Océanopolis besuchen, das führende Aquarium der Bretagne
Ein Fixpunkt im Finistère
Océanopolis in Brest ist ein europaweit einzigartiges Zentrum für die wissenschaftliche Vermittlung mariner Ökosysteme. Jährlich zieht es über 400.000 Besucher an und zählt damit zu den wichtigsten touristischen Zielen der Region. Bei einem Besuch an der bretonischen Küste ist das Aquarium ein fester Bestandteil. Besonders beeindruckend ist das Haibecken mit seinem gläsernen Panoramalift. Das Haus überzeugt durch lebendige Präsentationen und regelmäßige Innovationen, wie etwa die weltweit erste Ausstellung von Tiefseetieren oder seltene Arten wie den Roscoff-Plattwurm, den Sandringelwurm und den Wattwurm.
Ein Meerespark von Forschern gegründet
Das Aquarium wurde vor 30 Jahren auf Initiative von Eric Hussenot und Jean-Paul Alayse ins Leben gerufen, zwei Wissenschaftlern des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung). Ursprünglich unter dem Namen Maison de la Mer (Haus des Meeres) bekannt, fand die Einrichtung schnell Anklang bei Familien und Reisenden. Nach Erweiterungen in den 2000er Jahren entwickelte sich der Standort zu einem 8.700 Quadratmeter großen Meerespark. Heute umfasst er achtundsechzig Aquarien, in denen 1.000 Arten mit insgesamt über 10.000 Meerestieren und Pflanzen leben.
Vier Bereiche warten auf Entdeckung
Das Gebäude in Form einer Krabbe ist kaum zu übersehen. Es ist in vier Bereiche unterteilt: den Otterpfad, auf dem die Tiere ebenso niedlich wie verspielt sind, sowie die Pavillons für die Polarregion, die Tropen und die Bretagne. Die Farbenpracht der 700 tropischen Fische ist faszinierend. Zu sehen sind unter anderem Clownfische, bekannt aus dem Animationsfilm Findet Nemo, sowie Blaupunkt-Stechrochen, Napoleon-Lippfische und Mandarinfische. Ein besonderes Erlebnis ist es, Pinguine zu berühren oder bei der Fütterung der Robben zuzusehen.
Ein lebendiger Ort mit ganzjährigen Veranstaltungen
Océanopolis organisiert das ganze Jahr über verschiedene Events wie das Festival des ozeanographischen Abenteuerfilms, das Wissenschaftsfest oder die Nacht der Forscher. Ein Blick in das aktuelle Programm lohnt sich immer.
Um alles in Ruhe zu erkunden, solltest du etwa 3,5 Stunden oder am besten einen ganzen Tag einplanen. Vor Ort gibt es ein Restaurant, einen Imbiss sowie Picknicktische im Außenbereich und Spielplätze für Kinder.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich hatte gelesen, dass es eines der schönsten Aquarien in Frankreich sein soll, und war ein wenig enttäuscht. Ich fand die in La Rochelle und Le Croisic besser, da sie gepflegter und schöner gestaltet sind. Das Aquarium ist in mehrere Pavillons unterteilt und zeigt vor allem Fische, Rochen und Haie in etwas beengten Bereichen. Die Aussichtspunkte sind klein und manchmal ziemlich schmutzig. Die Otter und Robben, die man nicht so oft sieht, haben mir allerdings gut gefallen.
Vorsicht, der Ort wird gerade renoviert. Eine Freundin war vor Kurzem während der Bauarbeiten dort und zwei Gebäude waren geschlossen. Zwar hat sie einen reduzierten Eintrittspreis bekommen, aber sie konnte nicht viel sehen. Ich rate euch, bis zur Wiedereröffnung des gesamten Geländes zu warten, bevor ihr hingeht.