Quartier Petit Champlain: Bewertungen und praktische Tipps

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Rue du Petit-Champlain, G1K 4H5 Québec, Kanada
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Petit Champlain
Casa
Statue de glace

Die älteste Handelsstraße Nordamerikas

Eingebettet am Fuße vom cap Diamant (Diamantkap) entfaltet sich das Quartier Petit Champlain wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch. Hier erzählt jeder Pflasterstein von vier Jahrhunderten Geschichte in Québec, von der l'Habitation de Champlain (Champlain-Wohnhaus) bis zu den Schaufenstern heutiger Handwerksbetriebe.

Ein historischer Ursprung als heutiger Anziehungspunkt

Genau an diesem Ort errichtete Samuel de Champlain im Jahr 1608 sein Fort, seinen Handelsposten und seinen Wohnsitz. Die rue du Petit-Champlain selbst ist 275 Meter lang und zählt zu den ältesten Handelsstraßen des Kontinents. Nachdem sie Anfang des 18. Jahrhunderts rue des Meulles hieß, erhielt sie im 19. Jahrhundert ihren heutigen Namen, um sie vom benachbarten boulevard Champlain zu unterscheiden.

Die Geschichte des Viertels erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts eine dunkle Phase. Verfall, mangelnde Hygiene und die Gefahr von Steinschlägen verwandelten das Areal in eine Risikozone. Erst in den 1970er Jahren gelang es durch ein mutiges Revitalisierungsprojekt des Unternehmers Gérard Paris und des Architekten Jacques de Blois, das Viertel wiederzubeleben. Sie erwarben schrittweise siebzehn historische Gebäude und setzten neue Standards in der Denkmalpflege.

Im Jahr 1985 schlossen sich Handwerker und Kaufleute zu einer Genossenschaft zusammen, kauften diese Gebäude auf und wurden so zu den stolzen Bewahrern eines vor dem Vergessen geretteten Erbes.

Die einzigartige Atmosphäre eines europäischen Kleinods

Die Architektur im Petit Champlain versetzt einen sofort in das Frankreich des 18. Jahrhunderts zurück. Die verputzten Steinhäuser, hochgezogene Brandmauern zwischen den Gebäuden, markante Dachgauben und Satteldächer vermitteln das Flair europäischer Städte. Im Winter, wenn Schnee die historischen Gebäude bedeckt und die Beleuchtungen von Ende November bis Mitte Februar funkeln, wirkt die Kulisse geradezu märchenhaft.

Der Tipp vom Experten: Besuche das Viertel früh am Morgen oder am Abend, um den großen Touristenströmen tagsüber zu entgehen. Die Atmosphäre ist dann authentischer und du kannst die Terrassen und Geschäfte ohne Gedränge genießen.

Lokale Boutiquen und Kunsthandwerk an jeder Ecke

Die Genossenschaft vereint heute 45 Geschäfte in 29 historischen Gebäuden. Man findet hier eine bemerkenswerte Dichte an lokal gefertigten Waren: handgemachte Stiefel und Mokassins, Skulpturen, Schmuck, regionale Produkte sowie Mode von Designern aus Québec.

Die Läden dehnen sich oft auf die Fußgängerzonen aus und schaffen ein geselliges, einladendes Ambiente. Zudem beherbergt das Viertel Cafés, Restaurants und das Théâtre Petit Champlain, eine kulturelle Institution, die auch die Maison de la Chanson beheimatet.

Zwei spektakuläre Wege zwischen Unter- und Oberstadt

Die escalier Casse-Cou, die älteste Treppe der Stadt

Ihre 59 Stufen verbinden seit dem 17. Jahrhundert die côte de la Montagne mit der rue du Petit-Champlain. Sie wurde zwischen 1685 und 1689 gebaut, um einen Pfad zu ersetzen, der so steil war, dass er für zahlreiche Unfälle sorgte. Im Laufe der Zeit trug sie verschiedene Namen: escalier de Champlain, escalier du Quêteux oder escalier de la Basse-Ville.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts gaben ihr Londoner Reiseführer den englischen Spitznamen Breakneck Steps, was im Französischen als Casse-Cou übersetzt wurde. Trotz dieser einschüchternden Bezeichnung wurde bisher kein schwerer Unfall gemeldet. Die Treppe wurde 1893 vom Ingenieur Charles Baillairgé in vier Abschnitte unterteilt und 1968 restauriert. Heute bieten die Zwischenebenen Platz für kleine Geschäfte und Restaurants mit Außenterrassen.

Die historische Standseilbahn, in Betrieb seit 1879

Dieser spektakuläre Aufzug wurde vor über einem Jahrhundert eingeweiht. Er erklimmt das cap Diamant und verbindet das Petit Champlain mit der terrasse Dufferin. Der Zugang erfolgt über die maison Louis-Jolliet, den ehemaligen Wohnsitz des berühmten Entdeckers, der den Mississippi kartografierte. Während der Fahrt bietet sich ein beeindruckender Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom und das gesamte historische Viertel.

Die monumentalen Wandbilder als Freilichtmuseum

Zwei riesige Trompe-l-oeil-Gemälde bereichern den Spaziergang. Die Fresque des Québécois wurde 1999 eingeweiht und bedeckt 420 Quadratmeter an einer Wand der rue Notre-Dame. Zwölf französische und kanadische Künstler arbeiteten neun Wochen lang an dem Werk, das etwa fünfzehn bedeutende historische Persönlichkeiten wie Samuel de Champlain, Jacques Cartier, Marie Guyart und Félix Leclerc zeigt und dabei emblematische architektonische Elemente von Québec integriert.

Etwas dezenter, aber ebenso beeindruckend ist die Fresque du Petit-Champlain an der Hausnummer 102. Sie erzählt die Geschichte des Cap-Blanc, eines ehemaligen Arbeiter- und Hafenviertels. Man erkennt den Kapitän Bernier, einen Seefahrer aus Québec, der die Nordpolarexpedition anführte, Lord Nelson, der sich in eine Frau aus Québec verliebte, Holzfäller beim Flößen des Holzes und bewegende Details wie die in den Ziegelstein eingelassene Kanonenkugel, die an die englische Bombardierung von 1759 erinnert.

Bewertungen zu Quartier Petit Champlain

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Lebendiges und belebtes Viertel

Ich habe es geliebt, bei meinem Besuch in Québec durch dieses Viertel zu schlendern. Mit seinen kleinen, bunten Straßen ist es wirklich typisch und gut erhalten. Das Viertel ist lebendig und belebt. Es ist immer etwas los. Es ist der ideale Ort, um shoppen zu gehen und etwas zu trinken. Es gibt eine riesige Auswahl an verschiedenen Geschäften. Man kann dort problemlos den ganzen Nachmittag verbringen.

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Wunderschöne Einkaufsstraßen

Diese charmanten Einkaufsstraßen sind farbenfroh und lebendig. Sie laden dazu ein, das lokale Erbe zu entdecken, sei es in Restaurants, Kunsthandwerksläden oder auch in den Schokoladengeschäften! Natürlich finden Sie dort auch die traditionellen Souvenirläden.

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