La Paz et Illimani depuis les antennes de El Alto ©Thaki Voyage

Top 6 der schönsten Städte in BolivienRanking 2026

Foto : Thaki Voyage

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Die Lieblingsstädte in Bolivien unserer Mitglieder, von der Redaktion empfohlen

#1 La Paz +29 Empf.

Auf einer Höhe von 3.650 Metern gelegen, ist La Paz die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Diese geografische Besonderheit ist jedoch nur ein kleiner Aspekt dieser riesigen Stadt, die das historische und kulturelle Herz Boliviens bildet. Wer das Land wirklich verstehen will, kommt an La Paz nicht vorbei.

Einzigartige Lage am Fuße der Berge

La Paz liegt in einem tiefen Canyon, umgeben von den beeindruckenden Gipfeln der Anden. Die schneebedeckten Berge ragen auf über 6.000 Meter empor, allen voran der Berg Illimani, das Wahrzeichen der Stadt. Um die gigantische Ausdehnung von La Paz zu erfassen, empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Teleférico. Zum Preis eines Metrotickets (etwa 3 BOB / 0,40 Euro) schwebst du über den Häusermeeren und hast die Kordillere direkt im Blick. Für einen ruhigeren Moment bietet sich der Mirador Kili Kili im Osten der Stadt an. Von dort aus überblickst du das gesamte Stadtgebiet. Besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Berghänge trifft und der Schnee in den verschiedensten Farben leuchtet, ist der Ausblick spektakulär. Danach ist es an der Zeit, wieder in das quirlige Treiben der Stadt einzutauchen.

Eine bewegte Stadt mit verborgenen Schätzen

Der erste Eindruck von La Paz kann überwältigend sein, denn das Leben hier ist laut und pulsierend. Man muss sich seinen Weg durch die unzähligen Straßenhändler und die Menschenmassen bahnen, die sich an jeder Ecke drängen. Wenn du in die indigene Kultur eintauchen möchtest, ist der Mercado de las Brujas (Hexenmarkt) die richtige Adresse. Hier findest du alles für die Rituale der Aymaras, der größten ethnischen Gruppe des Landes, wie etwa Lamaföten, die als Glücksbringer für die Erdgöttin Pachamama dienen. Empfehlenswert ist auch der traditionellere Mercado Rodriguez. Dort gibt es zahlreiche Stände, an denen du dich direkt durch die lokalen Spezialitäten probieren kannst.

Ein Besuch auf der Plaza San Francisco, dem historischen Zentrum, ist ein Muss, um die prachtvolle Kirche zu bestaunen. Das Innere mit seinem goldenen Dekor wirkt beeindruckend und fast schon hypnotisch. Für eine entspanntere Atmosphäre sorgt die Calle Jaén. In dieser schmalen, gut erhaltenen Kolonialstraße reihen sich elegante Häuser aneinander. Es gibt dort fünf Museen, die du mit einem Kombiticket besuchen kannst. Wer dem Trubel des Zentrums kurz entfliehen möchte, findet auf der Plaza Murillo einen idealen Ort für eine Pause mit einem Eis oder einer Salteña (einem herzhaft gefüllten und gebackenen Teigtaschen-Snack).

Die beste Reisezeit

La Paz hat ein subtropisches Klima mit trockenen Wintern und regnerischen Sommern. Die ideale Reisezeit liegt zwischen September und Dezember, da du so sowohl die kältesten Temperaturen als auch die stärksten Regenfälle vermeidest.

Anreise

Bolivien verfügt über ein dichtes Busnetz, mit dem du La Paz von jedem Ort im Land aus erreichen kannst. Wenn du aus Peru kommst, ist die Stadt Puno am anderen Ufer des Titicacasees etwa 250 Kilometer entfernt. Für Reisende aus Europa gibt es tägliche Flugverbindungen in die bolivianische Hauptstadt.

Must-See

#2 Uyuni +19 Empf.

Auf 3.660 Metern Höhe in den bolivianischen Anden ist Uyuni kein gewöhnliches Reiseziel. Die staubige Kleinstadt bildet das Tor zum größten Salzsee der Welt, wo Himmel und Erde in einem unendlichen Spiegel verschmelzen. Zwischen bunten Lagunen, dampfenden Geysiren und Flamingos erlebst du eine Landschaft, die fast außerirdisch wirkt. Es ist ein raues und unverfälschtes Abenteuer für alle, die das Staunen über den Komfort stellen.

Must-See

#3 Copacabana +12 Empf.

Die bolivianische Kleinstadt am Ufer des Titicacasees beeindruckt mit ihrer spirituellen Atmosphäre und Panoramablicken. Auf fast 3800 Metern Höhe gelegen, ist sie für die Basílica de la Virgen de Candelaria als Wallfahrtsort bekannt und bietet vom Cerro El Calvario aus eine weite Aussicht über die Region. Die Inseln im See und die präinkaische Sternwarte Horca del Inca runden den Besuch ab.

Must-Sees

#4 Sucre +8 Empf.

Sucre, die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens, besticht durch ihre hervorragend erhaltene Kolonialarchitektur und eine entspannte Atmosphäre. Das UNESCO-Welterbe im Stadtzentrum umfasst markante Bauwerke wie die Casa de la Libertad und die Kathedrale. Kulturelle Museen und außergewöhnliche Ausflugsziele wie Cal Orck’o mit seinen Dinosaurierspuren ergänzen das Angebot. Dank des milden Klimas und zahlreicher Sprachschulen ist Sucre der ideale Ort, um das bolivianische Erbe in Ruhe zu erkunden.

#5 Potosí +7 Empf.

Potosí ist eine Stadt in Bolivien, die im 16. und 17. Jahrhundert einen beispiellosen Aufschwung erlebte, als die spanischen Kolonialherren begannen, das riesige Silbervorkommen im Cerro Rico auszubeuten. Dieser reiche Berg prägt das Stadtbild von Potosí so massiv, dass er von fast jeder Straßenecke aus sichtbar ist. Die Minen werden heute noch auf Zinnvorkommen hin durchsucht und können ausschließlich im Rahmen geführter Touren besichtigt werden. Diese Exkursionen verdeutlichen die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der bolivianischen Bergleute, von denen viele in den Stollen des Berges ihr Leben ließen. Tief im Berginneren findet sich eine Darstellung des Tío, des Schutzherrn der Unterwelt.

Das minentechnische Erbe von Potosí

Der Bergbau in diesem Teil Boliviens währt nun schon vier Jahrhunderte und hat unter der Ägide der spanischen Krone, die in Potosí ihre Münzen prägen ließ, den europäischen Kontinent maßgeblich mitfinanziert. Um tiefer in die Industrie- und Finanzgeschichte einzutauchen, ist ein Besuch der Casa de la Moneda Pflicht. Das Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert ist das größte Kolonialgebäude Lateinamerikas. Bei einer Führung erfährst du, wie das Geld damals geprägt wurde. Das Museum beherbergt zudem beeindruckende Sammlungen historischer Münzen sowie interessante Kunstwerke.

Auf einer Höhe von 4.090 Metern gelegen, war Potosí einst eine spanische Hochburg und im 17. Jahrhundert eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt, die sogar London oder Paris in den Schatten stellte. Damals lebten nicht weniger als 160.000 Menschen in der bolivianischen Stadt. Die Bergbauindustrie wurde schrittweise modernisiert, unter anderem durch ein im 16. Jahrhundert angelegtes System aus Aquädukten und Mühlen zur Metallverarbeitung, das teilweise bis heute erhalten ist. Vom Gipfel des Cerro Rico aus hast du einen weiten Panoramablick über die umliegenden Anden.

Bedeutendes koloniales Zentrum in Lateinamerika

Die gesamte Stadtstruktur von Potosí ist auf den Bergbau und die koloniale Vergangenheit ausgerichtet, was ihr 1987 die Aufnahme in das Unesco-Welterbe einbrachte. Zahlreiche Gebäude zeugen von diesem Erbe, allen voran die Bauten rund um die Plaza 10 de Noviembre, das schlagende Herz der Stadt. In Potosí findest du zudem eine Vielzahl an Kirchen und religiösen Monumenten im Barockstil, wie etwa die Kathedrale oder das couvent de Santa Teresa, das heute ein Museum für sakrale Kunst beherbergt. Besonders sehenswert ist die Fassade der Tour de la Compañía de Jésus mit ihren 32 gedrehten Säulen und den aufwendigen Steinmetzarbeiten.

Nach Jahrhunderten menschlicher Ausbeutung ist der Cerro Rico heute leider zu einem porösen und instabilen Berg geworden, der zu Erdrutschen neigt. Das stellt sowohl für die Bewohner von Potosí als auch für den Erhalt des lokalen Kulturerbes eine ständige Gefahr dar.

Wann ist die beste Reisezeit?

Aufgrund der extremen Höhenlage kann es in Potosí schnell empfindlich kalt werden. Plane deinen Besuch daher am besten für die Zeit zwischen April und Oktober.

Anreise

Neben ihrer historischen Bedeutung ist Potosí ein idealer Zwischenstopp auf der Route zum Salar d'Uyuni. Es gibt zahlreiche Busverbindungen, die Potosí in etwa 3 Stunden von Sucre aus erreichen.

#6 Tarija +4 Empf.

Tarija ist eine angenehme Stadt im Süden Boliviens, die durch ihre entspannte Atmosphäre und ein mildes Klima besticht. Das historische Zentrum bewahrt ein charmantes koloniales Flair, während in der umliegenden Talregion die wichtigsten Weinberge des Landes liegen. Neben Weinproben, Besuchen der lokalen Märkte und kulturellen Entdeckungen bietet die Stadt eine authentische Erfahrung. In der Nähe laden Naturlandschaften wie das Reservat Los Cardones dazu ein, unberührte Gebiete in einem gemächlichen Tempo zu erkunden.

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