Zlatni Rat, der Strand, der nie zur Ruhe kommt
Aus der Luft betrachtet sieht er aus wie ein weißes Komma, das in die Adria gezeichnet wurde. Am Boden rollen die Kiesel unter den Füßen, glatt und warm, hellgrau trotz des Namens Goldenes Horn.
Das Besondere an dieser Landzunge ist ihre ständige Bewegung. Meeresströmungen und Wind verschieben ihre Spitze von Tag zu Tag um einige Meter, mal nach Osten, mal nach Westen, wobei sich an der äußersten Kante manchmal eine kleine, flüchtige Lagune bildet.
Warum lohnt sich ein Besuch am Zlatni Rat?
Als geomorphologisches Naturdenkmal unter Schutz gestellt, erstreckt sich diese Kieselhalbinsel auf fast 500 Meter in den Kanal von Hvar, südlich der Insel Brač. Ihre V-Form und das kristallklare Wasser sorgen dafür, dass sie regelmäßig in Listen der schönsten Strände der Welt auftaucht, von Berichten im National Geographic bis hin zum New York Times.
Topografische Daten belegen, dass der Strand stetig wächst. Zwischen 2006 und 2017 legte er um etwa 80 Meter an Länge zu, gespeist durch Sedimente, die der überragende Berg Vidova Gora herabtransportiert.
Bis in die 1950er Jahre waren die Flächen hinter dem Strand von Weinreben bedeckt. Die Gemeinde Bol pflanzte anschließend die Pinien, die heute einen dichten Wald bilden. Sie spenden willkommenen natürlichen Schatten und setzen einen starken Kontrast zum Blau des Meeres.
Die beiden Seiten des Strandes
Die Ostseite: ruhig und familienfreundlich
Der in Richtung Bol gewandte Küstenabschnitt ist meist vor dem Maestral geschützt, dem Westwind, der im Sommer jeden Nachmittag aufkommt. Das Wasser bleibt hier ruhig und ist in den ersten Metern flach, was ideal für Kinder ist. Dies ist auch der belebtere Teil mit mietbaren Liegestühlen und Strandbars wie dem Auro, das direkt am Rand des Pinienwaldes liegt.
Die Westseite: Wind und Wassersport
Die andere Seite des Horns bekommt den Wind ab 13:00 oder 14:00 Uhr voll zu spüren. Windsurfer und Kitesurfer treffen sich hier, getragen von einer stetigen Brise, die Bol zu einem der bekanntesten Spots der Adria gemacht hat. Mehrere Schulen bieten direkt am Strand Kurse und Materialverleih an. Die äußerste Spitze der Halbinsel, an der sich die Wellen von beiden Seiten treffen, bietet mit ihrem schnell abfallenden, klaren Wasser die besten Bedingungen zum Schnorcheln.
Ein kleiner Tipp: Komme im Juli oder August vor 9:00 Uhr. Der nächstgelegene Parkplatz kostet etwa 10 Euro pro Tag und ist schnell belegt. Besser noch: Lass das Auto in Bol stehen und laufe in 20 Minuten über die schattige Promenade Put Zlatnog Rata zum Strand, an der sich Handwerksstände und kleine Bars befinden. Im September kehrt am Strand eine beeindruckende Ruhe ein und das Meer ist immer noch warm.
Umgebung und nützliche Infos
Der Strand verfügt in der Saison über Duschen, Toiletten, Umkleiden und eine Badeaufsicht. Für den Hunger zwischendurch servieren mehrere Kioske im Pinienwald Pizza, Crêpes und kalte Getränke zu fairen Preisen, auch wenn die Einführung des Euro das Preisniveau angehoben hat. Ein kleiner Touristenzug verbindet Bol mit dem Strand für wenige Euro, was besonders mit kleinen Kindern oder am Ende des Tages praktisch ist.
Etwa 200 Meter westlich vom Zlatni Rat erstreckt sich unter den Pinien ein diskreter FKK-Strand. Die Umgebung ist dort ursprünglicher, der Blick auf das Goldene Horn großartig und es ist deutlich weniger los. Wanderer können den Vidova Gora besteigen, der mit 778 Metern der höchste Punkt aller kroatischen Inseln ist und einen direkten Blick auf den Strand und den Kanal von Hvar bietet. Plane für den Aufstieg ab Bol etwa 2:30 Stunden ein.
Der Hafen von Bol, zwei Kilometer entfernt, lohnt sich für einen Abstecher zum Dominikanerkloster und für die kleinen Fischrestaurants direkt am Kai. Den ganzen Tag über pendeln Taxiboote zwischen dem Hafen und dem Strand für diejenigen, die den Weg über das Wasser bevorzugen.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Dieser Strand ist ein Muss in Kroatien, er gehört sogar zu den schönsten Stränden der Welt. Es stimmt, dass er wunderschön ist. Nur macht seine Bekanntheit ihn zu einem extrem touristischen Ort. In der Hochsaison muss man früh kommen, um einen Platz zu finden.