Paros besuchen
Im Archipel der Cyclades ist Paros die drittgrößte und am zentralsten gelegene Insel. Das Juwel der Ägäis besticht durch pittoreske Dörfer, die sich zwischen Küste und Berglandschaften erstrecken. Die Umgebung ist idyllisch und bietet eine Vielzahl an Höhepunkten: charmante kleine Häfen, eine für die Region typische Architektur sowie ein reiches kulturelles und archäologisches Erbe. Paros gehört zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands. Die Insel, deren berühmter Marmor schon für die bedeutendsten Statuen der Antike verwendet wurde, bietet eine faszinierende Geschichte, die bis heute lebendig ist.
Dörfer wie aus dem Bilderbuch
Mit Parikia als strahlender Hauptstadt gibt Paros den Ton an. Hier legen die Fähren an, und die Altstadt bietet das klassische Kykladenflair mit gepflasterten Gassen, in denen weiß getünchte, blumengeschmückte Häuser zu Sehenswürdigkeiten wie dem venezianischen Kastro aus dem Jahr 1260, den Ruinen des Temple d'Athena oder der berühmten basilique de Panaghia Katapoliani aus dem 4. Jahrhundert führen. Geschichte ist hier allgegenwärtig, vom Musée Byzantin bis zur Nécropole Antique mit Gräbern und Sarkophagen aus dem 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Das Le Musée archéologique beherbergt die auf Paros entdeckten Funde und ist äußerst sehenswert. Etwa 10 km entfernt liegt der Badeort Naoussa, ein ehemaliges Fischerdorf, das heute für seine schicke Atmosphäre bekannt ist. Die gleiche charakteristische Architektur prägt die Straßen, und der Strand Kimbityres beeindruckt mit seinen Buchten und markanten Felsformationen.
Überreste, Natur und Strände der Extraklasse
Am Fuße des Berges Aghion Pandon liegt das kleine Dorf Lefkés, das vor allem durch seine Authentizität überzeugt. Unter einem Pinienwald schmiegen sich die Häuser wie in einem Amphitheater an den Hang, umgeben von alten Windmühlen in den höher gelegenen Bereichen. Die Gasse mit ihren Tavernen und Boutiquen ist ebenso ein Muss wie die alten Waschhäuser, die eine lange Tradition bewahren. Die Kathedrale Agia Triada ist mit ihren zwei Glockentürmen ein markantes Bauwerk und zudem ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Auch das Parc de Paros an der Inselspitze ist bekannt: Auf 80 Hektar finden sich herrliche Ausblicke, Küstenabschnitte und ein Felsvorsprung, auf dem ein magnifique phare in 60 m Höhe thront. Die Vallée des papillons zählt ebenfalls zu den Attraktionen von Paros, denn die üppige Vegetation dient als Lebensraum für den Russischen Bären und andere Falterarten, was den Ort für Naturliebhaber besonders reizvoll macht. Die zahlreichen Strände haben alle ihren eigenen Charakter, wobei der Golden Beach zu den größten zählt und bei Windsurfern ebenso beliebt ist wie der Strand von Santa Maria. In Monastiri laden Restaurants zur Einkehr ein. Die Insel ist bekannt für ihre Zitrusfrüchte und Weine, dazu kommen Spezialitäten wie gouna (getrocknete Makrele), Käse, Kapern und Feigen. Ein Ausflug zur Nachbarinsel Antiparos bietet zudem die Gelegenheit, die berühmte Tropfsteinhöhle zu besuchen und an weniger frequentierten Stränden zu entspannen.
Die beste Reisezeit
Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 14° und 28°. Die Monate von April bis Oktober gelten als beste Reisezeit, wobei der Tourismus im Sommer seinen Höhepunkt erreicht. Die Insel zählt jährlich 3000 Sonnenstunden.
Anreise
Der Flughafen liegt 10 km von der Hauptstadt entfernt und bedient hauptsächlich Inlandsflüge nach Athen. Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus erfolgt die Anreise daher meist mit einem Zwischenstopp. Alternativ gibt es Bootsverbindungen ab Piräus, Rafina und Lavrio.
Paros ist eine Insel im Zentrum der Kykladen. Der Haupthafen ist Parikia.
Paros ist der ideale Ausgangspunkt für einen Segeltörn durch die Kykladen.
Da die Distanz zwischen den einzelnen Inseln nicht allzu groß ist, erreicht man jede davon in maximal 4 Stunden Segelzeit. Zudem gibt es dort viele Buchten, die vom Massentourismus verschont geblieben sind und nur mit dem Boot erreichbar sind.