Besuch in Cangas de Onís
Cangas de Onís war lange Zeit ein bedeutender Ort in Spanien. Als Hauptstadt von Asturien bis zum Jahr 774 ist die Stadt vor allem als Schauplatz des Sieges von Covadonga bekannt. Damals fügte die spanische Armee unter der Führung von Pelayo dem Eroberer den maurischen Truppen ihre erste Niederlage zu. Heute ist Cangas de Onís ein beschaulicher Ort, der vom Tourismus und der Landwirtschaft lebt. Ein Besuch auf dem Markt ist ein Muss, um die kulinarischen Spezialitäten dieser nordspanischen Region zu probieren. Auf dem Speiseplan stehen Schafskäse, Cidre und deftige Eintöpfe wie die traditionelle fabada.
Die reiche Geschichte von Cangas de Onís
Die Gegend um Cangas de Onís ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. In der Region wurden zahlreiche prähistorische Höhlen entdeckt, darunter die Grotten von Buxu mit ihren Felsmalereien, die Gräber der Azules und die Güelga-Höhlen, in denen unter anderem Fragmente einer aus Knochen gefertigten Flöte gefunden wurden. Noch bemerkenswerter ist die Kapelle von Santa Cruz. Sie wurde 437 auf den Überresten eines römischen Tempels errichtet und beherbergt in ihrem Kirchenschiff ein außergewöhnliches Megalithgrab, das etwa 4000 v. Chr. entstand.
Die Stadt entwickelte sich ab der römischen Zeit. Auch wenn die berühmte römische Brücke, der sogenannte puenton, oft in diese Epoche datiert wird, handelt es sich eigentlich um ein Bauwerk aus dem Mittelalter, das vermutlich unter Verwendung römischer Überreste errichtet wurde. Die Brücke war bis ins 19. Jahrhundert von strategischer Bedeutung, da sie als einziger Übergang über den Fluss Sella die Verbindung zwischen Asturien und Kantabrien herstellte. In der Mitte des Hauptbogens hängt eine hölzerne Nachbildung des Siegeskreuzes, dem Symbol für den Erfolg Asturiens gegen die muslimische Invasion.
Ebenfalls sehenswert in Cangas de Onís ist die Pfarrkirche aus dem Jahr 1963 mit ihrem beeindruckenden, dreistufigen Glockengiebel. Direkt gegenüber, inmitten eines kleinen Gartens, steht eine Bronzestatue von Pelayo dem Eroberer.
Asturien entdecken
Cangas de Onís liegt ideal in der Nähe von drei Naturparks, darunter der bekannte Nationalpark Picos de Europa. Hier befindet sich auch der historische Schauplatz der Schlacht von Covadonga mit seinen Bergseen und der Basilika-Heiligtum von Covadonga. Das Heiligtum ist direkt in eine monumentale Grotte an den Ausläufern des Berges Auseva eingelassen. Errichtet wurde es unter König Alfons I., um an den Sieg des Königreichs Spanien über die Mauren zu erinnern. Das Bildnis der Jungfrau, bekannt als Santina, in der Kapelle ist eine Skulptur aus dem 16. Jahrhundert.
Wann ist die beste Reisezeit?
Cangas de Onís und seine Umgebung sind ab dem Frühling und während der gesamten warmen Jahreszeit ein schönes Reiseziel. Jedes Jahr am 13. Juni finden die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua statt, eine gute Gelegenheit, die lokalen Traditionen und Festtagstrachten zu erleben.
Anreise
Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Oviedo, auch León ist nicht weit entfernt. Von Oviedo aus fahren Busse der Gesellschaft ALSA direkt nach Cangas de Onís. Wer mit dem Zug anreist, fährt bis in die Nachbarstadt Arriondas.