Visite Grenoble
Mit ihren über 150.000 Einwohnern präsentiert sich Grenoble als moderne Stadt, die, wie schon ihr berühmtester Sohn Stendhal treffend bemerkte, fest von den Bergen umschlossen ist. Ob durch den Bau einer der ersten städtischen Seilbahnen bereits 1934, die Etablierung als bedeutendes Wissenschaftszentrum oder die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 1968: Grenoble versteht sich als ein Ort der Innovation. Bereits 1987 begann die Stadt mit der ökologischen Transformation und dem Ausbau ihres Straßenbahnnetzes. Als erste französische Großstadt wählte sie 2014 einen grünen Bürgermeister und entwickelte das weitreichende Radwegenetz Chronovélo, was sie zu einer der fahrradfreundlichsten Städte in Frankreich macht.
Grenoble: Kunst und Geschichte
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, wie das Musée archéologique Saint-Laurent eindrucksvoll mit seiner Krypta aus dem 6. Jahrhundert belegt. Die Ansiedlung der comtes d'Albon leitete eine Phase starken Wachstums ein. Das 1906 gegründete Musée dauphinois des arts et traditions populaires widmet sich den historischen und kulturellen Besonderheiten des Dauphiné, dessen Hauptstadt einst Grenoble war.
Ein Spaziergang entlang der Ufer der Isère lohnt sich, denn hier finden sich zahlreiche Bars und Restaurants. Auf der place de la Cimaise steht ein markanter Brunnen, der den Kampf eines Löwen gegen eine Schlange darstellt, ein Symbol, das für den Mut und die Größe der Grenobler Bevölkerung stehen soll.
Überquere anschließend die passerelle Saint-Laurent, die älteste Brücke der Stadt, welche die quais Mounier et Jongkind miteinander verbindet. Auf dem Weg in die Innenstadt zur place Grenette kommst du an den Halles Sainte-Claire vorbei. Der Markt ist der ideale Ort für ein Mittagessen, um die besten Spezialitäten der Region zu probieren. Erkunde danach das Viertel mit seinen prächtigen Stadtpalais, insbesondere das Gebäude des duc de Lesdiguières mit seinen schönen Gärten. Auch die cathédrale Notre Dame und das ehemalige Bischofspalais mit seinem Museum sind nicht weit entfernt. Nicht verpassen solltest du das le Musée de Grenoble, das eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken aus dem 18. bis 21. Jahrhundert beherbergt.
Die Symbole von Grenoble
Neben dem historischen Zentrum ist ein Besuch der Bastille, einer alten Festung auf einem Hügel des Chartreuses-Massivs, für jeden Gast fast schon Pflicht. Du erreichst sie entweder zu Fuß oder mit der Seilbahn, den berühmten bulles (Blasen) von Grenoble. Oben angekommen, bietet sich dir bei Tag wie bei Nacht ein beeindruckender Ausblick über die Stadt.
Ein weiteres Highlight ist das domaine de Vizille. Das Schloss mit seinen weitläufigen englischen Gärten beherbergt heute das Musée de la Révolution Française. Hier fanden die ersten Generalstände des Dauphiné statt, die als Vorläufer der Generalstände von 1789 gelten.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Grenoble ist sowohl im Winter als auch im Sommer ein lohnendes Ziel. Ob sich eine Reise im Winter anbietet, hängt vor allem davon ab, ob du einen Abstecher in die zahlreichen umliegenden Wintersportgebiete planst.
Anreise
Grenoble ist dank des Flughafens aérodrome Grenoble Alpes Isère gut angebunden. Auch mit dem Zug ist die Stadt problemlos zu erreichen. Zudem liegt sie verkehrsgünstig am Knotenpunkt der Autobahnen A41, A48 und A51.
Grenoble ist ideal für einen Kurztrip und hat einige Vorzüge, darunter die vielen Grünflächen, die angenehm sind, um der manchmal erdrückenden Hitze zu entfliehen. Egal, ob Sie zu Fuß oder mit den Seilbahnkugeln hinaufsteigen, machen Sie einen Abstecher zur Bastille. Von dort aus haben Sie einen tollen Blick auf die Hauptstadt der Alpen. Die Präfektur des Isère ist ideal für Sportbegeisterte, da es hier hochklassige Vereine in verschiedenen Disziplinen gibt (insbesondere Fußball, Rugby, Eishockey und Rollhockey).