Die Standseilbahn Montmartre im Überblick
Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Betrieb genommene Standseilbahn Montmartre verbindet den Fuß des berühmten Hügels mit der Basilika Sacré-Cœur. Die Fahrt dauert lediglich 1 Minute und 30 Sekunden. Auch wenn die Strecke kurz ist, erspart die Bahn den Aufstieg über 220 Stufen bei 35 Metern Höhenunterschied, was besonders für ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern eine Erleichterung darstellt.
Ursprünglich mit einem ausgeklügelten System auf Wasserbasis betrieben, wurde die Bahn 35 Jahre später auf elektrischen Betrieb umgestellt und in den 90er Jahren umfassend modernisiert. Heute wird sie von der RATP (Pariser Verkehrsbetriebe) verwaltet und befördert jährlich bis zu 3,5 Millionen Fahrgäste. Neben Touristen und Pilgern nutzen auch viele Pariser die Bahn, um schnell zur Place du Tertre zu gelangen, die für ihre ganz spezielle Atmosphäre bekannt ist.
Die Anlage besitzt zwei unabhängige Gleise, wobei jede Kabine Platz für 60 Fahrgäste bietet. Das moderne Design stammt von Roger Tallon, der auch für die Gestaltung des TGV Atlantique verantwortlich war. Die Kabinen sind durch ihre großzügigen Glasflächen, die bis in die Decke reichen, sehr lichtdurchflutet. Bei hohem Besucheraufkommen kommt es vor, dass beide Wagen für die Bergfahrt eingesetzt werden, da der Bedarf für den Abstieg deutlich geringer ist. Das System funktioniert wie ein Aufzug mit unabhängigen Seilwinden und ist voll automatisiert. Eine elektronische Waage ermittelt das Gewicht der Passagiere und steuert die Abfahrtszeiten, um einen effizienten Fahrgastfluss zu gewährleisten.
Man sollte sie zumindest für den Aufstieg nehmen (der Abstieg über die Treppen ist auch ganz nett), ein bisschen überfüllt wie jede Metro, aber sie gehört einfach zu Montmartre dazu.
Ein guter, schneller und lustiger Weg für Kinder, um zum Sacré-Coeur zu gelangen und durch Montmartre zu schlendern.