Monument Valley besuchen
Wenn man an Amerika denkt, taucht fast immer das Bild des Wilden Westens auf. Rote, trockene Erde, die unter einer unerbittlichen Sonne glüht, so weit das Auge reicht. Genau das ist das Monument Valley.
Eine majestätische Kulisse
Dieses surreale, 371 km² große Gebiet auf dem Colorado-Plateau wurde über 50 Millionen Jahre hinweg von den Elementen geformt. Die Landschaft wirkt auf den ersten Blick flach, doch die durchschnittliche Höhe am Fuß der Felstürme liegt bei 1650 Metern. Das ist höher als bei vielen Skigebieten in den deutschen Mittelgebirgen. Erwarten Sie jedoch keinen Schnee. Sollte es tatsächlich einmal schneien, ist die weiße Pracht meist nach 2 Tagen wieder verschwunden.
Die Temperaturen sind in der Regel hoch. Im Sommer klettert das Thermometer auf bis zu 42°, nachts sinken die Werte selten unter 5°. Vorsicht ist dennoch geboten, denn in manchen Nächten im Dezember kann die Temperatur unter -20° fallen. Diese extremen Bedingungen prägen die spärliche Vegetation. Wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Niederschlagsmenge lediglich 115 mm beträgt, während es beispielsweise in trockenen Regionen wie dem Mittelmeerraum oft über 600 mm sind, wird die karge Schönheit der Landschaft deutlich.
Der Park von Monument Valley
Obwohl der Eingang des Parks in Utah liegt, befinden sich zwei Drittel des Gebiets in Arizona. Offiziell wird der Park von der Navajo-Nation im Süden von Utah verwaltet. Die Verkaufsstände innerhalb des Parks werden ausschließlich von Navajos betrieben. Von der lokalen Küche bis zum Kunsthandwerk erhalten Sie hier einen direkten Einblick in die Traditionen des Stammes.
Zahlreiche Felsformationen haben von den Navajos treffende Namen erhalten und sind einen genaueren Blick wert. Totem Pole, North Window, The Thumb, Three Sisters, Elephant Butte und viele weitere Formationen thronen hier bereits seit Jahrtausenden über der Wüste.
Eine Filmkulisse mit Weltruhm
Die Parklandschaft diente als Kulisse für zahlreiche Filmklassiker. Angefangen bei Stagecoach (Ringo) von John Ford bis hin zu Transformers: Ära des Untergangs, sind auch Streifen wie Thelma & Louise, Forrest Gump, Zurück in die Zukunft III oder Easy Rider untrennbar mit diesem Ort verbunden. Das Monument Valley ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Filmgeschichte.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Die Fahrt mit dem Auto ermöglicht Stopps an den schönsten Aussichtspunkten, darunter vor allem the East and West Mitten Buttes und The Three Sisters. Mein Favorit bleibt John Ford’s Point mit seinem berühmten Felsvorsprung, der ein bemerkenswertes Panorama über das Tal bietet.
Ich habe den Tag mit einem Ausritt (DD MTA Horses) an der Seite der Navajos beendet. Es ist zwar nicht die beste Art, um die Landschaft zu erkunden, aber sehr angenehm, wenn man gerne reitet. Um den Sonnenaufgang zu genießen, habe ich im The View übernachtet, dem einzigen Hotel direkt im Park an der Steilwand. Ich kann eine Übernachtung dort wirklich nur empfehlen.