Der Hügel, der über Turin wacht
Auf einer Höhe von 669 Metern thront die Basilika von Superga auf dem Hügel, der über Turin aufragt. Ihre weiße Silhouette ist von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Allein dieses Panorama ist die Anfahrt wert.
Warum die Basilika von Superga besuchen?
Die Geschichte dieses Ortes begann mit einem Gelübde. Als die Stadt im Jahr 1706 von französischen Truppen belagert wurde, versprach Herzog Viktor Amadeus II. von Savoyen, ein Heiligtum zu errichten, sollte er die Schlacht gewinnen. Nach seinem Sieg vertraute er das Projekt dem sizilianischen Architekten Filippo Juvarra an, einer Schlüsselfigur des piemontesischen Barocks.
Die Bauarbeiten dauerten fast fünfzehn Jahre, von 1717 bis 1731. Das Ergebnis ist ein Gebäude, in dem klassische Ausgewogenheit auf barocke Üppigkeit trifft. Die Kuppel ragt über 65 Meter in die Höhe und misst sich in ihrer Eleganz mit den großen Basiliken Roms.
Architektur und Raumwirkung
Die Fassade, vor der sich ein breiter Säulenportikus erstreckt, lässt im Inneren ein hohes Maß an Helligkeit erwarten. Das Licht fällt durch die Fenster in der Kuppel ein und taucht das Kirchenschiff am späten Nachmittag in einen fast goldenen Ton. Zwei Glockentürme rahmen das Ensemble ein und verleihen ihm die für Juvarra typische Symmetrie.
Unter der Kirche befindet sich die königliche Gruft, die letzte Ruhestätte der Herzöge von Savoyen sowie einiger Könige von Italien. Sie ist über einen separaten Zugang erreichbar und oft weniger überlaufen als die Basilika selbst. Dort kontrastiert die Stille des Steins mit dem lebhaften Treiben auf dem Vorplatz.
Ein Ort der Tragödie
Der Hügel von Superga ist auch mit einer schmerzhaften Erinnerung verbunden. Am 4. Mai 1949 zerschellte das Flugzeug, das die Mannschaft des Torino FC zurückbrachte, an der Stützmauer der Basilika. Das Team galt damals als eine der besten Formationen Europas. Alle 31 Menschen an Bord kamen ums Leben. Eine Gedenktafel an der Rückseite des Gebäudes erinnert jedes Jahr an dieses Drama, das die Stadt und den italienischen Fußball tief geprägt hat.
Tipp vom Experten: Besuche den Ort am besten an einem Vormittag unter der Woche außerhalb der Hochsaison. Die historische Standseilbahn mit ihren Zahnradwagen vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist bereits ein Erlebnis für sich und erspart dir am Gipfel das Warten auf den Bus.
Vorteile
- Außergewöhnliches Panorama auf Turin und die Alpen
- Barockarchitektur von Juvarra
- Pittoreske Anreise mit der historischen Standseilbahn
Vorbereitung
- Außerhalb des Stadtzentrums, erfordert eine gezielte Anfahrt
- Gruft und Kuppel erfordern separate Eintrittskarten
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr.
Samstag und Sonntag: 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 19:00 Uhr.
Dienstags geschlossen.
Der Zugang zur Kuppel und zu den königlichen Gemächern folgt eigenen Zeiten, die in der Regel durchgehend während der Öffnungszeiten der Basilika gelten. Jährliche Schließung am 25. Dezember.
Wie viel Zeit du für diese Aktivität einplanen solltest
Plane etwa 2 Stunden ein, um das Bauwerk zu erkunden, die Kuppel zu besteigen und die königlichen Gemächer zu besichtigen. Rechne mit einem halben Tag, wenn du die Anreise aus dem Zentrum von Turin und eine ruhige Pause mit Blick auf das Panorama mit einplanst.
Ob von außen oder auch von innen, ich fand diese Basilika wirklich wunderschön. Sie liegt auf einem Hügel in über 600 Metern Höhe. Der Ausblick auf die Umgebung ist deshalb einfach atemberaubend. Um dorthin zu gelangen, empfehle ich euch die kleine Zahnradbahn, die wirklich typisch ist.