Das Flatiron Building, eine architektonische Kuriosität
New York ist eine Stadt, die durch ihr Straßenraster und ihre Architektur gleichermaßen verblüffen kann. Das Flatiron Building ist dafür ein markantes Beispiel. Der Name, der sich als Bügeleisen-Gebäude übersetzen lässt, sorgt zunächst für Verwunderung, bis man diesen ungewöhnlichen, dreieckigen Bau vor sich sieht. Direkt gegenüber dem Madison Square Park, eingekeilt zwischen der 5th Avenue und dem Broadway, gehört er zu den Sehenswürdigkeiten, die man einfach nicht verpassen kann. Im Jahr 1989 wurde das Bauwerk als National Historic Landmark unter Denkmalschutz gestellt.
Die Entstehung des Flatiron
Die Pläne stammen von dem renommierten amerikanischen Architekten Daniel Burnham, der auch die Stadtplanung von Chicago und Manila maßgeblich prägte. Eröffnet wurde das Gebäude 1902 unter dem Namen Fuller Building. Es zählte seinerzeit zu den ersten Hochhäusern, die auf einem Stahlgerüst errichtet wurden. Das Bürogebäude im Beaux-Arts-Stil umfasst 22 Etagen und erreicht eine Höhe von 87 Metern. Es verfügt zudem über ein Flachdach, das jedoch leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Vom Geschäftshaus zum Wohngebäude?
Abgesehen von seiner markanten Form war das Flatiron lange Zeit ein klassisches Bürogebäude. Früher konnte man die schmale Eingangshalle betreten und dort an den Wänden die Geschichte des Hauses nachlesen, doch weitere Bereiche blieben verschlossen. Seit 2020 ist das Gebäude vollständig geräumt und geschlossen, um eine grundlegende Sanierung zu ermöglichen. Die Pandemie und Differenzen zwischen den Eigentümern führten jedoch zu einer längeren Projektpause.
Nach einer Versteigerung im Jahr 2023 befindet sich das Flatiron nun in neuen Händen, die eine Umnutzung in exklusive Wohnungen planen. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt entwickelt.
Eine Anekdote
Die Fassade des Flatiron ist an ihrer schmalsten Stelle kaum zwei Meter breit. Die New Yorker hielten das Gebäude bei seiner Fertigstellung für so instabil, dass viele Passanten den Gehweg mieden, weil sie befürchteten, es könne in sich zusammenfallen.
Wie du siehst, ist es eine der vielen Besonderheiten in der Stadt, die niemals schläft.
Das Flatiron Building ist ein Bürogebäude auf der Insel Manhattan in New York. Seinen Namen verdankt es seiner Form, die an ein Bügeleisen erinnert. Fahrt nicht nur dorthin, um es euch anzusehen, sondern spaziert durch die Gegend von oder zum Times Square. Das sind ungefähr dreißig Minuten zu Fuß.
In der Umgebung empfehle ich euch, einen Drink auf der sehr schönen Dachterrasse 230 Fifth zu nehmen. Am frühen Abend könnt ihr dort ohne Reservierung hingehen, da die Bar riesig ist.