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Die Borromäischen Inseln: Die Perlen des Lago Maggiore entdecken

Aus dem Französischen übersetzt — Original auf Französisch lesen

Entdecke die Borromäischen Inseln: Ein Reisebericht über Isola Bella, Isola dei Pescatori und Isola Madre, die Juwelen des Lago Maggiore in Norditalien.

Der Lago Maggiore

Strand von StresaDiesen Sommer, während meines Aufenthalts in der Lombardei im Norden Italiens, hatte ich eigentlich geplant, Bellagio zu besuchen, ein Dorf am Comer See. Eine Freundin riet mir jedoch, stattdessen einen kleinen Abstecher zum Lago Maggiore zu machen, besonders nach Stresa und zu den Borromäischen Inseln. Sie hatte absolut recht, ich wurde nicht enttäuscht!!!!

An der Grenze zwischen der Lombardei und dem Piemont sowie der Schweiz im Norden liegt der Lago Maggiore mit seinem kleinen Archipel vor der Küste von Stresa: den Borromäischen Inseln. Drei davon können von Besuchern erkundet werden: Isola Bella, Isola Madre und die Isola dei Pescatori.

Eine der bemerkenswerten Eigenschaften des Lago Maggiore ist sein mildes Mikroklima. Nur wenige Kilometer von der Alpenkette entfernt sind die Winter hier mild genug, um exotischen Pflanzen das Wachsen zu ermöglichen. Ein Einheimischer erzählte mir, dass der See im Sommer die Wärme speichert und sie während der kalten Jahreszeit nach und nach wieder abgibt.

Rund um den See kann man die großen und prächtigen Villen der wohlhabenden italienischen Familien bewundern, die hier regelmäßig ihren Urlaub verbringen. Es ist fast ein kleiner Wettbewerb entstanden: Wer hat wohl das schönste Anwesen...

Die Borromäischen Inseln

Die Familie Borromeo, lombardischer Adel, wurde im 15. Jahrhundert Besitzer des Archipels, das heute ihren Namen trägt. Jeder der Söhne erbte eine Insel. Die Geschichte besagt, dass einer der Söhne enttäuscht war, die Isola Bella erhalten zu haben, und sich in den Kopf setzte, sie komplett umzugestalten, um sie in ein Juwel zu verwandeln.

Man könnte meinen, der Name "Isola Bella" (Schöne Insel) käme von der Schönheit der Insel selbst: Irrtum! Sie wurde zu Ehren der Ehefrau ihres ersten Erben (Gräfin Isabella Borromeo) so benannt, typisch italienische Klasse und Romantik eben!!!

Von Stresa aus habe ich einen Bootsausflug unternommen, der die drei Hauptinseln verbindet.

Etappe 1: Palazzo Borromeo auf der Isola Bella

Blick aus Napoleons ZimmerIch bin eigentlich kein großer Fan von Besichtigungen historischer Gebäude oder Villen, aber ehrlich gesagt ist der Palazzo Borromeo auf der Isola Bella wirklich einen Besuch wert. Ich war fasziniert von seiner Geschichte, der Schönheit der Räume, den Gemälden, der Architektur, den künstlich angelegten Grotten... und der krönende Abschluss: der prächtige italienische Garten!!! Man kann sich richtig vorstellen, wie man Szenen von früher nacherlebt, mit den antiken Möbeln, den Kristallleuchtern, dem Speisesaal mit seinem riesigen Tisch, dem Ballsaal, den Salons für Unterhaltungen, der Waffenkammer...

Ich weiß nicht, wie sie sich zurechtgefunden haben, so viele Räume wie dieser Palast hat! Besonders beeindruckt hat mich das Zimmer, das Napoleon gewählt hatte. Sein Bett ist erhalten geblieben und der Blick aus dem Fenster auf den See ist einfach poetisch.

In dem Anwesen ist eine Sammlung von über hundert Gemälden ausgestellt. Diese Bilder sind von bemerkenswerter Schönheit. Ich bin zwar keine Kunstexpertin, aber ich habe die Zeit, sie zu betrachten, wirklich genossen.

Nach der Entdeckung des Inneren kann man die sechs mit Muscheln dekorierten Grotten besichtigen und schließlich den italienischen Garten, in dem lokale und exotische Pflanzen (zum Beispiel Bananenstauden) wachsen.

Etappe 1 bis: Der botanische Garten der Isola Bella

Im Garten durchquert man das Massimo-Amphitheater, ein "Raum", der aus drei Ebenen mit Statuen, Blumen und Bögen besteht...

Auf dem Gipfel des Amphitheaters befindet sich eine Art Schiffsbug in 37 Metern Höhe, von dem aus man den von Bergen umgebenen Golf bewundern kann. Auf der linken Seite liegt der Giardino dell’Amore (Garten der Liebe).

Es ist schwer, diesen Garten genau zu beschreiben. Am besten schaut ihr euch die Fotos unten an, oder in meinem Album, oder, noch besser, ihr bewundert ihn mit eigenen Augen, falls ihr die Gelegenheit dazu habt!!!

Wie ihr sicher merkt, war ich von dieser Isola Bella völlig verzaubert.

Ein kleiner Tipp: Bei sonnigem Wetter solltet ihr euch mit Sonnencreme eincremen. Man braucht eine Weile, um den Garten zu umrunden, und man holt sich leicht einen kleinen Sonnenbrand!!!!

Garten

Amphitheater Massimo

Palast

Garten der Isola BellaGemälde

Etappe 2: Isola dei Pescatori

Die Isola dei Pescatori, wörtlich die Fischerinsel, auch als Isola Superiore bekannt, ist die einzige der Borromäischen Inseln, die das ganze Jahr über bewohnt ist. Es scheint übrigens, dass sie nicht wirklich dieser Familie gehört.

Strand

Charmante demeure

Habitations des pêcheurs

Die Fischerinsel ist wirklich sympathisch. Ein kleiner Vorsprung in den See erinnert an einen kleinen Strand, und man darf dort tatsächlich zusammen mit den Schwänen ein wenig ins Wasser hüpfen!!!! Dort habe ich auch meine erste Begegnung mit einem Amphibienfahrzeug erlebt. Es in Aktion zu sehen, war eine ziemlich verblüffende Erfahrung!!!

Etappe 3: Isola Madre

Vue depuis Isola Madre

Schließlich hat uns das Boot auf der Isola Madre abgesetzt. Wir haben die Parks auf dieser Insel nicht besichtigt, da es dort eine lange Warteschlange gab, daher kann ich euch dazu keine genaueren Infos geben. Von den drei Inseln des Ausflugs ist sie jedoch nach allem, was ich so gehört habe, die am wenigsten interessante.

Wie kommt man zu den Borromäischen Inseln und was kostet das?

Abfahrt ab Mailand mit dem Regionalzug in Richtung Stresa, die Fahrt dauert knapp eine Stunde.

Gare de STRESA

Was den Preis angeht: Das Zugticket kostet 8,60 Euro. Es gibt alle 30 Minuten eine Verbindung.

Vorsicht bei der Rückfahrt: Es kommt öfter zu Zwischenfällen auf den Zugstrecken (das war bei uns der Fall) und Verspätungen von einer Stunde sind keine Seltenheit. Aber keine Sorge, man kann problemlos einen späteren Zug zurück nach Mailand nehmen.

Sobald ihr in Stresa angekommen seid, könnt ihr die Stadt am Seeufer erkunden und euch abkühlen, da es dort angelegte Strände gibt.

Die Boote zu den drei Inseln legen an einem der Strände der Stadt ab. Der Preis beträgt 15 Euro pro Person für den Besuch aller drei Inseln. Es gibt auch ein Ticket für 12 Euro, mit dem man nur zur Isola Bella und zur Isola dei Pescatori gelangt.

bateaux qui nous mènent sur les îles

Für den Eintritt in den Palazzo Borromeo auf der Isola Bella zahlt man 15 Euro. Wenn ihr die Isola Bella und die Isola Madre besichtigen wollt, kostet das 18 Euro.

Am Ausgang des Palastes gibt es ein Café und Restaurants, aber das dort angebotene Essen ist nicht besonders aufregend. Ihr könnt dort auch Souvenirs kaufen, oder es lassen, denn die Preise sind echte „Touristenpreise“ und somit ziemlich teuer!!!!

Der Besuch der Isola dei Pescatori ist kostenlos; in den Restaurants dort wird Fisch aus dem See serviert.

Das ist alles, was ich euch über diese Inseln berichten kann.

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