Besuch der Konkathedrale Santa María de la Redonda
Wenn La Rioja für seine Weine und Spitzenlagen bekannt ist, dann glänzt seine Hauptstadt durch ihr reiches historisches Erbe. Logroño pflegt eine beachtliche Ansammlung an Bauwerken, und die Konkathedrale Santa María de la Redonda zählt zweifellos zu den prachtvollsten. Sie wacht im Herzen der Altstadt über die Plaza del Mercado (Marktplatz). Während ihre Architektur ein meisterhaftes Werk für sich darstellt, ist es im Inneren vor allem der Name Michelangelo, der aufhorchen lässt: Eine Darstellung der Kreuzigung wird dem Genie der Renaissance zugeschrieben.
Zwei Türme als Wahrzeichen
Die Geschichte des Gotteshauses ist eng mit dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela verknüpft, da Logroño direkt an dieser berühmten Pilgerroute liegt. Als der Ort im Jahr 1431 den Status einer ciudad (Stadt) erhielt, fiel die Entscheidung für den Bau einer repräsentativen Kirche. Die Arbeiten begannen 1516, doch es sollte bis ins 18. Jahrhundert dauern, bis die Konkathedrale Santa María de la Redonda ihre heutige Schönheit und Größe erreichte. Ihre beiden barocken Türme mit einer Höhe von 56 und 58 m sind beeindruckend. Aufgrund ihrer reich verzierten Fassade gelten sie als Wahrzeichen der Stadt und werden von den Einheimischen liebevoll Las Gemelas (die Zwillinge) genannt. Drei Portale führen in das Innere, wobei das zwischen den beiden Türmen am meisten besticht. Es wirkt wie ein steinerner Altaraufsatz und ist durch ein Gitter geschützt. Auch die Schmiedearbeiten an den Toren der Seitenkapellen sind außergewöhnlich und entfalten bei nächtlicher Beleuchtung eine besondere Wirkung. Der Hauptbau ist gotisch geprägt und wird durch drei Kirchenschiffe strukturiert, die von acht zylindrischen Säulen getrennt werden. Diese tragen die Gewölbe mit ihren fächerartigen Steinrippen. Hinter dem Chorumgang strahlt das berühmte, Michelangelo zugeschriebene Gemälde, ergänzt durch flämische Werke von Gillis Congnet. Ein beeindruckender Ort.
Auch wenn sie nicht spektakulär ist, ist diese Kathedrale trotzdem einen Besuch wert. Der Innenraum ist fein dekoriert mit zahlreichen Goldverzierungen und bietet im Sommer eine sehr angenehme Kühle.
Der Außenbereich ist wirklich schön, mit einem Fußgängerplatz, der von Arkaden, Restaurants, Cafés, Bars, manchmal Marktständen oder auch Kunstausstellungen umgeben ist. Sympathisch