Der Veitsdom kurz gefasst
Svatý Vít, der Veitsdom, liegt mitten auf der Prager Burg. Er ist eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke in Europa, die größte Kirche des Landes und der Sitz des Prager Erzbischofs. Mit seinem 82 Meter hohen Turm ist er weithin sichtbar. Die beeindruckenden Ausmaße von 124 Metern Länge und 60 Metern Breite, die prachtvollen Glasmalereien im Jugendstil und das silberne Grabmal des Heiligen Johannes von Nepomuk beeindrucken jeden Besucher.
Im 10. Jahrhundert schenkte der Herzog von Böhmen dem sächsischen Herrscher die Reliquien des Heiligen Veits. Um diese aufzubewahren, sollte auf den Grundmauern einer alten romanischen Rotunde eine Kathedrale entstehen. Karl IV., der Urenkel des Herzogs, legte 1344 den Grundstein. Die Bauarbeiten erstreckten sich über sechs Jahrhunderte, wobei zahlreiche internationale Architekten beteiligt waren. Während die Pläne vom Franzosen Matthias von Arras stammen, gehen der Südturm auf den Deutschen Bonifaz Wohlmut und den Österreicher Nikolaus von Pacassi zurück. Das Kirchenschiff und die Westfassade wurden von dem tschechischen Architekten Josef Mocker entworfen.
Der Dom besteht aus zwei Teilen. Der ältere östliche Bereich umfasst den Chor, mehrere Kapellen und den großen Glockenturm. Der zweite, komplexere Teil besteht aus drei Schiffen und einem Querhaus mit Türmen.
Beginne deinen Rundgang mit der Fassade. Unter den 14 Statuen befindet sich eine von Karl IV., dessen Büste du auch im Triforium findest, einer Galerie zu Ehren königlicher Familienmitglieder, Erzbischöfe und der Baumeister des Doms. Verpasse nicht die quadratische Wenzelskapelle mit ihren markanten Sternengewölben, die Krönungskammer, in der die zu den historischen Schätzen zählenden Kronjuwelen aufbewahrt werden, sowie die beeindruckenden Glasfenster von Künstlern wie Alfons Mucha. Wenn du Zeit hast, lohnt sich ein Besuch der unterirdischen Ebene, in der die böhmischen Könige ihre letzte Ruhestätte fanden.
Die Kathedrale liegt mitten in der Prager Burg und ist deren Wahrzeichen. Für die Besichtigung benötigt man ein Ticket. Ich war früh morgens dort, um den Menschenmassen zu entgehen, und ich war begeistert von der gotischen Architektur des Bauwerks. Im Inneren gibt es eine Reihe von Kapellen mit wunderschönen Buntglasfenstern. Der Aufstieg auf den Turm kostet ebenfalls extra, aber nach fast dreihundert Stufen wurde ich mit einem herrlichen Blick über das Burggelände belohnt. Planen Sie eine gute Stunde für die komplette Besichtigung ein.