Besuch im São-Lourenço-Park
Der São-Lourenço-Park ist eine grüne Oase in der brasilianischen Stadt Curitiba, deren Entstehung eine ungewöhnliche Geschichte hat. Nach dem Dammbruch des São-Lourenço-Stausees im Jahr 1970 wurde das Gebiet, das damals zur Leimfabrik Adubos Boutin gehörte, vollständig überflutet. Um künftige Überschwemmungen zu verhindern, beschlossen die Behörden, an dieser Stelle eine Parkanlage zu errichten. Einziger Überrest der Fabrik ist der erhaltene Backsteinschornstein. Heute ist der Park ein beliebter Ort für Spaziergänge rund um den See, der vom Fluss Belém gespeist wird, sowie für die Beobachtung der lokalen Flora und Fauna oder sportliche Aktivitäten.
Ein Ort zwischen Natur und Kultur
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Park zu einem wichtigen Ort für die brasilianische Kunstströmung Paranista, eine Bewegung, die im 20. Jahrhundert parallel zum brasilianischen Modernismus im Bundesstaat Paraná entstand. Der Paranismo verfolgte das Ziel, die Identität Brasiliens sowie des Paraná anhand lokaler Pflanzen, Tiere und indigener Geschichte neu zu definieren. So finden sich heute 15 monumentale Bronzestatuen des Bildhauers João Turin im Park, die kämpfende Jaguare, Wölfe oder indigene Anführer darstellen. Zudem beherbergt das Gelände ein Memorial mit Kunsthandwerk-Werkstätten, einem Auditorium und einem Ausstellungsbereich.
Erholung in Curitiba
Der São-Lourenço-Park bietet zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Rückzugsort, darunter Nagetiere, Fledermäuse, Kormorane, Eulen und Kiefern, die noch aus dem ursprünglichen Araukarien-Wald stammen. Die Anlage eignet sich hervorragend für Fitnessübungen im Freien, da zahlreiche Geräte zur Verfügung stehen. Wer es ausgefallener mag, findet hier sogar eine eigene Piste für Carrinho de Rolimã (Seifenkistenrennen).
Ganz nett, aber nichts Weltbewegendes! Die relativ kleine Größe ist da sicher ein Grund. Passt auf die Capybaras auf, sie sind sehr scheu und beschützen ihre Kleinen :)