Musée des arts et métiers: Bewertungen, Preise und exklusiver Promo-Code

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60 rue Réaumur, 75003 Paris, Frankreich
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Musée des Arts et Métiers de Paris

Der Pariser Tempel des menschlichen Erfindungsgeistes

Im Herzen des Marais beherbergt eine ehemalige mittelalterliche Kirche eine der faszinierendsten Techniksammlungen der Welt. Das Musée des arts et métiers lässt seit über zwei Jahrhunderten die gotischen Gewölbe eines Priorats aus dem 12. Jahrhundert mit den Maschinen in Dialog treten, die unsere Moderne geformt haben. Hier scheinen Flugzeuge unter romanischen Bogengängen der Schwerkraft zu trotzen, während ein hypnotisches Pendel unermüdlich beweist, dass sich die Erde dreht.

Warum ist das Musée des arts et métiers so faszinierend?

Das Museum wurde 1794 von Abbé Grégoire gegründet, um neue Werkzeuge und Maschinen zu bewahren. Es befindet sich im ehemaligen Prieuré royal de Saint-Martin-des-Champs (königliches Priorat Saint-Martin-des-Champs), das auch als die Zweite Tochter von Cluny bekannt war. Das Ziel war für die damalige Zeit revolutionär: dem Volk die Erfindungen zugänglich zu machen, die die Welt veränderten.

Heute umfasst die Sammlung fast 80.000 Objekte, die in sieben Themenbereiche unterteilt sind. Von wissenschaftlichen Instrumenten von Lavoisier bis zu den ersten Automobilen, von Automaten des 18. Jahrhunderts bis zu den Rechenmaschinen von Pascal erzählt jedes Exponat ein Kapitel der technischen Abenteuerreise der Menschheit. Dieses einzigartige Erbe erstreckt sich über 6.000 m² Ausstellungsfläche, auf der 2.500 Stücke für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Das spektakuläre Kirchenschiff und das Foucaultsche Pendel

Die ehemalige Prioratskirche bildet den Höhepunkt des Besuchs. Ihr Kirchenschiff aus dem 13. Jahrhundert, das im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil überarbeitet wurde, bietet eine theatralische Inszenierung: historische Fahrzeuge auf metallischen Zwischengeschossen und hängende Flugzeuge, die zwischen den Säulen zu schweben scheinen. Das Avion III von Clément Ader gleitet majestätisch über die große Ehrentreppe, ein architektonisches Meisterwerk aus dem Jahr 1740 von Soufflot.

Unter dem Gewölbe des Chors, einer faszinierenden Mischung aus Romanik und früher Gotik aus dem Jahr 1130, thront das berühmte Foucaultsche Pendel. Täglich um 12:00 Uhr und 17:00 Uhr ermöglicht eine 25-minütige Vorführung die Beobachtung der Erdrotation in Echtzeit. Dieses Pendel, das bereits bei der Weltausstellung von 1855 zum Einsatz kam, fasziniert weiterhin durch seine geniale Einfachheit: eine 28 kg schwere Kugel, die an einem 67 Meter langen Draht schwingt und langsam abweicht, um zu beweisen, dass sich unser Planet tatsächlich unter unseren Füßen dreht.

Ein Tipp vom Experten: Komme 10 Minuten vor Beginn der Pendel-Vorführungen, um einen guten Platz zu ergattern. An den Wochenenden kannst du die kostenlosen 15-minütigen Kurztouren nutzen, die um 10:30 Uhr, 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 15:00 Uhr stattfinden und unbekannte Schätze der Sammlung enthüllen. Wenn du Umberto Eco magst, sei angemerkt, dass sein Roman Das Foucaultsche Pendel teilweise genau an diesem Ort spielt.

Die wichtigsten Sammlungen

Pioniere der Mobilität

Die Verkehrssammlung beeindruckt durch ihre Vielfalt. Das Fardier de Cugnot, der Vorläufer des Automobils aus der Zeit Ludwigs XV., steht neben dem legendären Panhard & Levassor von 1896. In der Luftfahrtabteilung kannst du die Blériot XI bestaunen, die 1909 den Ärmelkanal überquerte, sowie die ersten Fluggeräte der Gebrüder Breguet.

Wissenschaftliche Revolutionen

Das Labor von Lavoisier, das mit seinen historischen Instrumenten rekonstruiert wurde, zeugt von der Geburtsstunde der modernen Chemie. Die Rechenmaschinen, von dem Modell von Pascal bis hin zum Cray-2 Supercomputer von 1985, veranschaulichen die rasante Entwicklung der Rechentechnik. Verpasse außerdem nicht:

  • Die Joueuse de tympanon (Tympanon-Spielerin), ein faszinierender Automat aus dem Jahr 1784, dessen Bewegungen mit beunruhigender Zartheit die einer echten Musikerin nachahmen
  • Den Webstuhl von Vaucanson, einen Vorläufer der ersten mechanischen Programmierungen
  • Die Kamera der Gebrüder Lumière, die den Grundstein für das Kino legte
  • Die Vasen von Émile Gallé und die Keramiken aus Sèvres in der Materialabteilung

Ein geschichtsträchtiger architektonischer Rahmen

Das Gebäude selbst ist einen Besuch wert. Der Chor der Kirche mit seinen zehn Kapellen und dem doppelten Umgang mit Kreuzrippengewölben ist eines der frühesten Beispiele gotischer Architektur in Paris. Er soll sogar das Vorbild für die Basilika Saint-Denis gewesen sein. Ausgrabungen in den 1990er Jahren legten ein merowingisches Heiligtum aus dem 5. Jahrhundert frei: Der erste entdeckte Sarkophag ist heute im Umgang ausgestellt.

Das Refektorium der Mönche aus den 1230er Jahren, das Pierre de Montreuil zugeschrieben wird, beeindruckt mit seinen außergewöhnlichen Ausmaßen: 42 Meter lang und 12 Meter breit, getragen von einer kühnen Reihe schlanker Säulen. Diese jahrhundertealten Räume treten heute in eine unerwartete Harmonie mit den Schöpfungen des Industriezeitalters.

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr. Lange Nacht am Freitag bis 21:00 Uhr. Montags sowie am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen.
Öffnungszeiten sind Richtwerte und können abweichen

*Angaben können sich ändern

Bewertungen zu Musée des arts et métiers

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Ein gigantisches Kuriositätenkabinett

Für mich eines der am meisten unterschätzten Museen in Paris. Ich kenne mich zwar nicht besonders gut mit Wissenschaften aus, aber ich war begeistert von diesem Museum, einer wahren Schatzkammer voller Objekte und Maschinen aller Art. Alte Kameras, Telefone, Fahrräder, Autos, Musikinstrumente. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir das erste Fluggerät von Ader, das Foucaultsche Pendel und der Mars-Rover. Ich habe dort mehr als zwei Stunden verbracht. Der Rundgang ist klar strukturiert, die Erklärungen sind informativ und die Szenografie ist wirklich gelungen. Ein guter Tipp: Das Museum ist jeden Freitagabend von 18 bis 21 Uhr sowie an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos.

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Es lebe die Wissenschaft!

Schon am Eingang wird man von einer Miniaturreplik der Freiheitsstatue begrüßt. Es gibt dort tolle Sammlungen mit wissenschaftlichen Instrumenten, alten Autos, Flugzeugen… Da bekommt man richtig was zu sehen! Am beeindruckendsten ist das Foucaultsche Pendel, das die Erdrotation veranschaulicht. Pluspunkt: Das Museum ist für alle unter 26 Jahren kostenlos.

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