadt dominieren. Es ist eine der schönsten Städte des Landes.

Im istrischen Hinterland dominieren die Dörfer Motovun und Grožnjan seit dem Mittelalter ihre Weinberge. Die Region produziert weiße und schwarze Trüffel, lokale Weine wie Malvazija und Teran sowie Olivenöl von einer Qualität, die oft über den spanischen oder griechischen Versionen im Supermarkt liegt.

Zagreb, die Hauptstadt, empfängt deutlich weniger ausländische Besucher als Split oder Dubrovnik. Das ist ein Fehler. Der Dolac-Markt, das Museum der zerbrochenen Beziehungen (das Objekte gescheiterter Liebesbeziehungen mit ihren Geschichten ausstellt: die Idee ist ebenso absurd wie berührend) und die österreichisch-ungarische Architektur machen Zagreb zu einem erstklassigen städtischen Ziel.

Insider-Tipp: Wenn du Istrien besuchst, fahre nicht ohne Käse von der Insel Pag nach Hause. Die Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und ihr Schafskäse, der in der Meeresluft mit den Mineralien vom Velebit reift, gehört zu den besten Europas. Man findet ihn auf allen Märkten der Region.

Kroatien auf dem Teller: Von der Glut bis zum schwarzen Risotto

An der Küste ist die Peka das Gericht, das die dalmatinische Küche am besten verkörpert: Fleisch (Lamm, Kalb) oder ein ganzer Krake, der im Holzofen unter einer metallenen Glocke zusammen mit Kartoffeln und Kräutern geschmort wird. Die Zubereitung dauert lange (oft 2 Stunden, am besten vorbestellen) und ist unvergesslich. Das Crni rižoto, ein Tintenfischrisotto, ist ein weiterer Klassiker der Küste mit einer intensiven Meeresnote.

Der Brudet, ein scharfer Fischeintopf, variiert von Hafen zu Hafen. Im Landesinneren bietet Slawonien rustikalere Aromen: Paprika, geräucherte Würste, gefüllte Kohlblätter (Sarmas). Die Ćevapi, kleine gegrillte Röllchen aus Hackfleisch, die mit Brot und Zwiebeln serviert werden, sind in der gesamten Balkanregion beliebt und bleiben eine günstige, schnelle Mahlzeit.

Bei den Weinen produziert die Halbinsel Pelješac den Dingač, einen dichten Rotwein aus der Rebsorte Plavac Mali, der zu den besten Kroatiens zählt. Istrien bietet den Malvazija, einen fruchtigen Weißwein mit salzigen Noten. Und der Rakija, ein Schnaps mit Kräuter- oder Honigaromen, ist der universelle Digestif des Landes: Er wird dir überall angeboten, es wäre schade, abzulehnen.

Wann ist die beste Reisezeit für Kroatien?

Juni und September sind die idealen Monate: Das Meer ist warm, die Preise moderat und die Menschenmassen deutlich geringer als im Hochsommer. Juli und August ziehen Millionen Touristen an, Unterkünfte an der Küste sind oft Monate im Voraus ausgebucht und Hauptattraktionen sind überlaufen.

Der Frühling (April-Mai) ist perfekt zum Wandern und für Nationalparks, insbesondere um die Schneeschmelze in Plitvice und auf den Almen des Velebit zu beobachten. Der Herbst bietet im Oktober die Weinlese, noch milde Temperaturen an der Küste und eine sehr lokale Atmosphäre auf den Inseln, wenn die Einheimischen ihre Dörfer wieder für sich haben.

Der Winter hat ebenfalls seinen Reiz: Zagreb entfaltet einen der besten Weihnachtsmärkte Mitteleuropas, der mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Küste ist kalt und der Bora ausgesetzt, einem heftigen Wind, der von den Bergen herabfällt. Die Inseln sind fast menschenleer, ein Erlebnis für sich für alle, die Ziele außerhalb der Saison mögen.

Wie kommt man nach Kroatien?

Kroatien ist aus dem deutschsprachigen Raum sehr gut erreichbar. Direktflüge verbinden Städte wie Frankfurt, Wien oder Zürich mit Dubrovnik, Split, Zagreb und Zadar über verschiedene Fluggesellschaften wie Croatia Airlines, easyJet, Ryanair und Transavia. Ein Hin- und Rückflug liegt je nach Saison und Buchungszeitpunkt zwischen 80 und 250 €.

Von Italien aus gibt es mehrere Fährverbindungen: Fähren von Ancona oder Bari nach Split oder Dubrovnik, wobei die Mitnahme eines Fahrzeugs möglich ist. Rechne mit etwa 200 bis 350 € für zwei Personen mit Auto. Die Nachtüberfahrt von Ancona (etwa 9 Stunden) ist eine sehr angenehme Art, direkt an der Küste anzukommen.

Für Staatsangehörige der Europäischen Union ist kein Visum erforderlich. Der Personalausweis reicht aus. Kroatien gehört seit 2023 zum Schengen-Raum.

Wie bewegt man sich in Kroatien fort?

Das Fährnetz der Gesellschaft Jadrolinija ist das Rückgrat des Reisens an der kroatischen Küste. Regelmäßige Verbindungen ab Split, Dubrovnik und Zadar bedienen die wichtigsten Inseln. Die kürzesten Überfahrten (zum Beispiel Split-Brač) kosten wenige Euro, längere Verbindungen liegen bei 15-30 €. Reserviere in der Hochsaison deine Fährtickets im Voraus.

Ein Mietwagen ist das beste Mittel, um das Landesinnere, Istrien und Gebiete abseits der Touristenrouten zu erkunden. Die Straßen sind allgemein in gutem Zustand, Autobahnen (mautpflichtig) ermöglichen ein schnelles Durchqueren des Landes. Auf den Inseln decken lokale Busse die wichtigsten Achsen zu moderaten Preisen ab, die Fahrpläne können außerhalb der Saison jedoch eingeschränkt sein.

Das Schienennetz ist für Küstenreisen kaum geeignet: Die Strecken verbinden Zagreb mit Split und einigen Städten im Binnenland, decken aber nicht die dalmatinische Küste ab. Der Bus ist das verbreitetste und praktischste Verkehrsmittel zwischen den Städten: komfortabel, auf den Hauptachsen pünktlich und deutlich günstiger als ein Mietwagen für einfache Strecken.

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