Das Stade de Gerland im Überblick
Das am linken Ufer der Rhone gelegene Stade de Gerland, heute oft als Matmut Stadium Gerland bezeichnet, ist eine der wichtigsten Sportstätten im Süden von Lyon. Über 65 Jahre lang war es die historische Heimat des Fußballclubs Olympique Lyonnais, bevor der Verein in das moderne Groupama Stadium umzog. Heute ist das Stadion ein Zentrum für Sport und Kultur. Besucher schätzen besonders die eleganten Arkaden, die an die Antike erinnern, das integrierte Museum und die Atmosphäre bei den Spielen des Lyon olympique universitaire rugby, dem aktuellen Hauptnutzer, oder bei Großkonzerten.
Das Stadion geht auf eine Initiative des Bürgermeisters Edouard Herriot zurück, der Sport als essenziell für die Volksgesundheit betrachtete. Der Lyoner Architekt Tony Garnier entwarf den Bau ursprünglich für die Weltausstellung von 1914. Aufgrund von Bauverzögerungen und des Ersten Weltkriegs dauerte es jedoch 12 Jahre bis zur offiziellen Eröffnung. Als erstes vollständig privat finanziertes Stadion der Stadt wurde es später zum Monument Historique (historisches Denkmal) erklärt. Ursprünglich bestand die Anlage aus einer Leichtathletikbahn, Tribünen und Umkleidekabinen, ergänzt um ein aufgeständertes Schwimmbecken mit Sprungturm, Sportplätze und ein Institut für körperliche Erziehung.
Achte beim Betreten auf die Löwenstatue am Haupteingang. Sie schmückte einst den Pont la Feuillée, während ihr bronzenes Pendant der Stadt Montreal geschenkt wurde. Die Anlage besteht aus zwei Haupttribünen, der offiziellen Tribüne Jean Jaurès und der Gegentribüne Jean Bouin, sowie den zwei Kurven Tony Garnier und Coubertin. Heute bietet das Stadion Platz für 35.000 Zuschauer. Bei legendären Derbys zwischen dem OL und dem AS Saint-Etienne drängten sich in der Vergangenheit sogar knapp 50.000 Fans auf den Rängen.
L'architecture de Gerland est intéressante. Mais pour un stade de foot, il faut des gradins plus compacts et enveloppant... Comme le prochain Stade des Lumières justement !