Besuch im Palacio de Cristal
Der Palacio de Cristal, auch Glaspalast genannt, ist ein prachtvolles Bauwerk aus Glas im Parc du Retiro in Madrid. Die Konstruktion dieses riesigen Glashauses erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts anlässlich der Ausstellung über die Philippinen im Jahr 1887, einer damaligen spanischen Kolonie. Der Architekt Ricardo Velázquez Bosco entwarf auch den Palacio de Velázquez, ein weiteres kulturelles Gebäude, das nur wenige Schritte entfernt im Parc du Retiro steht. Der in nur fünf Monaten errichtete Palacio de Cristal war ursprünglich als großes Gewächshaus konzipiert, um tropische Pflanzen von den Philippinen zu beherbergen.
Ein Wahrzeichen von Madrid
Der Palacio de Cristal ist ein Paradebeispiel für die Eisenarchitektur, die in Spanien und im restlichen Europa Ende des 19. Jahrhunderts in voller Blüte stand. Der Architekt ließ sich beim Entwurf vom Crystal Palace in London inspirieren. Das auf einem Eisensockel ruhende Glashaus erreicht eine Höhe von 22 Metern. Die Fassade besticht durch ionische Gusseisensäulen, die einen an die Antike angelehnten tetrastylen Portikus bilden. Das Gebäude ist mit Friesen, Mosaiken und Verzierungen des Keramikers Daniel Zuloaga geschmückt. Im Jahr 1975 wurde der Palast vollständig renoviert.
Ein ruhiger Kulturort im Parc du Retiro
Der Glaspalast ist von einem kleinen künstlichen See umgeben, der von Rosskastanien und Sumpfzypressen gesäumt wird, was bei gutem Wetter zu Spaziergängen einlädt. Das Ensemble bildet eine friedliche Kulisse, die zum Verweilen einlädt. Heute fungiert der Palacio de Cristal als Außenstelle des Museo Reina Sofía für moderne und zeitgenössische Kunst. Er beherbergt regelmäßig wechselnde Ausstellungen, die durch das natürliche Licht, das durch das Glasdach fällt, besonders zur Geltung kommen.
Im Parque del Retiro gelegen, ein sehr hübsches Gebäude aus Metallstreben und einer Glasfront. Im Inneren kommen die Kunstausstellungen durch das Licht, das durch das Glasgewölbe fällt, richtig zur Geltung. Die Werke stammen, wenn ich mich nicht irre, aus dem Museum Reina Sofia.