Den Comer See besuchen
Der Comer See ist Teil der Seenlandschaft in den Voralpen der Lombardei, nördlich von Italien und etwa 45 Kilometer nördlich von Mailand gelegen. Die Region ist seit der Zeit der Römer beliebt und zählt zu den festen Größen für Reisende in Italien. Über die Jahrhunderte zog der See gekrönte Häupter, berühmte Literaten und Musiker wie Stendhal und Liszt sowie in jüngerer Zeit Hollywood-Größen wie George Clooney an. Zahlreiche Villen mit weitläufigen Gärten zeugen von dieser Begeisterung. Ein Beispiel ist die villa del Balbianello, die auch als Filmkulisse diente, oder die villa Carlotta, eine herrschaftliche neoklassizistische Residenz, die zu Ehren von Charlotte von Preußen errichtet wurde.
Como, die Hauptstadt am See
Como ist die größte Stadt in der direkten Umgebung und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Stadt wurde im Jahr 19 v. Chr. gegründet und bewahrt sich bis heute einen charmanten, verkehrsberuhigten Stadtkern. Dieser wird vom Duomo (dem Dom zu Como) überragt, einer beeindruckenden gotischen Kathedrale, an der zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert gebaut wurde. Ein Besuch im Museo della Seta (Seidenmuseum) lohnt sich, um mehr über das traditionsreiche Handwerk der Region zu erfahren. Von Como aus bringt dich eine Seilbahn hinauf auf den Monte Brunate, von wo aus du einen weiten Blick über den See genießt.
Die Orte rund um den Comer See
Am Westufer solltest du dir Cernobbio mit seinen prachtvollen Villen nicht entgehen lassen. Auch Ossuccio ist einen Halt wert, da es zwei Stätten beherbergt, die zum Unesco-Welterbe gehören: die Kirche Santa Maria Maddalena und den Sacro Monte della Beata Vergine del Soccorso.
Am Ostufer ist Bellano ein guter Anlaufpunkt, um die Orrido di Bellano (die Schlucht von Bellano) zu besichtigen, die sich vor 15 Millionen Jahren in das Gestein gefressen hat. Ebenfalls sehenswert ist das an einem Hang gelegene Varenna. Der Fußweg hinauf zum Castello di Vezio, das auf einem Felsvorsprung thront, ist absolut lohnenswert. In Lecco kannst du schließlich die Seilbahn nehmen, um den Gipfel des Monte Resegone auf 1300 Metern Höhe zu erreichen.
Obwohl Bellagio heute stark vom Tagestourismus geprägt ist, bleibt der Ort an der Spitze des Vorgebirges, das den Comer See in drei Arme teilt, ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen in der Umgebung.
Der Comer See ist ein absolutes Muss unter den italienischen Seen! Unter all den Schönheiten, die sich einem hier bieten, habe ich vor allem die landschaftliche Vielfalt genossen, zwischen den steil in den See abfallenden Felswänden, der subtropischen Vegetation und dem unwirklichen blaugrünen Wasser. Die charmanten Dörfer wirken hier wie magisch in diese Filmkulisse hineingesetzt. Es ist ein Reisetraum, nicht weit von Frankreich entfernt!