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Roadtrip durch Korsika: 7 Tage zu den geheimen Stränden

Aus dem Französischen übersetzt — Original auf Französisch lesen

Lust auf geheime Strände auf Korsika? Hier ist unser 7-Tage-Roadtrip-Guide zu wilden Buchten, weit weg von den Touristenmassen.

Korsika, davon habe ich schon lange geträumt. Nicht von der Insel der Postkartenmotive, die man überall sieht, sondern von einem intimeren, fast schon geheimen Korsika. Eine Insel, die man sich erst verdienen muss, am Ende einer kurvenreichen Straße oder auf einem schmalen, steilen Pfad.

Diesen Traum habe ich in eine einwöchige Route verwandelt. Ein Roadtrip, geleitet von einer einzigen Obsession: diese wilden Buchten zu entdecken, in denen die Zeit stillzustehen scheint.

Dieses Reisetagebuch ist mein Weg, diese Suche mit euch zu teilen. Ein Abenteuer voller Salz, Sonne und diesem unglaublichen Gefühl von Freiheit, das nur die Straße bieten kann. Seid ihr bereit, an Bord zu gehen?

Traumhafte Landschaft auf der Insel der Schönheit

Ihren Roadtrip organisieren: Der Schlüssel zur Freiheit auf Korsika

Für ein solches Abenteuer gibt es kein Geheimnis: Das Auto ist Ihr bester Verbündeter. Aber welches Modell und wie am besten? Es gibt zwei Möglichkeiten.

Mit dem eigenen Auto anreisen: Eine gute Idee?

Die Vorstellung, mit der Fähre und dem eigenen Fahrzeug überzusetzen, ist verlockend. Man kann das Auto bis unters Dach vollpacken, das stimmt. Aber nachdem ich das Für und Wider abgewogen habe, habe ich schnell davon Abstand genommen.

Die Kosten für die Fährüberfahrt mit dem Auto sind oft hoch. Vor allem aber ist die Reisezeit lang, sehr lang. Man opfert fast zwei Urlaubstage: einen für die Hin- und einen für die Rückreise. Die Flexibilität ist gleich null, da man an einen bestimmten Ankunfts- und Abfahrtshafen gebunden ist.

Mietwagen: Die praktische und flexible Option

Für mich liegt die beste Lösung woanders: Auf der Insel landen und direkt in einen Mietwagen springen. Freiheit pur.

Ich habe mich für diese Option entschieden, weil sie so unkompliziert ist. Um dieses Abenteuer völlig entspannt zu erleben, ist es ideal, das Fahrzeug direkt nach der Landung in Empfang zu nehmen. Egal, ob Sie in Figari im Süden, Bastia im Norden, Ajaccio oder Calvi im Westen landen, Sie finden überall eine Station, die bereit ist, Ihnen die Schlüssel für Ihre Erkundungstour zu übergeben. Weniger Stress, mehr Reisezeit. Nach einigem Suchen und Vergleichen empfehle ich Ihnen diese spezialisierte Seite für Ihren Mietwagen auf Korsika: Sie ist ziemlich umfassend und preiswert.

Korsika und seine kurvenreichen Straßen: Das Abenteuer wartet hinter jeder Kurve ;)

Tag 1 & 2: Kurs auf den äußersten Süden und seine türkisfarbenen Buchten

Meine Reise beginnt ganz im Süden mit einem Flug nach Figari. Ich habe mich entschieden, meine Koffer für zwei Nächte in der Nähe von Bonifacio abzustellen. Die Idee dahinter: die Region zu erkunden, ohne jeden Morgen neu packen zu müssen.

Tag 1: Ankunft in Figari und der Pfad von Fazzio

Strand von Fazzio © Sonja, Komoot.com

Kaum aus dem Flughafen raus, düse ich Richtung Küste. Mein erstes Ziel ist kein berühmter Strand, sondern ein Wanderweg: der Pfad, der zum Leuchtturm von Fazzio führt.

Der Weg ist kurz, etwa eine Stunde, und unglaublich lohnenswert. Er führt zu zwei Buchten von absoluter Stille. Das Wasser ist so klar, dass man die Fische um die Felsen tanzen sieht. Das erste Bad, die erste Belohnung. Die Reise fängt gut an!

Tag 2: Die versteckten Strände der Westküste

Strand von Roccapina, in der Nähe von Sartène

Heute erkunde ich das andere Ufer, westlich von Bonifacio. Fernab vom Trubel der Strände von Palombaggia oder Santa Giulia suche ich nach diskreteren Schätzen.

  • Roccapina: Der Zugang erfolgt über eine etwas holprige Piste in der Nähe von Sartène, aber die Ankunft ist magisch. Ein Strand, der von seinem berühmten Felsen in Form eines liegenden Löwen überragt wird. Der Sand ist unglaublich fein.

  • Anses de Tizzano: Ein Stück weiter ist der kleine Hafen von Tizzano der Ausgangspunkt zu kleinen Felsbuchten. Hier ist man selbst im Hochsommer fast allein auf der Welt. Das Gefühl, ein Entdecker zu sein.

Tag 3: Die Küste der Agriates, Abenteuer pur

Plage de Saleccia, près de Saint Florent

Ich verlasse den Süden und mache mich auf den Weg nach Norden. Ein ganzer Tag Fahrt liegt vor mir, um einen legendären Ort zu erreichen: die Agriaten-Wüste (Désert des Agriates). Ein Name, der wie ein Versprechen auf ein großes Abenteuer klingt.

Nachdem ich mein Gepäck in der Nähe von Saint-Florent abgestellt habe, mache ich mich auf den Weg zur Plage de Saleccia. Achtung: Prüfen Sie unbedingt, ob Ihr Fahrzeug für diese Strecke geeignet oder zugelassen ist! Alternativ gibt es 4x4-Shuttles, die die Fahrt übernehmen. Der Kontrast ist verblüffend: Nach 45 Minuten Durchgeschütteltwerden auf der Piste offenbart sich ein wahres Paradies. Ein riesiger, von Pinien gesäumter weißer Sandstrand und dieses berühmte türkisfarbene Wasser. Die Mühe hat sich tausendfach gelohnt.

Tag 4 & 5: Das Cap Corse, die Insel auf der Insel

Ich verbringe zwei Tage damit, eine ganz eigene Region zu erkunden, eine Halbinsel, die wie Korsika im Miniaturformat wirkt: das Cap Corse. Ich beziehe mein Quartier im charmanten kleinen Hafen von Macinaggio, ganz in der Nähe von Rogliano.

Tag 4: Die Spitze des Caps und seine geheimen Fischerhäfen

Port pittoresque de Barcaggio

Die Umrundung des Cap Corse ist ein Erlebnis für sich. Die Straße ist ein Asphaltband, das sich zwischen Meer und Bergen schlängelt. Jede Kurve gibt ein neues, atemberaubendes Panorama frei.

Ich halte spontan in den kleinen „Marines“ (den malerischen Fischerhäfen, die den Charme der „Île de Beauté“ ausmachen), wie zum Beispiel in Barcaggio, das wie am Ende der Welt liegt und direkt gegenüber der Île de la Giraglia thront. Die Atmosphäre ist einzigartig. Ich steige zu Fuß hinab zur Crique d'Alisu, einer kleinen Bucht, die versteckt unterhalb der Straße liegt.

Tag 5: Wandern und Baden auf dem Zöllnerpfad

Littoral du Cap Corse © Iereï Maksim Massalitin

Heute darf das Auto stehen bleiben. Von Macinaggio aus begebe ich mich auf den „Sentier des Douaniers“, den alten Zöllnerpfad.

Die Wanderung ist herrlich und führt entlang der Küste durch die Macchia. Mein Ziel: die Strände von Tamarone und, ein Stück weiter, die Cala Genovese sowie die Cala di l'Agnellu. Sie sind auf dem Landweg absolut unzugänglich. Das ist die wahre Definition eines Strandes, den man sich verdienen muss. Das Picknick und das Bad im Meer schmecken hier einfach besonders gut.

Tag 6: Vom Meer in die Berge, das Herz Korsikas

Eaux rafraichissantes de la Restonica

Ich verlasse die Küste, um in eine andere Facette der Insel einzutauchen: die Berge. Es geht Richtung Corte, der historischen Hauptstadt, die mitten im Parc Naturel Régional de Corse liegt.

Der Szenenwechsel ist radikal. Die Luft ist frischer, die Landschaft grüner. Ich fahre tief in das Restonica-Tal hinein. Die Straße ist eng und spektakulär. Ich parke und lege den letzten Teil zu Fuß zurück, um die berühmten „Vasques“ zu erreichen: natürliche, in den Granit gehauene Becken, gefüllt mit eiskaltem, aber unglaublich belebendem Wasser. Der perfekte Gegenentwurf zum Strand, aber genauso magisch.

Tag 7: Letztes Bad und Heimreise

Plage de Cupabia, près d'Ajaccio

Schon ist der letzte Tag angebrochen. Ich fahre zurück an die Westküste, um am späten Nachmittag den Flughafen von Ajaccio zu erreichen. Aber ohne ein letztes Bad geht es natürlich nicht nach Hause.

Auf dem Weg mache ich einen Abstecher zum Plage de Cupabia. Er ist größer und leichter zugänglich, aber die Bucht ist perfekt geformt und das Wasser ist herrlich. Das ist meine Art, mich ganz sanft von Korsika zu verabschieden. Ein letzter Hauch von Blau, bevor ich den Mietwagen abgebe und in den Flieger steige.

Das geheime Korsika: Ein erreichbarer Traum

Diese Reise hat mir eines bestätigt: Die Schönheit Korsikas ist überall, aber die kostbarsten Schätze erfordern ein wenig Einsatz. Ein bisschen Fußmarsch, ein kleiner Umweg über eine Nebenstraße.

Dieser Roadtrip war nicht nur eine Reise, es war eine Entdeckungstour. Jeder Tag brachte neue Überraschungen, eine einsame Bucht, ein unerwartetes Panorama. Wenn Sie das authentische Korsika suchen, zögern Sie nicht. Schnappen Sie sich eine Karte, verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und lassen Sie sich von der Insel ihre Geheimnisse offenbaren. Sie werden es nicht bereuen.

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