Besuch am Union Square
In Manhattan liegt ein Platz, an dem der Broadway und die Park Avenue aufeinandertreffen, zwei der bekanntesten Straßenzüge von New York. Als bedeutender Knotenpunkt für das lokale Leben und politische Bewegungen ist dieser Ort ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte.
Historischer Hintergrund
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Union Square ein Schauplatz für Debatten und öffentliche Versammlungen. Im Jahr 1861, kurz nach dem Fall von Fort Sumter, fand hier eine patriotische Kundgebung statt, deren Ausmaße in der Geschichte des Landes bis dahin beispiellos waren. Dieses Ereignis festigte den Ruf des Platzes als zentraler Versammlungsort für die kommenden Jahrzehnte.
Im Jahr 1872 wurde der Platz durch Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux umgestaltet. Sie legten einen Park in der Mitte an und stellten dort zahlreiche Statuen bedeutender Persönlichkeiten auf.
In den 1930er Jahren war der Platz das Epizentrum für große Arbeiterdemonstrationen in New York. Tatsächlich leitet sich der Name des Parks von diesen gewerkschaftlichen Versammlungen ab (das englische Wort für Gewerkschaft ist union).
Ab den 1970er Jahren wandelte sich der Charakter des Ortes zunehmend zu einer Zone für Spaziergänge und Erholung.
Der Union Square heute
Heutzutage ist der Platz aus verschiedenen Gründen ein beliebter Treffpunkt für New Yorker. Hier findet sich einer der ältesten Bio-Märkte der Stadt, auf dem lokale Erzeuger bereits seit 1976 wöchentlich ihre Waren anbieten.
Bei einem Spaziergang lassen sich die verschiedenen Statuen auf dem Gelände betrachten. Du triffst auf Lincoln, Gandhi und sogar auf ein Denkmal von Lafayette, das von Frédéric Auguste Bartholdi geschaffen wurde. Der Bildhauer dürfte dir ein Begriff sein, da er auch die Freiheitsstatue entwarf.
Zur Weihnachtszeit strömen die Bewohner auf den Weihnachtsmarkt, der auf dem Platz aufgebaut wird. Die Kulisse ist so markant, dass sie bereits in zahlreichen Filmen als Drehort diente.
Dieser zentrale Punkt des New Yorker Alltags ist zudem hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was ihn zu einem angenehmen und leicht erreichbaren Treffpunkt macht.
Union Square ist ein ziemlich untypischer Ort in NY. Zwischen Chelsea und Greenwich Village findet ihr diesen charmanten und ruhigen Park, der voller Schachspieler und Straßenkünstler ist.
Das Sahnehäubchen ist, dass ihr dreimal pro Woche einen tollen Bio-Markt vorfindet, bei dem ihr beim Einkaufen glatt vergesst, dass ihr mitten in einer riesigen Stadt seid.
Ich mag den Ort wirklich sehr.