Die Samaria-Schlucht besuchen
Jedes Jahr zieht dieses beeindruckende Naturdenkmal im Nationalpark Samaria Tausende Besucher an. Ob Wanderer, Sportler, Fotografiebegeisterte oder einfach nur Neugierige, die Schlucht ist ein gewaltiger Riss im Fels, der niemanden unberührt lässt. Die steile und imposante Kulisse sorgt für starke Eindrücke. Im Westen von Kreta, auf einer Höhe von 1.250 Metern gelegen, gehört sie zu den wichtigsten Ausflugszielen der Insel.
Eine Wanderung durch den Fels
Mit 16 km Länge zählt die Samaria-Schlucht zu den längsten ihrer Art in Europa. Über Jahrtausende hat die Erosion diesen Pfad geformt, der heute Kultstatus genießt. Die Wanderung ist spektakulär und führt an Felswänden entlang, die abschnittsweise bis zu 600 Meter in die Höhe ragen. Die Strecke ist in mehrere Etappen unterteilt und beginnt in der Regel am Xyloskalo-Pass auf der Hochebene des Dorfes Omalos. Die ersten drei Kilometer sind anspruchsvoll, doch der Weg ist mit zahlreichen Rastplätzen ausgestattet. Die Wanderung zwischen dem Massiv der Weißen Berge und der Volakias-Kette führt durch eine geschützte Umgebung mit einer beeindruckenden Flora. In diesem Rückzugsgebiet leben unter anderem die letzten Exemplare der kretischen Wildziege, einer endemischen Art. Das Männchen, Kri-Kri genannt, gilt als ein Symbol der Insel. Der Weg ist gesäumt von Pinien und Zypressen, Wasserfällen und Bächen. Die Wanderung führt sogar durch das verlassene Dorf Samaria. Das Ende des Weges markiert die engste Stelle, die berühmten Sideroportes, das Eiserne Tor. Hier ist der Pfad nur 3 Meter breit, während die Felswände beidseitig bis zu 500 Meter in den Himmel ragen. Der Hafen von Agia Roumeli liegt am Ende der Schlucht. Da das Dorf nur auf dem Seeweg erreichbar ist, stellt die Schlucht die einzige Landverbindung dar. Einige Wanderer wählen Agia Roumeli als Ausgangspunkt, da die Strecke in beide Richtungen begangen werden kann.
Öffnungszeiten
*Angaben können sich ändern
Egal ob es stimmt oder nicht, der Park ist aufgrund seines gesamten Naturerbes einen Abstecher wert. Zerklüftetes Gelände, kleine entzückende Bäche, eine wunderschöne Natur, besonders im Frühling... Und als Sahnehäubchen führt Sie das Ende der Strecke nach Agia Roumeli, wo Sie am Strand baden können.
Ein paar Tipps:
- Meiden Sie den Hochsommer und bevorzugen Sie den Mai: Es ist schon sehr schön, ohne dass es eine Hitzewelle gibt, und es ist weniger los.
- Wanderschuhe sind nicht unbedingt nötig, aber nehmen Sie zumindest gute Turnschuhe mit und vermeiden Sie Flipflops.
- Es ist trotzdem ein gutes Stück zu laufen, mit Anstiegen und Abstiegen. Für einen Erwachsenen, der es gewohnt ist zu laufen, sehr gut machbar. Für kleine Kinder deutlich weniger. Ich empfehle diesen Ausflug daher nicht mit kleinen Kindern: Sie werden am Ende verlangen, dass man sie trägt, und das wird einem den Spaziergang ein bisschen verderben.