Besuch im Kloster Santa Catalina, eine Stadt in der Stadt
Mitten im Herzen von Arequipa, nur einen Steinwurf von der Plaza de Armas entfernt, ist das Kloster Santa Catalina weit mehr als ein religiöses Bauwerk. Es ist eine Stadt für sich, ein Labyrinth aus farbenfrohen, stillen Gassen, das tief in Geschichte und Geheimnisse gehüllt ist.
Ein monumentales Kloster als Zeuge der Kolonialzeit
Das 1579 gegründete Kloster war über Jahrhunderte ein abgeschirmter Ort, der der Öffentlichkeit verschlossen blieb. Hier lebten Nonnen hinter hohen Mauern aus Vulkangestein vollständig autark. In seiner Blütezeit beherbergte die Anlage mehr als 400 Personen, darunter Nonnen und Dienstpersonal.
Das Areal, das heute für Besucher zugänglich ist, erstreckt sich über mehr als 20.000 m². Es entfaltet ein ineinandergreifendes Geflecht aus Innenhöfen, Zellen, Küchen und Kapellen im typischen Kolonialstil. Die kräftigen Farben der Wände, wie Rot, Indigoblau und Ocker, bilden einen starken Kontrast zu den hellen Tönen des Sillar, dem für die Region charakteristischen weißen Vulkangestein.
Eine einzigartige Stimmung zwischen Stille und Licht
Der Reiz dieses Ortes liegt ebenso in seiner Architektur wie in der friedlichen Atmosphäre, die ihn umgibt. Die Stille ist dort fast greifbar. Das Spiel von Licht und Schatten, das durch die Arkaden und kleinen gewölbten Fenster fällt, verleiht dem Gelände eine beinahe filmische Qualität.
Man verliert sich gerne in den Gassen mit ihren klangvollen Namen wie Calle Córdoba oder Calle Granada, um ein altes Waschbecken, eine Küche aus schwarzem Stein oder dezente Wandmalereien zu entdecken. Die Zelle der Schwester Maria ist bis heute unverändert geblieben und bietet einen schlichten, aber eindrucksvollen Einblick in das klösterliche Leben vergangener Tage.
Besichtigung auf eigene Faust oder mit Führung
Das Kloster kann entweder eigenständig mit einem am Eingang erhältlichen Plan erkundet werden oder in Begleitung eines Reiseführers, um die Anekdoten und religiösen Symbole in den verborgenen Winkeln besser zu verstehen.
Hin und wieder werden nächtliche Führungen angeboten, bei denen die Stimmung noch geheimnisvoller wirkt. Ein kleines Café in einem der alten Innenhöfe lädt zu einer Pause ein. Wer sich für religiöse Kunst oder Kolonialgeschichte interessiert, findet im Klostermuseum zudem einige Gemälde der Cusqueña-Schule sowie fein gearbeitete liturgische Gegenstände.
Zögere nicht, dich beraten zu lassen, wenn du deine Reise nach Peru mit einer Agentur planst.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Ich habe meinen Besuch im Kloster Santa Catalina in Arequipa wirklich geliebt. Was mich besonders beeindruckt hat, sind die leuchtenden Farben der Mauern, die jedem Winkel eine unglaubliche Energie verleihen und eine tolle Abwechslung zu den weißen Wänden im Rest der Stadt sind. Die Kulisse ist magisch, mit den Bergen im Hintergrund wirkt es fast unwirklich. Als ich durch dieses Dorf in der Stadt spazierte, hatte ich das Gefühl, eine Zeitreise zu machen, während ich gleichzeitig von intensiver Schönheit umgeben war. Dieser Ort hat mich mit seiner Geschichte und seiner einzigartigen Atmosphäre berührt. Es ist ein perfekter Ort für Fotoliebhaber und Kulturinteressierte. Ein absolutes Muss in Arequipa.