Besuch am Strand von La Concha
Als echtes Aushängeschild von San Sebastián gilt der Strand von La Concha als einer der schönsten in Spanien, wobei manche ihn sogar weltweit an die Spitze setzen. Mitten im Stadtzentrum erstrecken sich auf 1350 Metern feiner, goldener Sand. Der Strand verdankt seinen Namen der charakteristischen Muschelform. Eingebettet in die Bucht, die denselben geschwungenen Linien folgt, ist der Ort Sommer wie Winter der pulsierende Mittelpunkt der baskischen Stadt, die untrennbar mit dem Ozean verbunden ist.
Eine elegante Promenade mit Postkartenblick
Eingerahmt von den Bergen Urgull und Igeldo, liegt der Strand direkt gegenüber der Insel Santa Clara, die mit einer kleinen Fähre erreichbar ist. Die Aussicht gehört zweifellos zu den bekanntesten Motiven von San Sebastián. Einst war der Strand von La Concha das bevorzugte Ziel der Königin Isabel II. und ihres Hofstaats. Diese königliche Vergangenheit ist bis heute in der eleganten Atmosphäre spürbar. Mit den traditionellen weiß-blauen Umkleidekabinen, den zwei markanten Uhren und der Promenade, deren Geländer und Straßenlaternen eine romantische Ästhetik versprühen, wirkt das Areal wie aus einer anderen Zeit. Im Sommer stehen für Badegäste Rutschen und Sprungbretter bereit. Zudem ist der Strand der Schauplatz für Feuerwerke und Segelregatten. Sportbegeisterte nutzen das Wasser für Bodyboarding, Kanufahren oder Stand-up-Paddling. Trotz der geringen Wassertiefe wagen sich auch einige zum Tauchen ins Meer. Bei Ebbe lässt sich über einen Pfad vorbei an den Felsen sogar bis zum Strand von Ondarreta laufen. Zur Rechten sticht das Club Nautique (Club Náutico) mit seiner markanten Architektur hervor. Das 1929 errichtete Gebäude zählt zu den architektonischen Highlights der Stadt. Nicht weit entfernt erinnert das Rathaus von 1887 an den Glanz der Riviera. Umgeben von gepflegten Gärten bildet es den perfekten Abschluss für diesen Ort, an dem man besonders am Abend die Sonnenuntergänge genießen kann.
Der Strand liegt in einer geschützten Bucht, die von Hügeln umgeben ist, und ist daher besonders angenehm. Es gibt dort keinen Bootsverkehr, sodass das türkisfarbene Wasser den Badegästen vorbehalten bleibt. Im Juli fand ich den Strand nicht sehr überlaufen und konnte das Meer wirklich genießen. Während man faul auf dem warmen Sand liegt, kann man die herrliche Aussicht auf die Berge Igeldo und Urgull bewundern. Vorsicht, die Sonne brennt im Sommer stark. Ich war schon nach knapp einer Stunde rot wie ein Krebs.