Siquijor besuchen
Siquijor liegt im Archipel der Visayas auf den Philippinen. Lange Zeit galt die Insel als Rückzugsort für Heiler und Voodoo-Praktizierende, weshalb sie von vielen Einheimischen eher gemieden wurde. Für Reisende ist sie jedoch ein echtes Ziel, da das Leben hier entschleunigt abläuft und die Natur weitgehend unberührt geblieben ist. Wenn du anlegst, triffst du auf eine authentische Atmosphäre, geprägt von Seeigelfischern an der Küste und weitläufigen Reisfeldern, die das Inselbild bestimmen.
Die Highlights auf Siquijor
Obwohl Siquijor kompakt ist, bietet die Insel eine beachtliche landschaftliche Vielfalt, von Stränden über Naturreservate wie das Schmetterlings-Schutzgebiet von Cabilao bis hin zu türkisfarbenen Wasserfällen. Wenn du Strände suchst, sind der Paliton Beach mit seinen Sonnenuntergängen und der Salagdoong Beach, von dessen Klippen du in das Wasser springen kannst, besonders empfehlenswert. Viele Buchten sind versteckt oder nur schwer zugänglich. Es lohnt sich also, ein wenig Zeit in die Suche nach deinem persönlichen Lieblingsplatz zu investieren.
Die Insel ist reich an Wasserquellen und Höhlen. Die Cambugahay-Wasserfälle sind die bekanntesten und meistbesuchten Plätze. Hier kannst du dich an einer Liane ins Wasser schwingen oder die kleinen, fotogenen Holzflöße nutzen. Ein wichtiger Hinweis: Die Lugnason-Wasserfälle sind dauerhaft geschlossen, da das Wasser für die lokale Landwirtschaft umgeleitet wurde. Höhlenforscher sollten einen Besuch der Cantabon-Höhle einplanen, die regelmäßig für geführte Touren geöffnet ist.
Ein anderes Gesicht der Philippinen
Siquijor eignet sich hervorragend, um in den philippinischen Alltag einzutauchen. Ein Teil der besonderen Aura der Insel geht vom Balete-Baum aus. Er ist 400 Jahre alt und soll heilende Kräfte besitzen. Am Fuß des Baumes befindet sich ein Becken für das bekannte fish massage, bei dem kleine Fische deine Füße pflegen. Wer sich für das koloniale Erbe interessiert, sollte die Kirche Saint Antoine de Padoue in Lazi besuchen, die aus Korallengestein errichtet wurde. Direkt gegenüber steht das älteste Kloster der Philippinen. Es ist ein klassisches Beispiel spanischer Kolonialarchitektur mit seinem hölzernen Giebel und den charakteristischen Arkadengängen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die Trockenzeit zwischen Januar und April ist die ideale Zeit, um die Philippinen zu erkunden.
Anreise
Es gibt zwei Hauptrouten, um Siquijor zu erreichen. Entweder du nimmst die Fähre von Cebu oder Tagbilaran auf Bohol nach Larena auf Siquijor. Alternativ gibt es Verbindungen von Dumaguete auf der Insel Negros direkt nach Siquijor City. Einmal auf der Insel angekommen, ist ein gemieteter Roller das beste Fortbewegungsmittel, um auch die entlegenen Winkel flexibel zu entdecken.
Wenn ihr auf schwarze Magie, Hexerei und alternative Medizin steht, dann ab nach Siquijor. Es ist die Insel der Hilot, das sind die traditionellen Heiler der Philippinen.
Sie liegt im Süden der Philippinen und ihr müsst über Bohol reisen, um dorthin zu gelangen. Eine Bootsverbindung zwischen Bohol und Siquijor macht die Anreise möglich.