Bellagio besuchen
Bellagio liegt im Norden Italiens und wird nicht selten als die schönste Stadt des Landes bezeichnet. Das ist eine Ansage, aber wenn man einmal dort war, versteht man warum. Ihre Popularität verdankt die Stadt vor allem ihrer privilegierten Lage am Comer See, einem der begehrtesten Ziele Italiens. Ein Tag reicht aus, um das Flair aufzusaugen, bevor man die weitere Umgebung des Sees erkundet.
Ein Ort für die feine Gesellschaft
Bellagio trägt den Beinamen Perle des Sees, da sie genau an der Gabelung der beiden Seebecken liegt, die nach Südosten und Südwesten verlaufen. Diese strategische Lage verhalf der Stadt bereits im Mittelalter zu Macht. Im 18. und 19. Jahrhundert wandelte sich Bellagio dann grundlegend zum gefragten Urlaubsort. Zahlreiche Persönlichkeiten ließen sich Villen direkt am Wasser errichten, was den Ruf des Ortes in ganz Europa festigte. Auch heute noch gilt Bellagio als Treffpunkt der gut betuchten italienischen Gesellschaft. Man kann hier prachtvolle Villen und Luxushotels bestaunen. Aber auch Reisende mit kleinerem Budget kommen auf ihre Kosten, allein schon bei einem Spaziergang am Ufer des Comer Sees. Die strategisch platzierten Bänke bieten einen tollen Blick auf das Wasser und die Skulpturen am Wegesrand unterstreichen die Eleganz des Ortes.
Entspannte Spaziergänge
In Bellagio gibt es weniger klassische Sehenswürdigkeiten zum Abarbeiten, als vielmehr eine Atmosphäre, in der man einfach flanieren und den Blick über den See schweifen lassen kann. Die Altstadt ist sehr charmant, und es macht Spaß, durch die alten Gassen und über die Treppen zu schlendern, während man die Fassaden der pittoresken Häuser bewundert. Gönn dir einen Kaffee in der Salita Serbelloni, einer Gasse, die vom Hafen aus in den Ort hineinführt. Was die Gärten betrifft, darfst du die der Villa Melzi nicht verpassen, die zwischen 1808 und 1810 vom berühmten Architekten Giocondo Albertolli angelegt wurden. Sie beherbergen ein neoklassizistisches Palais, eine Kapelle und eine Orangerie. Bei einer Führung kannst du zudem die weitläufigen Gärten der Villa Serbelloni mit ihren Grotten, Statuen und Brunnen entdecken. Die Fundamente des Gebäudes gehen bis in die Antike auf die Zeit von Plinius dem Älteren zurück. Statte schließlich der Kirche San Giovanni am Seeufer und der Basilika San Giacomo einen Besuch ab, in der mittelalterliche Kunstwerke aufbewahrt werden.
Die beste Reisezeit
Der Frühling ist wohl die schönste Zeit für einen Besuch in Bellagio, wenn die Blumen blühen und dem Ort eine besonders romantische Note verleihen. Der Sommer ist ebenfalls angenehm und lädt zum Wassersport auf dem See ein, allerdings musst du dich dann auf deutlich mehr Touristen einstellen.
Anreise
Die meisten Besucher kommen von der Stadt Como aus nach Bellagio, die weniger als eine Stunde von Mailand mit dem Zug oder dem Auto entfernt liegt. Wenn du mit dem eigenen Wagen anreist, beachte, dass die Straßen im Sommer sehr eng sein können und es häufig zu Staus kommt. Eine echte Alternative ist die Anreise mit der Fähre. Drei Gesellschaften bedienen die Städte rund um den Comer See mit regelmäßigen Verbindungen, besonders in den Sommermonaten.
Nobler Badeort in der Lombardei, gelegen in einer traumhaften Kulisse mit dem Comer See und den Alpen. Es gibt jede Menge Aktivitäten rund um den See und in den Bergen. Das Leben im Dorf ist in der Hochsaison zwar lebhaft, aber auch teuer.