Besuch im Groeningemuseum
Das Groeningemuseum ist das städtische Museum der Schönen Künste von Brügge. Es befindet sich in einem ehemaligen Kloster, das renoviert und um einen neugotischen Anbau erweitert wurde, um mehr Raum für Besucher und Kunstwerke zu schaffen.
Sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte
Das Institut lädt zu einer Reise durch sechs Jahrhunderte Malerei ein, allen voran mit der bedeutenden Sammlung der Flämischen Primitiven. Hier begegnen dir berühmte Werke von Jan van Eyck, Hans Memling, Hugo van der Goes, Gerard David, Hieronymus Bosch, Ambrosius Benson, Lancelot Blondeel, Pourbus (Vater und Sohn) sowie deren Zeitgenossen. Die meisten dieser Maler stammten aus den Niederlanden und fertigten ihre Auftragsarbeiten im 15. und frühen 16. Jahrhundert an. Diese Gemälde gelten als Meilensteine der europäischen Kunstgeschichte.
Auch der Neoklassizismus mit Werken aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist vertreten, darunter Arbeiten von Suvée, Ducq, Kinsoen, Duvivier, Albert Gregorius und Odevaere. Gemälde von De Smet, Magritte, Minne, Delvaux, Brusselmans, Permeke, Tytgat und Van den Berghe runden die Sammlung zum flämischen Expressionismus und belgischen Surrealismus ab.
Insgesamt umfasst der Bestand rund 14.000 Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen an einem Ort. Etwa einhundert Werke sind dauerhaft in rund zehn Sälen für die Öffentlichkeit zugänglich. Regelmäßig finden zudem Wechselausstellungen statt, die durch Leihgaben aus internationalen Institutionen bereichert werden.
Das Meisterwerk des Museums
Kunstliebhaber kommen vor allem wegen der Madonna des Kanonikus van der Paele von Jan van Eyck hierher. Bekannt für ihre feinen Details, ihren außergewöhnlichen Realismus, die Textur und die räumliche Tiefe, zählt dieses Werk zu den bedeutendsten Schöpfungen des flämischen Malers aus dem 15. Jahrhundert. Es zeigt die thronende Maria mit dem Kind und den heiligen Donatian zu ihrer Linken. Van Eyck malte dieses Werk für den Schutzheiligen der Kirche von Brügge. Auf der rechten Seite ist der Auftraggeber Kanonikus Joris van der Paele mit seinem Namenspatron, dem heiligen Georg, dargestellt.
Öffnungszeiten
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Ich liebe flämische Malerei und mir hat dieses Museum sehr gut gefallen. Es ist nicht riesig, aber sehr beeindruckend. Ich habe die Van Eyck Werke bewundert und einige flämische Maler entdeckt, besonders Hans Memling. Die Kunstwerke kommen in den geräumigen Räumen toll zur Geltung und es gibt Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Die Sammlung der Gebetshandschriften ist auch wunderschön. Den Teil mit dem Expressionismus fand ich etwas weniger gut, er ist aber auch kleiner. Denkt daran, eure Kopfhörer mitzubringen, um den digitalen Guide MB Explorer zu nutzen, der jede Menge Infos zu den ausgestellten Gemälden liefert.