Porlezza

Top 3 der schönsten Dörfer in der LombardeiRanking 2026

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Die schönsten Dörfer in der Lombardei

#1 Porlezza +9 Empf.

An den italienischen Ufern des Luganersees gelegen, bietet Porlezza eine Auszeit vom Alltag. Das Leben hier folgt dem Rhythmus der Natur, zwischen dem ruhigen Wasser des Sees und den Wanderwegen, die sich durch die grünen Berge ziehen. Der Ort ist ideal für Familien und Aktivurlauber, die abseits des Trubels der bekannteren Nachbarseen eine entspannte Umgebung suchen. Ein Ziel für alle, die Einfachheit und Authentizität direkt an der italienisch-schweizerischen Grenze schätzen.

Must-See

#2 Stresa +3 Empf.

Als die Perle des Verbanos bezeichnet, ist Stresa am Westufer des Lago Maggiore tatsächlich ein weltweit einzigartiges Schmuckstück. Schon im Jahr 998 tauchte „Strixia“ in offiziellen Dokumenten auf, doch erst im Mittelalter und mit dem Eintreffen der Aristokratie verwandelte sich das kleine Fischer- und Bauerndorf in einen Ort voller Raffinesse und Eleganz. Der Bau von Palästen und deren Gärten im 16. und 17. Jahrhundert begründete den fabelhaften Aufstieg einer Stadt, die nicht nur Liebhaber außergewöhnlicher Architektur anzieht, sondern auch all jene, die eine nahezu perfekte und magische Umgebung suchen.

Villen und Parks wie aus einer anderen Zeit

Die Kulisse ist schlicht betörend und bietet auf Schritt und Tritt bleibende Eindrücke. Direkt am Ortseingang von Stresa entführt die Villa Pallavicino in die unendliche Romantik des 19. Jahrhunderts. Die 1855 errichtete neoklassizistische Residenz macht den Anfang, doch vor allem die 16 Hektar ihres unglaublichen Parks sind weltbekannt. Als naturnaher, fast ein wenig wilder Rückzugsort thront dieser Balkon über dem See, gefüllt mit jahrhundertealten Bäumen und exotischen Pflanzen. Das Gelände ist zugleich botanischer und zoologischer Garten, in dem Affen und Kängurus friedlich leben. Prächtige Volieren und Überreste der Wehrmauer einer Festung aus dem 13. Jahrhundert runden das Areal ab.

Am Berghang erwarten dich im Botanischen Garten Alpinia auf 800 m Höhe rund tausend Pflanzenarten, wobei diese Höhenlage alpine Gewächse ebenso gedeihen lässt wie Exemplare aus dem Kaukasus oder Japan. Auch hier ist die Aussicht phänomenal. Sie zog bereits die großen Namen an, die den Ruf des Ortes begründeten: Stendhal, Dickens und Lord Byron verfielen dem Charme von Stresas Reizen, doch niemand hat ihn so treffend beschrieben wie Hemingway in seinem Roman „In einem anderen Land“. Der Schriftsteller stieg gerne im Grand Hotel des Îles Borromées ab, wo heute zu seinen Ehren eine Suite seinen Namen trägt. Wie alle Luxushotels der Stadt ist das Jugendstilgebäude schlicht grandios. Dieser Baustil zieht sich wie ein roter Faden durch den Ort, wovon auch die Villa Ducale aus dem 18. Jahrhundert oder die Villa Dell'Orto aus dem Jahr 1900 eindrucksvolle Zeugnisse ablegen.

La dolce vita direkt am Wasser

Kultur ist allgegenwärtig. Im Rathaus zeigt das Museo Pietro Canonica Skulpturen des Künstlers, während sich die Kirche Chiesa dei Santi Ambrogio e Teodulo aus dem Jahr 1790 durch ihre Deckenmalereien auszeichnet. Die Piazza Cadorna bildet das Herz des Ortes mit charmanten Boutiquen. Ein Spaziergang durch die engen, bunten und blumengeschmückten Fußgängerzonen fühlt sich an wie eine Zeitreise. Die Atmosphäre ist malerisch, die Cafés unter schattigen Markisen strahlen enormen Charme aus, und die Auswahl an Restaurants und kulinarischen Spezialitäten ist groß. Ob Aufschnitt, Risotto, Ziegenkäse oder Gorgonzola, die Küche ist bodenständig und schmackhaft, während die Desserts ein echtes Festival für den Gaumen sind, allen voran Pralinen, die Margheritine (zuckerbedeckte Butterkekse) oder der Buchweizenkuchen namens Stinchett.

Die Uferpromenade bis zur Schiffsanlegestelle gehört zu den unverkennbaren Wahrzeichen von Stresa. Während sich der gesamte Golf der Borromäischen Inseln vor dir ausbreitet, spazierst du unter riesigen Palmen vorbei an prachtvollen Anwesen, purer Genuss. Gegenüber thront die Eremitage von Santa Caterina del Sasso, die seit dem 12. Jahrhundert an den Felsen zu kleben scheint. Vor allem aber locken die berühmten Borromäischen Inseln mit unvergesslichen Ausflügen. Drei von ihnen sind für Besucher geöffnet und überzeugen ebenfalls mit glanzvollen Villen, Palästen und Gärten.

Die beste Reisezeit

Die Blütezeit im April und Mai ist in Stresa spektakulär, auch wenn das Wetter im Frühling launisch sein kann. Dank des gemäßigten Klimas hast du von Juni bis September reichlich Sonnenschein, triffst dann allerdings auch auf viele andere Reisende. Die Musikwochen sind ein sommerlicher Höhepunkt, der Künstler aus aller Welt anzieht.

Anreise

Mit dem Auto verläuft die Fahrt dank gut ausgebauter Autobahnen unkompliziert, egal ob du aus Richtung Mailand oder über die großen Alpenpässe anreist. Von Mailand aus erreichst du Stresa in etwa einer Stunde. Per Zug kommst du über die Schweiz und den Simplon oder mit dem TGV über Mailand an; von Mailand aus dauert die Fahrt nach Stresa noch etwa 1 Stunde 20 Minuten. Der nächstgelegene Flughafen ist Milano-Malpensa, rund 20 km vom Lago Maggiore entfernt. Buslinien und Shuttle-Dienste sorgen für die Weiterfahrt.

Must-See

#3 Bellagio +2 Empf.

Bellagio liegt im Norden Italiens und wird nicht selten als die schönste Stadt des Landes bezeichnet. Das ist eine Ansage, aber wenn man einmal dort war, versteht man warum. Ihre Popularität verdankt die Stadt vor allem ihrer privilegierten Lage am Comer See, einem der begehrtesten Ziele Italiens. Ein Tag reicht aus, um das Flair aufzusaugen, bevor man die weitere Umgebung des Sees erkundet.

Ein Ort für die feine Gesellschaft

Bellagio trägt den Beinamen Perle des Sees, da sie genau an der Gabelung der beiden Seebecken liegt, die nach Südosten und Südwesten verlaufen. Diese strategische Lage verhalf der Stadt bereits im Mittelalter zu Macht. Im 18. und 19. Jahrhundert wandelte sich Bellagio dann grundlegend zum gefragten Urlaubsort. Zahlreiche Persönlichkeiten ließen sich Villen direkt am Wasser errichten, was den Ruf des Ortes in ganz Europa festigte. Auch heute noch gilt Bellagio als Treffpunkt der gut betuchten italienischen Gesellschaft. Man kann hier prachtvolle Villen und Luxushotels bestaunen. Aber auch Reisende mit kleinerem Budget kommen auf ihre Kosten, allein schon bei einem Spaziergang am Ufer des Comer Sees. Die strategisch platzierten Bänke bieten einen tollen Blick auf das Wasser und die Skulpturen am Wegesrand unterstreichen die Eleganz des Ortes.

Entspannte Spaziergänge

In Bellagio gibt es weniger klassische Sehenswürdigkeiten zum Abarbeiten, als vielmehr eine Atmosphäre, in der man einfach flanieren und den Blick über den See schweifen lassen kann. Die Altstadt ist sehr charmant, und es macht Spaß, durch die alten Gassen und über die Treppen zu schlendern, während man die Fassaden der pittoresken Häuser bewundert. Gönn dir einen Kaffee in der Salita Serbelloni, einer Gasse, die vom Hafen aus in den Ort hineinführt. Was die Gärten betrifft, darfst du die der Villa Melzi nicht verpassen: Luigi Canonica und Luigi Villoresi legten sie rund um das Haus an, das der berühmte Architekt Giocondo Albertolli zwischen 1808 und 1810 errichtete. Sie beherbergen ein neoklassizistisches Palais, eine Kapelle und eine Orangerie. Bei einer Führung kannst du zudem die weitläufigen Gärten der Villa Serbelloni mit ihren Grotten, Statuen und Brunnen entdecken. Die Fundamente des Gebäudes gehen bis in die Antike auf die Zeit von Plinius dem Jüngeren zurück. Statte schließlich der Kirche San Giovanni am Seeufer und der Basilika San Giacomo einen Besuch ab, in der mittelalterliche Kunstwerke aufbewahrt werden.

Die beste Reisezeit

Der Frühling ist wohl die schönste Zeit für einen Besuch in Bellagio, wenn die Blumen blühen und dem Ort eine besonders romantische Note verleihen. Der Sommer ist ebenfalls angenehm und lädt zum Wassersport auf dem See ein, allerdings musst du dich dann auf deutlich mehr Touristen einstellen.

Anreise

Die meisten Besucher kommen von der Stadt Como aus nach Bellagio, die weniger als eine Stunde von Mailand mit dem Zug oder dem Auto entfernt liegt. Wenn du mit dem eigenen Wagen anreist, beachte, dass die Uferstraße sehr eng ist und es im Sommer häufig zu Staus kommt. Eine echte Alternative ist die Anreise mit der Fähre. Drei Gesellschaften bedienen die Städte rund um den Comer See mit regelmäßigen Verbindungen, besonders in den Sommermonaten.

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