Galway besuchen
Galway liegt im Westen von Irland und ist die drittgrößte Stadt des Landes. Die Geschichte der Stadt ist eng mit der Fischerei und dem Torfabbau verbunden. Ein Symbol dafür sind die berühmten hookers, kleine Boote mit schwarzem Rumpf und roten Segeln, die über Jahrhunderte im Einsatz waren. Einige dieser Boote sind im Galway City Museum ausgestellt. Das direkt im Stadtzentrum gelegene Museum beleuchtet die Entwicklung der Traditionen, der Wohnkultur und der bäuerlichen Lebensweise in Galway und der Umgebung.
Eine Stadt in Irlands Westen
Der Name Galway hat eine lange Geschichte: Er stammt von dem mittelalterlichen gälischen Ausdruck Dún Bhun na Gaillimhe ab, was so viel wie „die Festung an der Mündung des Corrib“ bedeutet. Ab dem 12. Jahrhundert wurde die Stadt von anglo-normannischen Truppen besetzt, wobei die gälischsprachige Bevölkerung aus der Stadt gedrängt wurde. Das neue Bürgertum errichtete eine Zitadelle und entwickelte den Ort zu einem bedeutenden Handelshafen. Regiert wurde die Stadt von einer Oligarchie aus 14 Familien, von denen nur zwei irischer Abstammung waren. Ein ehemaliges Stadttor, der Spanish Arch aus dem Jahr 1584, ist bis heute erhalten geblieben. Er ist der Ausgangspunkt für den Spaziergang entlang des Corrib-Flusses.
Folge dem Weg weiter bis zum Nimmo's Pier, von wo aus du einen schönen Blick auf die kleinen bunten Häuser der Altstadt am Hafen hast. Du befindest dich hier im Viertel Claddagh, dem ehemaligen Zentrum der Fischmärkte, in dem auch der Claddagh-Ring erfunden wurde, ein typisch irisches Schmuckstück.
Der irische Westen in seiner ganzen Pracht
Im Herzen der Altstadt von Galway haben einige katholische Gotteshäuser die Angriffe der protestantischen Truppen von Cromwell überstanden. Dazu gehört die Kollégiale Saint-Nicolas, die größte noch aktive mittelalterliche Kirche in Irland, deren Bau auf das Jahr 1320 zurückgeht. Die imposante Kathedrale Notre-Dame wurde hingegen erst 1965 erbaut. Du erreichst sie über die Salmon Weir Bridge, eine Brücke, die besonders bekannt dafür ist, dass man dort in der warmen Jahreszeit die aufsteigenden Lachse beobachten kann. Bei einem Rundgang durch die Stadt solltest du zudem Lynch's Castle, einen ehemaligen Adelssitz, nicht verpassen.
Wenn das Wetter mitspielt, lohnt sich ein Spaziergang im Stadtteil Salthill, der über mehrere Strände verfügt. Auf dem Weg dorthin kannst du das Aquarium Atlantaquaria besuchen. Direkt gegenüber befindet sich die Destillerie Micil, die bereits seit 170 Jahren in Betrieb ist. Die Mitarbeiter führen dich in die Kunst des Destillierens ein und laden dich zu Verkostungen von Gin, Whiskey und Poitín ein.
Galway ist zudem ein idealer Ausgangspunkt, um die Natur im Westen Irlands zu erkunden, wie etwa den Connemara-Nationalpark oder die faszinierende Abtei Kylemore. Weitere Möglichkeiten für Ausflüge ab Galway sind die Cliffs of Moher im Süden oder die authentischen Aran-Inseln.
Wann ist die beste Reisezeit?
Besuche Galway am besten in der schönen Jahreszeit, also im Frühling oder Frühsommer. Von Reisen im Herbst ist eher abzuraten, da die Stadt in dieser Zeit sehr niederschlagsreich ist.
Wie kommt man hin?
Galway liegt am Schnittpunkt der N17 im Norden, der N6 aus dem Osten und der N18 aus dem Süden. Am besten erreichst du Galway, indem du nach Dublin fliegst und von dort aus mit dem Bus, dem Zug oder einer Fähre weiterreist.
Ich mochte meinen Besuch in der Stadt Galway sehr. Auch wenn das Stadtzentrum recht klein ist, ist es dort sehr lebhaft. Es handelt sich um eine ziemlich touristische und sehr quirlige Stadt. Man findet dort Pubs mit festlicher Stimmung und viele kleine Geschäfte. Das Ambiente ist dort noch typischer als in Dublin.