Besuch im Botanischen Garten von Montpellier
Ein historisches botanisches Erbe
Der im Jahr 1593 auf Initiative von Henri IV. gegründete Botanische Garten von Montpellier zählt zu den ältesten botanischen Gärten in Frankreich. Ursprünglich konzipiert, um Medizinstudenten bei ihrer Ausbildung zu unterstützen, beherbergt er heute eine beeindruckende Vielfalt an seltenen Pflanzenarten. Als offiziell gelistetes Monument historique ist dieser Ort ein bedeutendes Zeugnis der botanischen und wissenschaftlichen Geschichte der Region.
Die Bereiche des Gartens im Überblick
Der Botanische Garten erstreckt sich über eine Fläche von mehr als vier Hektar und gliedert sich in verschiedene Bereiche. Die promenade centrale (zentrale Promenade), die von jahrhundertealten Platanen gesäumt wird, lädt zu einem schattigen Spaziergang ein. Im jardin systématique (systematischer Garten) sind die Pflanzen nach Familien sortiert, während der bassin des nénuphars (Seerosenteich) empfindliche Wasserpflanzen beheimatet. Ein besonderer Punkt ist die serre Martins (Martins-Gewächshaus), in der exotische und tropische Pflanzen kultiviert werden, wobei der Zugang je nach Öffnungszeiten und laufenden Instandhaltungsarbeiten variieren kann.
Eine grüne Oase inmitten der Stadt
In unmittelbarer Nähe zur faculté de médecine (medizinische Fakultät) und dem historischen Stadtkern von Montpellier gelegen, ist der Botanische Garten ein beliebter Rückzugsort für Einheimische und Reisende. Neben der botanischen Vielfalt bietet das Gelände eine friedliche Kulisse, die sich hervorragend für eine Pause während einer Erkundungstour durch die Stadt eignet. Die zahlreichen Bänke im Garten laden dazu ein, die Bepflanzung in Ruhe zu betrachten oder einfach dem Vogelgezwitscher zu lauschen.
Wenn ich eine Stadt besuche, schaue ich mir immer die Jardins Remarquables an. Vielleicht bin ich durch die vielen Gärten, die ich schon gesehen habe, etwas verwöhnt, aber von diesem war ich ein wenig enttäuscht. Natürlich trifft man auf schöne Bäume, besonders den alten Zürgelbaum, und hübsche Anlagen wie das Lotusbecken und den Bambuswald.
Aber der Garten wirkt etwas unordentlich, sehr trocken und stellenweise sogar verbrannt, da es sicher an Pflege mangelt. Außerdem habe ich ihn bei großer Hitze besucht und trotz der Bänke gibt es kaum Schatten, um sich unterzustellen. Die Hauptwege liegen voll in der prallen Sonne.